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News I / 2 0 0 5 |
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IG-Metall: mutig 31. März 2005 Für die wehrpolitische Seelenlage unserer Republik ist es ein ausgesprochenes Wunder, wenn man nicht nur zur Kenntnis nehmen muss, dass es einen "Arbeitskreis Wehrtechnik und Arbeitsplätze" in der IG-Metall gibt, sondern der sich auch noch mit einer 13-seitigen "Stellungnahme zu Fragen der Industriepolitik in der Rüstungswirtschaft" zu Wort zu melden traut. Aus "Frankfurt am Main" heisst es im "März 2005" zum Thema:
Es dürfte keine Frage sein, dass dieses IG-Metall-Papier Verwirrung in jedwelchem Oberstübchen stiften muss; populistische Führer werden ob des geäusserten "nationalen Interesses" vordergründig entsetzt sein. U.E. läuft die Übung aber auf eine intellektuelle Meisterleistung hinaus: das nationale Interesse in Europa wirklich zu finden; viel Spass dabei. {Jedwede Lösung muss wirklich "schön" sein - (sagen die Physiker)} Menschenrechte: überfällig 30. März 2005 Wenn man sich nicht dafür interessiert, was die U.S.-Administration zu ihrer Menschenrechts-Politik dem amerikanischen Parlament zu berichten hat - Lt. Bundestags-Drucksache 12/1735 vom 5. 12. 1991 hatte der Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, "mindestens alle zwei Jahre in möglichst gleichen Abständen konkret über ihre Menschenrechtspolitik zu informieren." Die entsprechenden Daten der letzten Menschenrechtsberichte der Bundesregierung:
Wenn der ausstehende 7. Menschenrechtsbericht wieder 27 Monate Berichtszeitraum (wie beim 5. und 6. Bericht) umfassen würde, endete der im Juni 2004. Beim 5. Bericht hat das Auswärtige Amt 6 Monate (von Ende Berichtszeitraum bis Vorlage gerechnet) benötigt; der 6. Bericht wurde 3 Monate nach Ende des Berichtszeitraumes dem Parlament vorgelegt. Demnach wäre - bei freundlicher Rechnung - der ausstehende 7. Menschenrechtsbericht mindestens seit 3 Monaten überfällig. Man könnte jetzt durchaus einen Abgang finden, der die Geschichte britisch-schwarzhumorig ausklingen lässt. {Humor ist, wenn es trotztdem kracht} UK: Rüstungsbedarf 29. März 2005 Vier Parlaments-Ausschüsse des britischen Unterhauses haben gemeinsam einen 162-seitigen Bericht zum Thema "Strategische Exportkontrolle" veröffentlicht, der ein Ausweis für ihre excellente Parlamentsarbeit ist: Da bis zum Sommer 2005 nicht nur die vordergründige Frage nach der Aufhebung des EU-Waffenembargos gegenüber China ansteht (siehe Ziff. 139), sondern die wesentlich wichtigere Reform des "Code of Conduct", muss man den Bericht lesen. Auf Seite 141 wird im übrigen darauf hingewiesen, dass die Niederländer ein vorbildliches demokratisches Berichtswesen in Sachen Rüstungsexport aufweisen. Damit ist ein Standard gesetzt, den das Auswärtige Amt eigentlich egalisieren müsste: weil man einerseits den Sitz im U.N.-Sicherheitsrat haben will und andererseits den (NSDAP)-Mitarbeitern des Amtes nicht mehr "ehrendes Gedenken" angedeihen lassen will, die sowieso gar nicht mehr im Amt sein können (gilt der Erlass auch rückwirkend?). Zu dumm, dass sich die Handlungsfähigkeit der Regierung eines Staates deutlich nachempfinden lässt. Man wird sehen, wie handlungsfähig die deutsche Defense Community ist. {Handlungsbedarf ist immer rüstig} Op-Ed: Waffen-Opium 17. März 2005 Das Thema "Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China" scheint sich langsam warmzulaufen. Gerade hat Matthias Nass in der ZEIT das als "grandiose diplomatische Fehlleistung" bezeichnet: So recht der Autor im einzelnen hat: Die Freud'sche Tiefenschärfe der obersten strategischen Leiste wird ausgespart. Zur Grundsatzfrage, ob Europa ein Multipolar-Rivale des "hässlichen" Hegemons U.S.A. werden sollte, haben sich seit dem Irak-Krieg die Überzeugungen positioniert:
Die Embargo-Frage ist deshalb in diesen Rahmen einzuordnen; sie ist nicht losgelöst, sondern ein Testfall im Anti-Monopoly-Spiel gegen die USA. Die "Gutmenschen"-Fraktion, die durch Claudia Roth perfekt parodistisch vertreten wird, muss sich nun entscheiden: Darf man mit der "dunklen Seite der Macht" ein wenig koalieren, um letztlich den Glanz des guten Hegemons Europa zu entfalten, um die Welt zu retten? Die Hegemon-Krieger sollten nun auch konsequent sein: Die Aufhebung des Waffen-Embargos gegen China ist eine Minimal-Forderung von "soft-kill" gegen die Neo-Römer! {... ein bisschen Krieg muss sein ... } Wehrbeauftragter: Schichten 16. März 2005 Wenige Monate vor Ende seiner 5-jährigen Amtszeit hat Willfried Penner, Wehrbeauftragter des Deutschen Bundestages, seinen Jahresbericht für 2004 vorgelegt: Gleich zu Beginn reklamiert der Ombudsman der Bundeswehr einen Rekord, den auch die TV-Medien transportiert haben (S. 5):
Blickt man in die entsprechende Tabelle (S. 63 f.), kann man feststellen, dass diese Aussage nicht besonders aussagekräftig ist. Deutlich wird, dass das Eingabe-Volumen 2002 sprunghaft angewachsen ist. Allerdings dürfte der relativierende Hinweis nicht fehlen, dass bei 6.020 Eingaben in 2004, bezogen auf die Jahresdurchschnittsstärke der Bundeswehr von rund 264.000 Soldaten, nur 2,2 % aller Soldaten diesen Beschwerde-Weg gegangen sind. Untersucht man die Tabellen des Anhangs der Wehrbeauftragten-Berichte von 2001 bis 2004 in Bezug auf die besonders kritische Kategorie "Menschenführung, Wehrrecht, Soldatische Ordnung" (im folgenden MWSO), dann fällt auf:
Lesenswert ist die Ziff. 2.2.7 ("Ausstattung mit persönlicher Ausrüstung", S. 27). Auch hier darf man vermuten, dass die für den "Einsatzbedingten Sofortbedarf" beim Einsatzführungskommando Verantwortlichen in Potsdam knall-unempfindlich sind. Besondere Beachtung verdient die Ziff. 2.2.5 ("Gefährdung der Soldaten", S. 26). Brav beruhigt der Wehrbeauftragte mit militärischem Sachverstand die Kameraden in Afghanistan:
Eines ist dem Sozialdemokraten Penner in eigener Sache allerdings gut gelungen. Seinen Parteifreund und Quasi-Vorgesetzten, den Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse, hat er gleich auf S. 5 ordentlich abgewatscht. Seit einem Jahr läuft zwischen beiden eine Soap, die bester "Unterschichten"-Politik entspricht; sorry - das ist ja die Oberschicht. {Was ist schon "schichten"-spezifisch} Caliparis Tod: Komplott? 7. März 2005 Der italienische Geheimdienst-Offizier Nicola Calipari hat den Schutz der Journalistin Giuliana Sgrena mit seinem Leben bezahlt. Nachdem Frau Sgrena gegen Lösegeld-Zahlung von Entführern im Irak freigelassen und sich auf der Fahrt zum Flughafen von Bagdad befand, wurde ihr Fahrzeug von Soldaten eines U.S.-Kontroll-Punktes beschossen. Ein weiterer Insasse wurde schwer verletzt; auch Frau Sgrena wurde getroffen. Zu allem Unglück steht nun aber zur Debatte, ob hinter dem tragischen Vorfall nicht eine vorbedachte Tötungsabsicht auf amerikanischer Seite steht, man demnach von Mord bzw. Mordversuch (in Hinsicht auf Frau Sgrena) sprechen müsste:
