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Afghanistan Heimkehrer

Programm in Dänemark zur Hilfe

Wer es nicht zufällig gehört hat. Die Kollegen vom Deutschland Radio haben sich mit einem Programm beschäftigt, das in Dänemark aufgesetzt wurde, um den Heimkehrern aus dem Afghanistan-Krieg die Wiedereingliederung ins Alltagsleben zu vereinfachen. Für einen Soldaten in einem Kampfgebiet erhöht die permanente Kampfbereitschaft die Überlebenschancen. Zurückgekehrt in die Heimat ist ein solches Verhalten eher gefährlich.

In Dänemark gibt es daher ein dreimonatiges Vollzeit-Nachbetreuungsprogramm, das Afghanistan-Heimkehrer auf den heimischen Alltag vorbereiten soll. "Alle Soldaten, die nach Afghanistan entsendet werden, haben das, was die Psychologen als Battlemind, also als permanente Kampfbereitschaft, bezeichnen. Für einen Soldaten, der sich in einem Kampfgebiet befindet, ist das ein zweckmäßiger Zustand, denn man reagiert reflexartig und ohne groß nachzudenken, was die eigenen Überlebenschancen erhöht.

Zuhause aber, im Straßenverkehr oder beim Einkaufen, ist dieses Verhalten irrational, ja gefährlich." Eine Einschätzung, die auch Robert Jonasen, Krisenpsychologe an der dänischen Militärakademie, teilt. Soldaten in einer Kampfzone, das sei wissenschaftlich erwiesen, veränderten ihre Persönlichkeit. Es fänden biochemische Prozesse und hormonelle Veränderungen statt, der Körper etwa produziere mehr Adrenalin. All das führt zu Veränderungen im Sozialverhalten.

"Man mag physisch zuhause angekommen sein, psychisch aber ist man immer noch in permanenter Alarmbereitschaft. Noch ein halbes Jahr nach der Rückkehr ins zivile Leben reagieren Soldaten wie in einer Kampfzone." Und genau hier setzt das dänische Modell an. Durch Gruppengespräche, Meditation, psychologische Betreuung, aber auch sportliche Aktivitäten und gemeinsame Ausflüge wird versucht, das Stressniveau der Soldaten wieder auf ein Normalmaß zu bringen und sie auf das zivile Leben vorzubereiten. So wird ihnen etwa bei Bewerbungen geholfen, bei der schriftlichen Beschreibung erlernter Kompetenzen. Drei Viertel der beteiligten Soldaten zeigen sich hoch zufrieden mit dem Programm.

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