"Das ist eine beispielhafte Kooperation": Mit diesen Worten würdigte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière die seit 10 Jahren bestehende Ordnungspartnerschaft zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG. Seit November 2000 sorgen Mitarbeiter der Bundespolizei und der DB Sicherheit im Rahmen einer Ordnungspartnerschaft gemeinsam für mehr Sicherheit auf Bahnhöfen und in Zügen. Am 21. Oktober wurde das 10-jährige Jubiläum dieser Zusammenarbeit auf der "Sicherheitskonferenz Bahn 2010" in Potsdam gefeiert.
Vor rund 200 Vertretern der Bundespolizei, der Länderpolizeien, der Gewerkschaften sowie hochrangigen Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG stellte der Bundesinnenminister die erfolgreiche Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und der Bundespolizei heraus. Ziel der Kooperation war und ist es, auf der Grundlage der jeweiligen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse die subjektive und objektive Sicherheit - aber auch Service und Bürgernähe – auf den Bahnhöfen in der Bundesrepublik und den Zügen der Deutschen Bahn zu erhöhen. "Die vier Säulen der Ordnungspartnerschaft – konzeptionelle Zusammenarbeit, gegenseitiger Informationsaustausch, gemeinsame Einsatzformen und gegenseitige Unterstützung bei der Fortbildung der Mitarbeiter – haben sich bewährt", lobte de Maizière. Nicht nur in der täglichen Arbeit, sondern auch bei speziellen Einsätzen wie beim Sturmtief Kyrill oder der Fußballweltmeisterschaft 2006, habe sich dies gezeigt. Der Bundesinnenminister betonte in seiner Rede, dass Bahnhöfe Teil des öffentlichen Raums sind. Ihr Zustand spiegele auch die Beschaffenheit der Gesellschaft wider. "Die Frage ist: Wie gehen wir mit öffentlichen Räumen und öffentlichen Gütern um?", sagte de Maizière. Das äußerliche Erscheinungsbild von Bahnhöfen und Zügen sei eng mit der öffentlichen Sicherheit verknüpft. "Wer eine geordnete und saubere Umgebung vorfindet, wird sich auch entsprechend verhalten. Das gilt für den gesamten öffentlichen Raum", erläuterte der Bundesinnenminister. Im Bereich der Züge und Bahnhöfe habe sich in den letzten Jahren vieles verbessert. In seiner Ansprache verschwieg de Maizière auch nicht die Gewalttaten, die in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen stattfinden und die die Bürger beunruhigen. Aber: "Hier entwickelt sich häufig der Irrtum, dass Übergriffe wie der auf Dominik Brunner repräsentativ sind. Die Leute denken, dass sie keine S-Bahn mehr fahren können. So ein Eindruck ist verheerend", sagte der Bundesinnenminister.
Auch Bahnchef Dr. Rüdiger Grube machte in seiner einleitenden Grußbotschaft deutlich, dass die Bahn im Vergleich zu der Masse an täglichen Passagieren ein sicheres Verkehrsmittel sei. "Wir befördern täglich 7,4 Millionen Reisende in unseren Bussen und Bahnen – mehr als alle Einwohner von Berlin, Köln und Hamburg zusammen", betonte Grube. Es würden aber weniger als 30 Körperverletzungsdelikte pro Tag angezeigt. Zum Vergleich: In einer Stadt wie Berlin mit 3,5 Millionen Einwohnern liegt diese Zahl bei 120 Anzeigen. Der überwiegende Anteil läge zudem bei Delikten wie Schwarzfahren, Sachbeschädigungen und Diebstahl. Und dennoch: „Jede einzelne Gewalttat ist eine zu viel“, mahnte Grube. Oberstes Ziel der Bahn sei die Gewährleistung der Sicherheit ihrer Passagiere und Mitarbeiter. Hierzu sei die enge Zusammenarbeit mit Partnern wie der Bundespolizei unabdingbar.
Für ausreichend Gesprächsstoff unter den Teilnehmern der Konferenz sorgten weitere Fachreferate und Podiumsdiskussionen. Die „Sicherheitskonferenz Bahn“ hat sich zu einer festen Größe etabliert.










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