Bei aller Nachsicht mit Frau Sgrena sollte trotzdem beachtet werden:
Trotz allem ist sicher: Die Version vom amerikanischen Mord-Komplott hat sich schon fest in die Köpfe von Millionen Menschen weltweit eingenistet und wird trotz aller Untersuchungen wohl so verbleiben. {... was nicht alles zum WeltBILD beiträgt ...} SPIEGEL/O: Räucherstab 3. März 2005 Wenn Sie sich einmal richtig die Augen reiben wollen, sollten Sie Entweder ist das der letzte Artikel von Claus Christian Malzahn gewesen oder SPIEGEL-Online hat einen Ketzer eingestellt, der die fast unumschränkt herrschende Riege der Bush-Klopfer aufmischen soll. Malzahn redet von:
Was werden die armen Deutschen nur machen, wenn jetzt sogar "DER SPIEGEL" den "Virus der Demokratie" ortet und die deutsche Aussenpolitik zur Einsicht fordert, "dass Freiheit und Demokratie manchmal eben doch mit Feuer und Schwert gebracht worden sind"? Die Lösung ist ganz einfach: "DER SPIEGEL" ist eine Welt für sich; das ist das "Blatt". "SPIEGEL-Online" dagegen ist die davon klar abzugrenzende Einheit, die den "DER SPIEGEL"-Redakteuren nur erhebliche Abschläge von ihrer Jahresgewinn-Dividende beschert. {Wer Miese macht, hat mies gedacht (?)} P.S. Werner Bloch von der ZEIT sollte lesen, was seine Kollegin Susanne Koebl in Sachen Syrien geschrieben hat !! Wissensbasis: Bewegung 1. März 2005 Wir haben schon wieder zwei Fragen gefunden, mit denen wir uns auseinandersetzen können, wenn in der Ewigkeit dazu Zeit und einen neuen Kopf haben:
Der eigentlich dritten Aufgabe muss man sich gar nicht erst stellen:
Über all das tröstet hinweg, dass man mit den Libanesen tanzen mag. Böse Zungen behaupten, dass das schon wieder eine Kerbe für G.W.B. ist. {Manches bewegt sich doch} USEU: Klatsch 28. Februar 2005 Es ist nun wirklich kein Kunststück, mit Medienmacht auf ferne, möglicherweise noch stigmatisierte, Gegner mit nationalistischen Halbwahrheiten und Verdrehungen einzudreschen, wenn die sich fair wehren können. Dahinter verbirgt sich ja oft genug, dass die Quote-Knete, vertuscht von moraltriefender Show-Intellektualität, jegliche Redlichkeit ganz natürlich tötet. Wer sich dagegen ernsthaft und sachlich mit der Zukunft des transatlantischen Verhältnisses (USEU - You see You) auseinandersetzen will, wird sich gerade die konservativen Kritiker aus den U.S.A. aussuchen, um sich an deren Argumenten selbstkritisch zu reiben. U.E. taugt dazu vorzüglich: Victor Davis Hanson, "Soft Power, Hard Truths: Man stelle sich nur vor, es gäbe in Deutschland ein Forum, welches einerseits V.D. Hanson auf das Podium setzen würde. Wen würden Sie auf die andere Seite setzen? Wer pfiffig ist, sollte den "Clash of civilization" nur auf die Ebene der gesamten westlichen Welt beziehen. Die entscheidende Fundamentalismus-Debatte findet - auf den ersten Blick - zwischen "Rechts" und Links" (incl. Surrogat-Begriffe) statt. Auf den zweiten Blick ist alles leider - wie immer - nur der "Zusammenprall" der Macht-Süchtigen. Du bist das Weltkind in der Mitte. {Shakespeare sagt: Klatscht doch, was Ihr wollt} EU/U.S.-Kooperation: Skiba Unserem Sonder-Korrespondenten (h.c.) Alexander Skiba in Washington verdanken wir, nicht selbst gearbeitet zu haben. Er hat uns den Hinweis auf zwei Texte zum Thema transatlantische Kooperation gegeben. Unter dem Dach von "Brookings" haben sich Europäer und Amerikaner auf einen "Compact" geeinigt, der wohl eher dem liberalen Geschmack entspricht: Mitzulesen ist dazu das "republikanische" Gegenstück von der "Heritage Foundation": Bei der Gelegenheit fällt uns auf, dass man sich für die Begrifflichkeit der transatlantischen Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union zunächst auf ein gemeinsames "Brand" einigen sollte. Grösstes Problem ist natürlich: Wer ist der Erstgenannte? EU oder US? Unser entscheidendes Kriterium ist die sprachliche Eleganz:
{You see You - on the edge to a wonderfull weekend (hopefully)} U.S./EU-Kooperation: Facts 24. Februar 2004 Wer immer für irgendwelche Behauptungen zum transatlantischen Verhältnis Munition braucht, sollte es nicht versäumen, die rund 20 Seiten "fact sheets" auszudrucken und zu archivieren: Das "Bureau of European and Eurasian Affairs" des U.S.-Aussenministeriums ist richtig fleissig gewesen. Wir dagegen gar nicht, denn das war's. {Art. 7 des Rheinischen Grundgesetzes: "Wat wellste maache?"} Schutz im Einsatz: Magma 23. Februar 2005 Selbst wenn man nur ein Minimal-Interesse am Einsatz deutscher Soldaten am Hindukusch oder auf dem Balkan hat, ahnt man, dass die Wahrscheinlichkeit einer Bedrohung durch Heckenschützen (Sniper), sei es mit Kalschnikov, Mörser oder gebastelten Sprengsätzen, erheblich sein muss; falls nicht heute, kann morgen die Wahrscheinlichkeit zur Wirklichkeit werden. Standard aller taktisch-operativen Weisheiten ist, dass die Stabilisierungskräfte gegen eine Eskalation gerüstet sein müssen. Insider wissen zu berichten, dass der Öffentlichkeit einige tatsächliche Vorfälle gar nicht bekannt sind. Zum Problem gehört: Anmerkung 1:
Anmerkung 2: Lage: Sollte es das Schicksal wollen, dass in absehbarer Zeit Sniper-Angriffe zum Tod von Bundeswehrsoldaten führen, haben die Hinterbliebenen einen sehr makaberen Trost: Sie können den besagten ESB-Verantwortlichen genau "vermessen" und vor Gericht zerren. Die ebenso im Befehlsstrang Mitverantwortlichen (bis in die Spitzenposition) sollten sich allerdings lieber dieser Frage annehmen, bevor dem Schicksal die Nachsicht ausgeht. {Kennt man Ross und Reiter, wird's für letztere nicht so heiter} Libanon: F-Lob 22. Februar 2004 U.S.-Präsident George W. Bush kann den ersten praktischen Erfolg seiner Europa-Tour verbuchen: Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac hat mit ihm in Sachen Libanon eine "Gemeinsame Erklärung" unterschrieben, die die "volle und unverzügliche Ausführung aller Aspekte der U.N.