Skip to main content

Aktuell eine Ramadan Pause

Militärische und zivile Komponeneten von Bedeutung

Seit Juli ist der neue Regionalkommandeur der Internationalen Schutztruppe im Norden von Afghanistan: Generalmajor Hans-Werner Fritz. Er sieht den Einsatz am Hindukusch kritischer als je zuvor. Die Sicherheitslage im Norden sei in den vergangenen Monaten nicht besser geworden, sondern angespannter, sagte der deutsche Generalmajor jetzt der Zeitung "Welt am Sonntag". Fritz hatte Mitte Juli das Kommando über rund 10.000 Soldaten aus 16 Nationen im Norden Afghanistans übernommen. Derzeit habe die Internationale Schutztruppe (Isaf) ihre Einsätze wegen der Fastenzeit Ramadan auf das «absolut Notwendige» heruntergefahren, so Fritz gegenüber dem Blatt.
Die damit verfügbare Zeit werde zur Vorbereitung auf die afghanischen Parlamentswahlen am 18. September genutzt. Anschließend werde die ISAF ihre Einsätze unvermindert fortsetzen. "Grosse Sorgen bereitet uns im Moment der Raum südlich von Kundus", sagte der Zwei-Sterne-General. Fritz äußerte sich zugleich zuversichtlich, was Fortschritte im Norden Afghanistans anbelangt. "Ich sehe auch, dass wir in den letzten Wochen hinsichtlich Stabilisierung und Wiederaufbau vorangekommen sind", sagte er der Zeitung. Wichtig sei immer, neben der militärischen auch die zivile Komponente zu betrachten. "Beide zusammen bringen den Erfolg", so Fritz.

Jetzt kommentieren:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Weitere Artikel

  • Die ISAF-Ttruppen stehen im umkämpften Norden des Landes nach Ansicht von Regionalkommandeur Hans-Werner Fritz vor entscheidenden Wochen. „Ich glaube schon, dass wir uns einer Art Kulminationspunkt nähern, wir sind noch nicht an der Spitze angekommen. In den bevorstehenden Wochen und Monaten kann es noch harte Gefechte geben“, sagte Fritz. „Wir müssen darauf eingestellt sein, dass es durchaus noch schlimmer kann. Aber wenn dieser Punkt überschritten ist, sind wir auf der
    anderen, der besseren Seite des Berges.“ 2011 werde in Afghanistan „ein ganz entscheidendes Jahr“, sagte Fritz.

  • Der neue ISAF-Kommandeur in Nordafghanistan, Generalmajor Hans-Werner Fritz, sprach mit der Zeitung "Die Welt" über erstärkte Taliban und die geplagte Bevölkerung. Große Sorgen bereitet dem zwei Sterne General im Moment der Raum südlich von Kundus: Baghlan ist eine Hochburg der Taliban. Man habe dort bis vor wenigen Tagen operiert und werden das nach den Wahlen unvermindert fortsetzen. Es seien zwei Bataillone [Ausbildungs- und Schutzbataillon] neu aufgestellt. Gefechtsverbände, in denen die bisherige Schnelle Eingreiftruppe, die Quick Reaction Force, aufgehe.

  • Ein Statement von Generalleutnant Bill Caldwell, dem Leiter der NATO Ausbildungstruppe in Afghanistan, dämpft alle amerkanischen Hoffnungen, dass der angekündigte Abzug nächstes Jahr in signifikanter Weise überhaupt beginnen kann. Wie AP berichtet, nannte Caldwell Facts and Figures.

  • Wie das Handelsblatt meldet, sind im Süden des Jemens bei Kämpfen mit mutmaßlichem Mitgliedern des Terrornetzwerks El Kaida in den vergangenen drei Monaten mindestens 230 Soldaten und 50 regierungstreue Stammeskämpfer ums Leben gekommen. Sindschibar, die Hauptstadt der südlichen Provinz Abjan, war seit Ende Mai von Aufständischen der Gruppe Partisanen der Scharia kontrolliert worden, die nach Angaben der jemenitischen Regierung mit El Kaida verbündet sind. Sie hatten die Schwächung der Regierung durch die seit Januar andauernden Proteste genutzt, um die Stadt zu erobern.

  • Das zentralasiatische islamische Land Tadschikistan radikalisiere sich zunehmend, berichtet Alain Délétroz, Vizepraesident fuer Europa bei der "International Crisis Group" in der Zeit. "Durch seine Nähe zu Afghanistan ist die Sicherheit des Landes umso stärker bedroht, der afghanische Konflikt rückt näher an die 1.400 Kilometer lange Grenze mit Tadschikistan. Viele regierungsfeindliche Guerillakämpfer, die im Norden Afghanistans operieren, stammen aus Zentralasien und sind zum groessten Teil mit der IBU (Islamische Bewegung Usbekistan) verbunden.