Das sagt zumindest Senator Joe Lieberman, einer der angesehensten US-Politiker. Seiner Ansicht nach war Präsident Obama's Entscheidung eine deadline für den Abziug von Truppen aus Afghanistan zu setzen ein Fehler. Diese Ansage sende ein falsches Signal an Alle, an die Truppen der Verbündeten und die Gegner, so Lieberman.
Er verstehe Obama's Aussage so, dass der Präsident ein Signal setzen wollte, um zu verdeutlichen, dass die Truppen nicht auf ewig in Afghanistan bleiben werden, halte dies aber für den falschen Weg. "Insgesamt betrachtet halte ich es für einen Fehler, weil Obama's Ankündigung den Afghanen, den Talibans und den Nachbarländern signalisiert, wir würden unsere Truppen ohne Rücksicht auf Verluste abziehen. Aber das ist nicht der Fall", sagte Lieberman wörtlich und wies darauf hin, dass Gen. Patraeus bereits klargestellt habe, dass die Entscheidung über den Abzug auf der Basis der Fakten im Juli 2011 gefällt werden würde.
Dass dies mittlerweile auch der Präsident so sieht, unterstrich Lieberman als er ausführte: "Der Präsident hat mittelerweile auch eine gewisse Distanz zu seinen Aussagen gefunden und dies auch eingestanden. Was immer im Juli 2011 geschieht, wird nach Auswertung des Ist-Zustandes passieren". Weiter erklärte Lieberman: "Ich sagte heute noch zu Gen. Petraeus, zögern Sie nicht den Kongress einzuschalten, wenn Sie der Meinung sind, dass mehr Truppen brauchen, mehr US-Truppen, und das kurzfristig um zu gewinnen und dieses Spiel nicht auf die Zeitachse zu treiben".
"Ich denke wir müssen mit Afghanistan über ein gemeinsames Sicherheitsabkommen verhandeln, ein Einvernehmen, wie wir es etwa mit Japan oder Süd Korea oder Australien und Neu Seeland haben. Wenn dieser Krieg aus ist müssen wir über einen langen Zeitrahmen als Garant der Sicherheit und Stabilität in dieser Region, mit dem Iran und Pakistan als Nachbarn, stehen. Nicht mit 100.000 Soldaten vor Ort, aber wir müssen uns klar aufstellen", schloss Lieberman.










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