-Sicherheitsresolution 1559" (vom 2. Sept. 2004) verlangt: Man kann vermuten, dass es Präsident Bush lieber gewesen wäre, wenn die Ziff. 2 der UNSC 1559 auch wortwörtlich erwähnt worden wäre, die den Rückzug aller "fremden Streitkräfte" aus dem Libanon in dem "Joint Statement" fordert; gemeint sind damit die 14.000 syrischen Soldaten, die den Machtschatten des syrischen Präsidenten Assad unterbelichten sollen. Aber immerhin: Massiv unterstützt werden freie und faire Wahlen im Libanon, unter internationaler Beobachtung, um für den Libanon "Freiheit, Souveränität und Sicherheit" zu erreichen. Bei anhaltendem internationalen Druck stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Libanon einen weiteren Schritt in Sachen Freiheit für die arabische Welt bedeutet. Mit der Libanon-Erklärung hat die französische Diplomatie erneut bewiesen, dass sie ausserordentlich schnell und flexibel reagieren kann. Die deutsche Diplomatie, die in 2005 eigentlich täglich ihre U.N.-Sicherheitsrats-Tauglichkeit unter Beweis stellen müsste, ist natürlich ausreichend mit dem Studium der Akten der Visa-Affäre beschäftigt. Immerhin hat Staatsminister Bury an der Beisetzung des ermordeten ehemaligen Premierministers des Libanon, Rafik Hariri, teilgenommen und lt. Pressemitteilung von www.auswaertiges-amt.de vom 16. 2. 2005 der Hoffnung Ausdruck verliehen, "dass die politischen Kräfte im Libanon die anstehenden Fragen im politischen Dialog lösen werden". Es schwant uns, dass den UNSC-Ideologen der bundesrepublikanischen Aussen- und Sicherheitspolitik eine verhängnisvolle Diskussion droht:
{Sie hiess nicht Laura, sondern (denken wir) Lucy} Atom-Krieg: Pille danach 18. Februar 2005 Wir haben schon immer gewusst, dass wir den letzten Baustein für die Umwandlung diverser Verschwörungstheorien in Beweise aufdecken werden; natürlich nur indirekt. Denn das Verdienst gehört Jennifer Harper von der "Washington Times". Mit ihrem Artikel Am Ende des Jahres wird die in Minneapolis ansässige Firma "Humanetics" ihre "simple Vitaminpille" fertig-entwickelt haben, die "Teil des amerikanischen Militärarsenals" werden wird. Im Fach-Jargon als "radioprotective drug" beschrieben, ist die "mystery pill" ein "praktisches, billiges Gegengift für Millionen (Menschen, d. Verf.) im Falle eines nuklearen Angriffs". Ausserdem scheint die Pille mit Namen "Nuke Protect" auch noch diätische Qualitäten zu haben; der Online-Verkäufer firmiert unter dem passenden Namen "Smart Bomb". Für die Clausewitze in Europa dürfte der Fall so klar sein wie im "Tatort": Das ist die Atomkriegs-Viagra der Bushies, nicht für den Fall eines Angriffs auf Amerika, sondern als Pille "danach" für Rumsfels olive Eichmanns (frei nach Ward Churchill), nach dem Angriff auf Iran und Nord-Korea. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Alexander Kluge auf dtcp diese Geschichte in sein Repertoire aufnimmt und mit Peter Breitling (verkleidet als Mark H. Whitnall, Direktor des "Strahlen-Opfer-Management Teams" am "Radiobiologischen Forschungsinstitut der U.S.-Streitkräfte" in Bethesda) darüber sinniert. Wir sind sogar so kühn, dem Bundeskanzler diesen Vorgang als Frage in die Besprechungsmappe für die Begegnung mit U.S.-Präsident Bush in Mainz ganz nach oben zu legen, denn die Kommunikations-Strategen empfehlen nicht umsonst, bei Interviews mit Journalisten nach der "Eingangsfrage" zu forschen. Hintergrund: Ist die erste Journalisten-Frage unbekannt, kann die Journaille mit einem ausgefuchsten Start das arme Opfer für den Rest der Befragung derart aus dem Tritt bringen, dass das ersehnte Ziel erreicht wird: Informations-Dominanz . Seien Sie doch bitte einmal gnädig mit uns: Mit solchen Tipps kann man sich doch ins Wochende verdrücken - oder? {Please, be so kind: ... ein schönes Wochenende (mit der Pille)} Bedrohungen: lesen 17. Februar 2005 Gern hätten wir gewusst, wieviele Staatsbürger unserer geliebten Republik eigentlich noch Berichte der U.S.-Geheimdienste lesen. Natürlich sind die offenen Informationen relativ dünn; das ist aber noch besser als gar nichts wie hierzulande: Ab besten gefallen hat uns wieder die "Defense Intelligence Agency" (DIA); das Statement von Vizeadmiral Jacoby ist am informativsten. Aus seiner Aussage, dass Teheran, falls nicht durch den nuklearen Nicht-Weiterverbreitungs-Vertrag (NPT) eingehegt, möglicherweise die Fähigkeit haben wird, "Nuklearwaffen anfangs der nächsten Dekade zu produzieren" (S. 10), dürfen die Stammtisch-Clausewitze auch folgern, dass ein U.S.-Bombardement nicht gerade übermorgen zu erwarten ist. Auch der süd-koreanische Geheimdienst hat die nukleare Bedrohung durch Nord-Korea tiefergehängt. Auf www.defense-aerospace.com des verehrten Herrn Briganti findet man die Meldung des Korean Information Service vom 17.2.05 mit der Aussage, dass
Wer also brav hin und wieder Sachberichte liest, wird nicht für den nächsten Tag den jüngsten U.S.-Militärschlag erwarten. {Darf man sich denn durch Details das gesunde Vorurteil vermiesen lassen?} Syrien: völkische Beobachter 16. Februar 2005 Man bekommt das Bedürftnis, um den Frieden zu weinen, die Bush-Banditen in die Hölle zu verdammen und sich eine Fahrkarte für die Anti-Bush-Demo nach Mainz zu bestellen: weil man die ZEIT online gelesen hat, Werner Bloch, "Die Freiheit lernen" (ZEIT 7/2005): Von seiner Syrien-Reise hat er Erkenntnisse mitgebracht, die wohl zeitlos sein sollten:
Wir hoffen nur inständig, dass die zierliche Vorzeigefrau, der Reformer-Feuerkopf und der künstler-verstehende Hamlet nicht im amerikanischen Bomben-Hagel zu Schaden kommen. Und wenn der Leni-Riefenstahl-Preis für völkische Beobachter wieder vergeben wird, muss ihn unbedingt Werner Bloch bekommen, übergeben von Michael Naumann, dem kunstsachverständigen Oberhaupt der altehrwürdigen ZEIT. {Ergibt sich die Freiheit oder übergibt sie sich lieber?} MEADS: saturieren 15. Februar 2005 Vielleicht ist das nicht das letzte MEADS-Papier, dass man zu lesen hat (sorry): Thomas Bauer vom "Centrum für angewandte Politikforschung" Martin Agüera, selbständiger Journalist, haben 9 Seiten unter den Titel Natürlich richtet sich die Kritik vor allem gegen die Abhandlungen von Bernd W. Kubbig, HSFK und Sascha Lange, SWP:
Wenn wir geschäftstüchtig wären, hätten wir längst die Idee eines MEADS-Kritikers aufgegriffen, ein (GeoPowers-)Symposium in Berlin zu veranstalten, bei dem sich Befürworter und Kritiker unter fachkundiger Moderation (unserer natürlich) beharken dürfen. Dass auch Klaus Riedel, MEADS-Chef bei der EADS/LFK auf dem Podium sässe, wäre ausgemacht ;-) und ein pfiffiger Fuzzi von der Luftwaffe. Wir würden vor allem dafür sorgen, dass das Stichwort "Saturation" in den Vordergrund gerückt werden würde, denn: {Sun Tsu sagt: "Der Feind muss vor allem saturiert werden"} Kanzler Schröder: Signale 14. Februar 2005 Auch dieses Jahr haben wir uns von der 41. Münchner Sicherheitskonferenz nicht in den Monitor-Keller, der für die Presse-Hühner bereitgehalten wird, von Herrn Teltschik einsperren, sondern entspannt über PHOENIX die Asche aufs Haupt regnen lassen. Ausserdem kann man die Sonntags- und Profilierungs-Reden heute teilweise, später vielleicht in Gänze, bei Dem allgemeinen Trend und der Nabelschau folgendend, mögen wir uns auf den Text der Kanzler-Rede beschränken, die Minister Struck für den - so vermeldet - Kranken verlas. Lt. "Süddeutsche Zeitung" (13.2.05) hat der die ganze NATO verärgert. Niedlich war, dass des Kanzlers Liebling, Aussenminister Fischer, aus der Dummheit der Presse-Berichterstattung die Volte schlagen wollte, dass es doch Gerhard Schröder in Wirklichkeit um die Reform der NATO ginge. U.E. ist die Abarbeitung des Vorgangs etwas komplizierter:
Man muss neidlos anerkennen, dass der deutsche Kanzler sich kontinuierlich in eine Position mannöveriert, die ihm in der virtuell vermuteten Geschichtsschreibung bismarksches Format verleiht. Wenn ihm die vermaledeite Bush-Administration die Krönung des deutschen Sitzes im U.N.-Sicherheitsrat verballert, wird die Welt leider nicht am deutschen Wesen genesen können. Und das deutsche Medien-Echo wird ihn so beklatschen, wie es sich nationalistisch so gehört. {Völker - hört (doch bitte diesmal bitte) die (richtigen) Signale} Nord-Korea: Songun 11. Februar 2005 Auch die nord-koreanische Regierung behauptet wieder, dass die U.S.-Regierung nach der "Logik von Gangstern" operiert und ein "Meister im Schmieden von Komplotten und der Täuschung" ist; sie stellt sich gegen den "Trend eines neuen Zeitalters und den Wunsch der Menschheit für Frieden, Ko-Existenz und Wohlfahrt abseits aller Differenzen in ideologischen, System-Fragen und religiösen Überzeugungen". Deshalb wird Pyongyang die "Six-Party Talks" aufgeben und seine "Nukes" als "kraftvolle Stärke" zum Schutz seiner "Gerechtigkeit und Wahrheit" entwickeln. Die singulär auf die Amis gezielte Kriegs-Erklärung muss man in Gänze lesen: Eine analytische Ahnung lässt uns annehmen, dass
Die wirklichen Füchse werden sich aber auf die Frage stürzen, was denn eigentlich die Regeln der "Songun Politics" bedeuten, denn sie zieren deklaratorisch das Banner von Kim Jong II. Nach der o.a. Presse-Erklärung des nord-koreanischen Aussenministeriums hört sich das vorab nicht übel an: "respond to good faith and the use of force in kind." {In "gutem Glauben" erschlagen wir doch gern 'mal jemanden} P.S. Belehren Sie uns doch bitte über SONGUN FCT: Lobegemeinschaft (+ Nachtrag) 10. Februar 2005 Als deutscher und europäischer Patriot schaut man natürlich, was die europäische Rüstungsindustrie den Amis zu bieten hat. Die holen sich mit ihrem "Foreign Comparative Testing" (FTC)-Programm jedes Jahr die Rüstungsgüter aus aller Welt, die ihre eigene Industrie nicht bieten kann. Für das U.S.-Haushaltsjahr 2005 haben sich die U.S.-Militärs 18 Projekte auf ihre Wunschliste gesetzt: Natürlich sind einige "kleine Fische" dabei, vielleicht welche für Aktien-Analysten. U.E. ragt aus der Liste aber die EADS mit dem "Miniature Synthetic Aperture Radar" (MiniSAR) heraus; es soll "near-photographic quality in day and night conditions" liefern und in der US-Army Drohne "Shadow 200" getestet werden. Nun werden Sie bitte nicht gleich ungnädig mit uns, weil Sie denken, wir würden unseren Werbe-Sponsor EADS nun ganz unverschämt loben; das fänden wir doch etwas verschwörungstheoretisch.
Es ist ja richtig, dass es das sozialistische Prinzip der "Lobe-Gemeinschaft" gibt: {Lobst Du mich - lob' ich Dich} Nachtrag 11. 2. 2005: Ein lieber User hat uns darauf hingewiesen, dass die Kameraden von "Soldat und Technik" in ihrer Ausgabe 12/2004 (suchen über www.sipotec.net ) über "MiSAR" berichtet haben; es ist 395 Gramm (!) schwer und von der Bundeswehr mit LUNA bereits erprobt worden; soll serienreif sein. Condoleezza Rice: eingelullt 9. Februar 2005 Während ihres gesamten Ost-Rundfluges hat U.S.-Aussenministerin Condoleezza Rice nirgendwo ihre Karten für die Öffentlichkeit aufgedeckt. Nur bei ihrer Rede am Pariser "Institut D'Etudes Politiques - Sciences Politiques" hätte man erwarten können, dass Bush's Sphinx etwas mehr Spekulations-Fenster eröffnet. Man muss diese Rede (und die Diskussion) aber nicht nachlesen, denn "Condi" hat die Franzosen mit Freiheits-Lyrik über 13 Seiten derart zugetextet, dass man nur noch hinsinken konnte: Bei allem Dusel darf man nicht übersehen, dass auf Seite 6 sehr kurz und unvermittelt die einzige ganz konkrete und operative Forderung auftaucht:
Es wird wohl nur ein vorübergehendes Phänomen sein, dass die transatlantischen Beziehungen von beiden Seiten geradezu eingelullt werden. Auf der Tagesordnung steht, ausserdem:
Wenn man ganz ruhig über die Angelegenheiten nachdenkt, entspannt man sich automatisch: Man muss alle "Aufgeregtheiten" auf der Zeitschiene passend verteilen, damit man nicht immer gleich einen Herzinfarkt bekommt. {Die Zeit mildert den Tod zwar nicht, erklärt ihn aber tröstlich} BILD: dirty 8. Februar 2005 Stellen Sie sich vor, es ist nicht Rosenmontag, und Sie sind Chefredakteur der BILD-Zeitung und haben die Chance, von Condoleezza Rice ein Interview zu bekommen - eine Mords-Chance! Man würde sich richtig vorbereiten, den ganzen Apparat des Axel-Springer-Imperiums einschalten, um Fragen zu formulieren, bei denen die Leser wenigstens ahnen würden, dass man die eloquente Condi etwas ins Schwitzen bringen will. Man ist seinem gegeelten Selbstbild ja auch schuldig, gegenüber den vermeintlichen (und tatsächlichen) "Intellektuellen" von ZEIT und SPIEGEL etc. zu zeigen, was eine Harke ist. Vergessen Sie diese Vorrede und lesen Sie bitte nicht das Interview Kai Diekmann und Jörg Quoos von BILD mit der U.S.-Aussenministerin: Man kann aber auch ahnen, dass die "Public Diplomacy"-Manager der U.S.-Botschaft und des U.S.-Aussenministeriums ihre Arbeit ganz "dirty" verrichtet haben:
Wir geben zu, dass unser Rosenmontags-Text auch harmlos ist: Er schadet nur uns selbst, weil unsere verehrten User gleich erkennen, dass wir uns wieder mit einer ganz dünnen Geschichte durch die Nacht geschlagen haben. {Sorry - we just warm't up (nach Larry King)} MEADS: mietz - mietz (+ Nachtrag 11.2.) 7. Februar 2005 In Sachen des heiss debattierten Rüstungsprojektes MEADS( Medium Extended Air Defense System) hat noch eine Argumentations-Rakete abgehoben:
Schön ist, dass bei diesem Argumentations-Feuerwerk mehr und mehr reine Sachdaten auftauchen; bald reicht es für ein Fact-Sheet, welches selbst unumstritten ist. Zur allgemeinen Entspannung und Geschmeidigkeit könnte vielleicht beitragen, dass
Sorry, wenn wir so "durch den Garten" plappern; die Schlange "Komplexität" beisst rundum. Wer immer die Patent-Lösung verbirgt, sollte aus der Deckung kommen. {Katzen sind genauso: mietz - mietz} Nachtrag 11. 2. 05: Wir haben aus dem Grams-Entwurf zitiert, dabei die "beschlagnahmten" Schiffe erwähnt (s.o.). Das ist falsch: Die Schiffe sind von amerikanischer Seite so "aufgeklärt" worden. Die Grams-Studie ist nun in der Endfassung zugänglich: Kanzler-Stipendium: vorausschauend 4. Februar 2004 Wir haben bei der Friedrich-Ebert-Stiftung ( www.fes.de ) und www.bundeskanzler.de nach dem "Bundeskanzler-Gerhard-Schröder-Stipendium" für "vorausschauende Friedenspolitik" gesucht - und nichts gefunden. Dabei haben uns Freunde auf eine Chance hingewiesen, die der aufstrebende studierende Nachwuchs für die Friedensmacht Deutschland doch wissen sollte: "Richtlinien zur Vergabe des "Bundeskanzler-Gerhard-Schröder-Stipendiums §1 Anlass: Anlässlich des 60. Geburtstages von Bundeskanzler Gerhard Schröder im Jahre 2004 wurde im Rahmen der Tätigkeit der Friedrich-Ebert-Stiftung ein Sonderfonds für das "Bundeskanzler-Gerhard-Schröder-Stipendium" gegründet zur Förderung besonders begabter Nachwuchswissenschafter/innen (Graduierte), die sich mit vorausschauender Friedenspolitik befassen. §2 Zweckbestimmung: Das Stipendium wird in dem Bewusstsein vergeben, dass das vereinigte Deutschland eine gewachsene Verantwortung für den Frieden trägt und bereit ist, diese Verantwortung aktiv zu übernehmen. Vorausschauende Friedenspolitik setzt die besten Traditionen sozialdemokratischer Außenpolitik fort, die Willy Brandt in seiner Ostpolitik wie Nord-Südpolitik der Bundesrepublik Deutschland begründete. Vorausschauende Friedenspolitik wird dabei als beste Sicherheitspolitik verstanden, da sie präventiv agiert und nicht-militärischen Maßnahmen eine immer gewichtigere Rolle zuweist. Aus diesem Grund werden besonders begabte Nachwuchswissenschaftler/innen (Graduierte) gefördert, die sich im Rahmen eines Aufbaustudienganges oder einer Promotion mit folgenden Themen auseinander setzen: * Friedens- und Konfliktforschung §3 Leistungen: Der/die Stipendiat/in erhält ein zweijähriges Unterhaltstipendium zu Aufnahme bzw. Durchführung eines Aufbaustudiums oder einer Promotion. Die Stipendienhöhe orientiert sich an den gültigen Stipendiensätzen des BMBF (derzeit: 920 Euro monatlich für Graduierte in Aufbaustudiengängen, 1.020 Euro monatlich für Doktorand/innen). Weitere Leistungen (Reisekosten, Auslandszuschläge) können ggf. auf Antrag gewährt werden und orientieren sich ebenfalls an den Fördersätzen des BMBF. §4 Vergabeverfahren: Über die Vergabe der Stipendien entscheidet ein Vergabeausschuss. Die Stipendienvergabe erfolgt ausschließlich auf Vorschlag; eine Selbstbewerbung ist nicht möglich. Vorschlagsberechtigt sind ausgewiesene Wissenschaftler und Persönlichkeiten des öffentlichen §5 Vergabeausschuss: Die Empfänger der Stipendien bestimmt ein Vergabeausschuss, dem angehören: zwei Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung, ein Mitglied des Auswahlausschusses der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie drei Wissenschaftler/innen. Der Vergabeausschuss trifft seine Entscheidungen im Umlaufverfahren. §6 Antragsmodalitäten: Die Vorschläge können formlos eingereicht werden. Dem Vorschlag sollten für den/die Stipendienbewerber/in folgende Unterlagen beigefügt werden: Wegen der Antragsfrist "28. Febr. 2005" ist also Eile geboten. Keine Sorge sollten sich Kandidaten wegen ihrer möglichen Chancen ab 2006 machen. In den nächsten 30 Jahren werden genug "vorausschauende Friedenspolitiker" gesucht. Nach diesem Studium kann doch nur noch der Friedens-Nobel-Preis winken. Oder die Kanzlerschaft, mindestens aber eine Professur. Erkennbar ist ja wohl, dass man jegliche, auch nur hauchdünne Nähe zu einem Hauch von Militärischem peinlichst vermeiden sollte. Klagen nach dem gerade in Kraft getretenem "Anti-Diskriminierungs-Gesetz" räumen wir wenig Chancen ein. {Vorausschau ist eben friedlich} D/U.S.A.-Preview: close 2. Februar 2004 Wenn man als Bonner Bürger eine Einladung der SPD-MdB Ulrike Merten bekommt, dem stellv. Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses, SPD-MdB Hans-Ulrich Klose, zum Thema Es muss auch einmal erlaubt sein, einen Politiker richtig zu loben:
MdB Klose befürwortet insgesamt eine "komplementäre" Strategie zu den U.S.A., nicht die "Counter-Balancing"-Version (der franz. Regierung). Gern hätten wir gefragt, wie der Kanzler einzugruppieren sei. Man merkt aber erst hinterher, dass man in einer fremden Welt war: Bonn, Petersberg und Klose ist eigentlich Vergangenheit. {Vergangenheit soll irgendwas/wie/wo einholen? MEADS: schwerer Schaden 2. Februar 2005 Nach dem Bernd W. Kubbig von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) und Sascha Lange , Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), relativ heftig auf MEADS geschossen haben, erscheint die schillernde Abwehr auf dem Gefechtsfeld: Joachim Krause, Professor am Institut für Sicherheitspolitik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Zu erwarten ist, dass die "Kieler Analyse(n) zur Sicherheitspolitik Nr. 13" mit dem Titel Die Kubbig/Lange-Kritik wird von Joachim Krause vorab mit groben Injurien verabreicht:
Das Ergebnis des Kieler Institutsleiters: MEADS "war folgerichtig und vernünftig und wird dies weiterhin bleiben":
Man mag doch gar nichts mehr gegen MEADS einwenden, wenn derart "schwerer Schaden" der geliebten Republik - durch wissenschaftliche Erkenntnis zutage gefördert - droht. Wir sehnen uns aber heimlich nach dem Grundschul-Pauker, der allen "Schöölern" erst einmal erklärt, was "'ne Kriegsmaschin is" - und was sie kostet. Und wer die Fakten im Top-down- und Bottom-up-Geflecht un- oder gar wissentlich vermantscht, sie noch dazu mit wolkigen Allerwelts-Parolen garniert, bleibt sitzen. {Wir outen uns: haben schweren Schaden} Blog-Top und Kuba: sexy 1. Februar 2005 Wenn es derzeit so erscheint, dass es uns ein wenig an rechtem Stoff mangelt, dann könnte das so falsch nicht sein. Darunter darf aber unsere heutige Empfehlung nicht leiden:
Nach unseren ersten Eindrücken muss man dort wohl öfter vorbeisurfen. Gern hätten wir heute auf der Website unseres geliebten Europa etwas zu der SPIEGEL-Online-Meldung gefunden, dass man mit dem fidelen Castro wieder auf Schmusekurs ist. Was man auf {Nur Guantanamo ist media-sexy} Transformation: Lyrik 31. Januar 2005 Wer für das Marketing in Sachen Verteidigungspolitik neue Schlagwörter sucht, sollte schon die 20 Seiten überfliegen, die das "Office for Transformation" des U.S.-Verteidigungsministeriums zum besten gibt: "Innovation = Creativity x Implementation" oder eine wohlklingende Übersetzung von "Preventative versus Punitive Defense" müsste doch zu gebrauchen sein. Das Transformations-Pamphlet der U.S.-Luftwaffe fordert schon Nerven für 170 Seiten (mehr als 6 MB): Am letzten Tag des Monats, einem Montag und dazu wenige Tage vor Weiberfastnacht, wird man im Rheinland automatisch lesefaul - sorry. {Militärlyrik ist nicht jedermanns Sache} Churchill-Ethik: schubsen 28. Januar 2005 Wer sich lange nicht mit ethnischen Fragen der Aussen/Sicherheitspolitik herumgeschlagen hat, sollte angesichts dessen, was Ward Churchill, Professor für Ethnische Studien an der Universität von Colorado, meint, erneut einen Versuch wagen: In seinem Heimatland hat die Debatte schon angefangen; es wird nicht lange dauern, bis in den dementsprechenden deutsch-sprachigen Medienwellen aus dem nativen Keetoowah Band Cherokee ein Ethik-Held wird. Nicht nur Osama bin Laden, sondern Milliarden Menschen, werden selbstgefällig die Thesen des Cherokee abnicken:
Die wirkliche intellektuelle (und moralische) Herausforderung dürfte aber im Nachdenken über Churchills Schubs-Prinzip liegen: "On the Justice of Roosting Chickens" ("roost": (Hühner)Stange, auf ihr sitzen und schlafen; come home to roost: sich rächen). Der Genozid-Experte Churchill meint, die Amerikaner müssten (sein) "rule of nature" lernen, dass nach Lawrence Fishburn, Schauspieler in dem Film "The Cotton Club" lautet (S. 9):
Karl Marx würde sich freuen; er wusste schon lange vor Ward Churchill, dass die "mächtige Maschine des Profits" die schlafenden Hühner von der Stange grillt. "Arme" Menschen wie Hitler, Stalin, Pol Pot, Mao Tse-Tung, Hutus oder Tutsi (Tutsi > Hutu 1971/72: 150.000; Hutu > Tutsi 1994: 850.000, siehe "Globale Trends 1996" Frankfurt/M. 1995, S. 377, "Die brutalsten Fälle von Genozid und politischem Massenmord im 20. Jahrhundert") haben nur als Sklaven der profit-süchtigen U.S.-Amerikaner solche Blutschande vollbracht. Schöner Freispruch. {Lasst uns doch endlich mal wieder ein bisschen schubsen} Kanzler Schröder: Karneval 25. Januar 2005 Diese Woche muss man erst einmal die SPIEGEL-Titelgeschichte "USA gegen Iran - Der nächste Krieg" (Nr. 4, 24.1.05) lesen. Über weite Strecken zeichnet das Autoren-Team alle Aspekte des Themas gut auf. Auf S. 112 sind dann alle auf eine nicht-militärische Entwicklung gerichteten Indizien kunstvoll aufgeschichtet, um dann mit SPIEGEL-Intelligenz wieder strategisch zum Einsturz gebracht zu werden: So schlau ist der SPIEGEL: Er weiss, was Bush zu denken scheint! Journalismus der Extra-Klasse! So etwas kann nur noch vom Kanzler getoppt werden. Seine lichtvollen Äusserungen vor der SPD-Bundestagsfraktion
Gerhard Schröder hat von Jaques Chirac prächtig gelernt, wie man diesen verdammten Amis unter dem Tisch richtig gegen das Schienbein hämmert. Wenn in nächster Zeit ein Echo kommt, sollte man nicht so verwundert dreinglotzen. Aber ernsthafte Sicherheitspolitik soll das ja alles nicht sein. Die Koepf-Zeile lautet ja: {Gerhard ist eine richtige Stimmungs-Kanone - Allaf, Hellau, Tätterätä} Theorie: Reziprokatoren 24. Januar 2004 Wenn irgend etwas über dem interdisziplinären Zaun hängt, darf man es nicht gleich für tot erklären. Was Evolutions-Psychologe Robert Kurzban, Universität von Pennsylvania, Philadelphia, herausgefunden hat, ist vielleicht für die Theorie der Aussenpolitik von Belang: Wenn Menschen in gruppendynamischen Prozessen in
unterteilt werden, fragt man sich, ob diese Klassifikation idealtypisch auch für Regierungs-Verhalten in der Aussenpolitik angewandt werden könnte? Wenn man selbst zu entscheiden hätte, wäre man doch recht blöd, "aktiv und selbstlos" zu sein. Kuschelig scheint eine Mischung von Tee-trinkendem Abwarten und faulem Trittbrettfahren zu sein. Ob intuitiv oder deduktiv - die bundesdeutsche Sicherheitspolitik scheint sich genau richtig aufgestellt zu haben. Sorry, wenn eine Woche zu Jahresbeginn erkenntnis-theoretisch dermassen sinnstiftend beginnt, dann muss man dies nur noch auf die Peanuts-Ebene herunter-deklinieren - sorry nochmals. {Terminatoren, Reziprokatoren - Bundesligatoren} MEADS: Synonym 21. Januar 2005 Unumstritten ist das Rüstungsprojekt MEADS (Medium Extended Air Defense System) beileibe nicht. Trotz der Vielzahl der Argumente hat sich die Führungsspitze des BMVg augenscheinlich vergangenen Freitag (14.1) "positiv" entschieden. Wenn man sich ganz mächtig ins Zeug legt, könnte man schon eine fein gedrechselte Hilfskonstruktion finden, mit der man ins Ziel hechelt. Bei aller Liebe zur "Silver-Bullet-Strategie" hört die Freundschaft allerdings irgendwann auf, wenn man die Fakten auf sich wirken lässt, die wir aus den entsprechenden Regierungs-Unterlagen über MEADS gelernt haben:
Bei aller Liebe zum Detail zeigt die MEADS-Planung des Establishments des BMVg, dass man inzwischen durchaus geneigt ist,
Vielleicht wird MEADS irgendwann nachträglich als das Synonym für die Rüstungsplanung gelten. Wegen der mangelnden Finanzen
Wir freuen uns, dass niemand den Schmarr'n glauben mag, der oben getippt erscheint. Man trifft sich hoffentlich - 2019. {Fragen Sie .... oder ....} Nachtrag 31. Januar 2004: Verspätet, aber umso nachträglicher möchten wir auf Sascha Langes 4-Seiten zum Thema MEADS verweisen - abladen und lesen: {Noch Fragen?} Millennium Goals: kompatibel? 20. Januar 2005 Fünf Jahre sind vergangen, seit die Vereinten Nationen ihre "Millennium Development Goals" für das Jahr 2015 beschlossen haben. Am 17. Januar 2005 ist der 350-Seiten-starke Bericht Fraglich ist, wer von den Lehnstuhl-Intellektuellen, TV-Maulhelden und Alexander Kluge-Enthusiasten sich des Werkes adäquat annimmt; für eine sachgerechte Debatte über Sicherheits- und Friedenspolitik müsste die nachgewiesene Kenntnis dieser Arbeit eigentlich Voraussetzung zur Zulassung für Diskussionen sein. Wir haben uns darauf beschränkt, das Kap. 3 ("Why the world is falling short of the goals") durchzuackern und empfehlen den Überfliegern, wenigstens die Seite 51 (Box 3.5) auszudrucken und zu lesen. Damit könnte man bei Maischberger & Co schon mordsmässig punkten. Wünschenswert wäre natürlich, eine Kurz-Analyse von Experten zu bekommen, die konkret herunterbrechen, ob und wie sich die Studien-Empfehlungen konkret verhalten
Wer wollte in Frage stellen wollen, dass die Deutschen das perfekt machen? Wir können uns genau ausmalen, welches verbale und non-verbale Video sich ergäbe, wenn man der erlauchten Ministerin Heidemarie WZ diese Frage stellen würde. Besser wäre allerdings, man lässt Bündnis 90/ Die GRÜNEN fragen, ob die Bundesregierung bereit ist, einen diesbezüglichen ausführlichen "Kompatibilitäts"-Bericht abzugeben. So schnell ist eine "Kleine Anfrage" an die Bundesregierung im Bundestag fertig - die Antwort allerdings auch. Richtig ätzend ist aber die Grundsatzfrage, wie weit eigentlich die Wahnvorstellung verbreitet ist, dass die "entwickelte" Menschheit die selbst generierte Allmacht erlangen könnte, Fieden, Sicherheit und Wohlergehen weltweit umsetzen zu können? Die Gut-Menschen reden öfters so; wer liberal ist, verpasst denen nicht die Jacke mit den nach hinten zu bindenden Ärmeln. {Bestimmte Analysen muss man sich einfach für die Ewigkeit vornehmen} SWP-Kritik: beisst 19. Januar 2005 Es ist schon schade, dass ein ganz ordinärer Staatsbürger, der sich dummerweise ganz grundsätzlich und akribisch mit der Bundeswehr und ihrer Zukunft beschäftigen will, nicht die Gelegenheit hat, eine Studie zum Thema in Gänze zu lesen, die er mit seinen Steuer-Cents auch noch mitfinanziert hat. Die Rede ist von Sascha Lange's Werk "Neue Bundeswehr auf altem Sockel" (29 S.), welches er im überwiegend staatlich alimentierten Denk-Panzer "Stiftung Wissenschaft und Politik" verfasst hat und, wenn man etwas übertreiben würde, an des Verteidigungsministers und General-Inspekteurs Haarpracht nicht viel übrig lässt. Wie weichgespült das Ergebnis der Studie in der zugängigen Zusammenfassung ist, kann jederman nachlesen: Man wird nicht vermuten, dass sich hinter dem Kernsatz der zugängigen Fassung
eine eher ins Fundamentalkritische neigende Arbeit verbirgt, die wohlbegründet ist. Abgeleitet vom "Bundeswehrplan 2005" und der damit verbundenden Finanz- und Rüstungsplanung sowie dem Korsett der Streitkräfte-Kategorien kommt der Autor zu der u.E. zentralen Forderung (S. 6):
Unter der Überschrift "Ziele erreicht?" formuliert Sascha Lange recht süffisant (S. 14):
Die in der SWP-Studie zu findenden konkreten Vorschläge werden einigen Zeitgenossen gar nicht schmecken (S. 22):
Wir werden den Eindruck nicht los, dass die Lange-Schrift ein Leuchtfeuer auf dem Wege zur Selbstfindung der deutschen Defense-Community ist:
Es wäre zu grausam, wenn sich mehr Menschen mit diesem Thema beschäftigen würden. {Gut, dass jeder weiss, wen das Rumpelstilzchen beisst} Bush-Preview: asymetrisch? 18. Januar 2005 Norman Podhoretz, Mit-Herausgeber des U.S.-Magazins "Commentary", Organ des "American Jewish Committee", ist bekennender Bush-Anhänger. Für die Februar-Ausgabe des Magazins hat er "The War Against World War IV" (31 S.) geschrieben: Gerade wenn man solche Leute gar nicht mag, sollte man Podhoretz' Kriegs-Erklärung lesen:
Angesichts der Iran-, mehr aber der Nord-Korea-Lage, muss man sich allerdings fragen, ob die "Falken" in Sachen Welt-Ordnungspolitik ihr intellektuelles Pulver schon verschossen haben. Würde man einen Kongress veranstalten, der allen Experten zum Thema "Kriegführung ganz dicht unterhalb der Ebene des allgemeinen "Gemetzels" ein Forum böte, sind Optionen denkbar. Wem immer Beispiele subtilster Kleinkriegführung zwischen verfeindeten Grundstücksnachbarn zu Ohren gekommen sind, wird sich einiges ausmalen können. Vielleicht ist das ja die nächste Stufe westlicher Militärstrategie: Asymetrische Operationen, die einen übermächtigen Tyrannen entnerven. Vielleicht schreibt der Führungsstab des BMVg einen Konzeptions-Entwurf? - fällt alles unter das Thema "Transformation"!? {Sun Tsu sagt: "Verstand ist dicker als Blut"} NIC 2020: Quatsch 17. Januar 2005
http://www.cia.gov/nic/NIC_2020_project.html Mit anderen Worten: Die Zunft der Weltverschwörer, "1984"er, Herzl's und Bushies hat mega-dreist ihre Folter-Strategie für die globalisierte Versklavung von 6 Milliarden Menschen veröffentlicht. {Am Rheinufer grillend relativiert sich das: "Watt soll dä Quatsch?"} MEADS: geschieht 14. Januar 2005 Heute trifft sich im Bundesverteidigungsministerium in Berlin die politische und militärische Führungs-Elite, um in Sachen MEADS (Medium Extended Air Defense System) eine Entscheidung zu treffen. Sorry, wenn wir nicht die ganze Genesis wiederholen; notfalls hilft unsere Suchmaschine). Sorry auch, wenn wir wieder dickbramsig erklären, worum es geht:
Wer mit dem schmalen Kontingent von 12 MEADS-Batterien die diversen Luft-Bedrohungen bekämpfen will, hat die Rechnung nicht ohne die Militär-Experten gemacht, die sich unterhalb der 30 km-Reichweite von MEADS (gegen Bedrohungen mit 1.000 km Reichweite) im hoch-intensiven Abwehrkampf gegen den Tod aus der Luft einsatz-realistisch wehren wollen. Hilfreich wäre die umfassende Darstellung des Expeditions-Szenars bezüglich der Luft-Bedrohung:
Eigentlich dürfte man schon verkünden, dass das "Kontinuum" der Flugabwehr-Fähigkeiten der Bundeswehr nicht aufrechterhalten werden kann. Wahrscheinlich wird MEADS als ein Signal für den "level of ambition" gesetzt: nicht von der Politik, aber von der Luftwaffe; das Heer wird grollen. Den in der militärischen Hierachie verantworlichen General-Inspekteur kann dieses ganze Theater deshalb relativ unberührt lassen, weil seine nächste Verwendung augenscheinlich schon feststeht. Was schert es eine europäische Eiche, wenn sich eine deutsche MEADS-Sau an ihr reiben will? {Man weiss, was man sagt, bevor geschieht, was man will} EU/U.S.-Vergleich: Grössen 13. januar 2005 Es war uns schon immer ein Dorn im Auge, dass die Verteidigungsanstrengungen der Europäer immer in so ein schlechtes Licht gestellt werden. Heute glauben wir, diese bösartige Verschwörungstheorie aufdecken zu können. Weil die Amis die NATO beherrschen, drücken sie ihr natürlich auch ihre statistischen Lügen auf, hier: Die Berechnung der Verteidigungsausgaben in US$. Ausweislich der auf www.nato.int zu findendenden Statistik wird der Weltöffentlichkeit eingeredet, dass die U.S.A in 2003 rund doppelt soviel wie die NATO-Europäer für die Verteidigung berappen (400 zu 200 USD). Bei Zurhandnahme der "Tabelle 1: Defence Expenditures of NATO countries" wird jeder etwas höher begabte Schulbub diese Mär schnell entlarven können:
Hat der Karneval schon begonnen? Haben wir uns "systemic" verrechnet? Es kann doch nicht sein, dass die Veränderung des Wechselkurses nicht automatisch auch eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben der Europäer bewirkt?! {Lehre: Bleib immer bei den gleichen Mess-Grössen} U.S.-Kooperation: clever? 12. Januar 2005 Zunächst haben wir die folgende Internet-Adresse gesucht: Sie enthällt eine interessante Auflistung über die "Advanced Concept Technology Demonstration" (ACTD)-Projekte, die Michael Wynne, amtierender "Under Secretary of Defense for Acquisition, Technology and Logistics" des U.S.-Verteidigungsministeriums, für das Fiskal-Jahr 2005 ausgewählt hat. Beachtlich ist, dass von den 15 Projekten
Wer richtig fleissig ist, wird sich bei der Bundeswehr und bei den anderen europäischen Streitkräften sachkundig machen, ob und welche vergleichbaren Konzept- und Fähigkeits-Forderungen dort reklammiert werden und welche Finanz-Mittel dafür übrig sind. Gleichzeitig kann man feststellen, dass die Wynne-Abteilung ihre Website Sorry, wenn das für uns kein Thema ist: Der Recherche-Aufwand ist erkennbar zu gross. {Komplexität kann doch nicht jedermanns Sache sein} Op-Ed: Tot für die Republik? 10. Januar 2005 Gemäss der Vorab-Meldung von SPIEGEL-Online hat sich Verteidigungsminister Peter Struck für 2005 ein ganz ausgefallenes Thema für die verteidigungspolitische Debatte ausgesucht: "Verwundung und Tod". Es muss gegen 1992 gewesen sein, als Hans Rühle, damals Leiter des Planungsstabes des Verteidigungsministeriums, dass Szenar der wirklichen Bewährungsprobe für die Sicherheitspolitik der Republik (auch im SPIEGEL) beschrieb: Wie steht es um die Standfestigkeit der Regierung, wenn im Scheinwerferlicht von TAGESSCHAU und HEUTE reichlich Leichensäcke aus einer TRANSALL gezogen werden - und nicht nur als ein einmaliges Vorkommnis? Wer genauer auf die Reaktionen hörte, die auf Strucks These von der Verteidigung der Sicherheit der auf der Insel der Friedens-Seligen Lebenden inmitten Europas folgte, konnte das verborgene Gelächter über die "Hindukusch"-Begründung hören. Ganz falsch ist sie ja nicht, aber auch nicht richtig einsehbar. Wahrscheinlich hat Bundeskanzler Schröder bei seiner U.N.-Sicherheitsrats-Sitz-Initiative die werte-geleitete Begründung ein wenig vergessen, die die Präambel des Grundgesetzes wohlfeil liefert:
Weder mit macht- noch mit interesse-geleiteten Motivationen wird unsere Regierung diese in 2005 mögliche Debatte durchstehen. Wenn schon, dann möchte kein Soldat für einen deutschen Sitz im U.N.-Sicherheitsrat oder ein schnödes materielles Interesse seiner Nation sterben oder zutiefst verwundet sein. Es muss schon etwas mit dem intellektuell als kitschig empfundenen Begriff der "Ehre" zu tun haben, für die das Blut fliessen darf. Und wirkliche Ehre hat etwas zu tun mit Werten der Tera-Ebene: "Verantwortung vor GOTT und den Menschen", Werten wie Demokratie etc. Um im heutigen Jargon zu bleiben: Es wird spannend, wie Matrix-Star Peter in der "reloaded version" seinen Mannen die "revolutions" (of military affairs) erklärt. Weit vorausdenkende Intellektuelle sehen den Ärmsten (und seine Epigonen) im Lager der Bushisten enden, die das alles schon neo-konservativ vorexerziert haben. {Der Tod darf gar nichts anderes als wertvoll sein} Minen-Räumung: -298 7. Januar 2005 Man müsste schon wieder über ein Team von Recherche-Hunden verfügen, um aufzuklären, was sich genau hinter dem Bericht "Portfolio of Mine Action Projects 2005" des "United Nations Mine Action Service" (UNMAS) verbirgt: Mit dem Report meldet die UNMAS, dass sie zwar für 2005 weltweit Minenräum-Vorhaben in Höhe von 371,2 Mio. US$ projektiert hat, aber nur über 73,19 Mio. US$ verfügt; es verbleibt eine Finanzierungslücke in Höhe von 298 Mio. US$. Im Vergleich zu 2004 sei diese Finanzierungslücke um 5 % gestiegen. Augenscheinlich hat vom 29. November bis 3. Dezember 2004 ein "Summit on a Mine-Free World" in Nairobi stattgefunden (über den noch nicht einmal www.icbl.org berichtet).
Die auf der Homepage des Auswärtigen Amtes zu findenden Informationen besagen ja immerhin, dass die Bundesregierung rund 16 Mio. EUR bereitstellt: Leider kann man dabei nicht lernen, inwieweit die Projekte national und/oder durch UNMAS geplant, koordiniert und finanziert sind, bzw. welchen Beitrag die Bundesregierung direkt an UNMAS zahlt. Selbst wenn man das alles wüsste, würde es höchstwahrscheinlich dadurch nicht besser werden. {Je mehr man weiss, desto leerer wird das Glas} Chinesisches Weissbuch: unken 6. Januar 2005 Bereits am 27. Dezember 2004 hat das Informationsbüro des Regierungskabinetts der Volksrepublik China sein 5. Weissbuch zu seiner Sicherheitspolitik veröffentlicht. Es ist etwas mühsam, die rund 40 Seiten auszudrucken: Man kann nicht sagen, dass es nicht einige interessante Passagen gibt:
Als geboten erscheint die Annahme, dass zwei Punkte die europäisch-amerikanischen Beziehungen in den kommenden Jahren stärker belasten werden:
Nein, wir unken schon wieder. Ausserdem kommt immer alles anders, als man denkt. Noch dazu ist da die Zeitachse zu bedenken! {Nicht unken, nicht denken - es hat alles soviel Zeit} Ausblick 2005: planvoller 5. Januar 2005 Unseres Erachtens sollte man das Jahr 2005 vor allem langsam angehen. Die Begründung dafür ist:
Geht man vereinfachend davon aus, dass der Einschlag (impact) eines weltbewegenden Ereignisses innerhalb einer Sekunde erfolgt, muss man erkennen, dass die Wahrscheinlichkeit eines die rund 6 Milliarden Menschen bewegenden, fundamentalen Ereignisses eigentlich äusserst hoch sein müsste (das Ende des Jahres 2004 hat mit seinem Tsunami entsprechende Daten gesetzt). Entsprechend den "Wirtschaftsweisen" sollten eigentlich auch "Sicherheitsweise" ihre Prognose abgeben können. Würde man eine dementsprechende Medien-Analyse durchführen, gäbe es sicher eine wohlfeile Sammlung von Zukunftsprognosen vielfältigster Art. Allen ist aber gemein: Trifft das vorhergesagte Ergebnis ein, wird der Schrei - "Ich habe es vorher gewusst" - sicher untergehen. Trotzdem wird es der Journaille sicherlich gelingen, irgendwie den Eindruck zu erwecken, dass man das Intelligenz-Zentrum dieser Welt ist. Es wäre deshalb wohl intellektuell ehrlicher, in einer sekündlichen Erwartungshaltung zu verharren, die dem eintretenden Ereignis dann eine angemessene Reaktion entgegenhält, die von vorherbedingter, struktureller Zurückhaltung geprägt ist. Anders ausgedrückt lautet die Empfehlung: {Je wirkungsvoller der Zufall eintritt, desto planvoller musst Du reagieren}
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