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Armee verliert Fähigkeiten

Keine Hilfe im Fall einer Katastrophe

Gespart wird bei EU Mitgliedern aber nicht nur bei Schiffen. Die Niederlande belegen ihre Armee mit derart drastischen Sparmaßnahmen, dass nicht nur die Fähigkeit eingeschränkt wird überhaupt noch an internationalen Missionen teilnehmen zu können, es geht soweit, dass die traditionelle Fähigkeit, bei nationalem Katastrophenalarm die Kräfte der Inneren Sicherheit zu unterstützen, stark eingeschränkt sein wird. Betroffen ist unter anderem die Vorhaltung von Ersatzteilen und Munition. Aktuell ist es bereits so, dass von den 87 F-16s, die die Niederlande besitzen, nur noch 25 einsatzfähig sind.

Hinzu kommt eine dramatsche Reduzierung der Trainingseinheiten und der niederländische Verteidigungsminister hat bereits weitere 200 Millionen Kürzungen für 2011 angekündigt, ein erster Schritt von strukturellen Kürzungen von 635 Millionen. Verteidigungsminister Hansn Hillen hat bereits davor gewarnt, dass, wenn nicht Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, die Einsatzfähigkeit der Armee ab 2012 nicht gewährleistet werden kann. Auch Jean Debie, der Vorsitzende des niederländischen Pendant zum Bundeswehrverband, warnt: "Es wird immer weniger geübt, um Kosten zu senken, die Soldaten haben überhaupr keine Erfahrung mehr mit ihrem Gerät und kein Schießtraining mer, mit der Einsatzfähigkeit unserer Armee geht es den Bach runter", sagte er in einem Interview. Weietr betrachtete er die internationale Rolle der Niederlande: "Die internationale Gewichtung der Niederlande wird schwer beschädigt. Wir können nicht mehr mehrere Einsätze stemmen. Bei jeder SAnfrage nach Unterstützung werden wir in Zukunft erst genau schauen müssen, ob wir überhaupt noch Kapazitäten haben und das bedeutet ganz klar, dass wir Anliegen der EU, UN oder der NATO ablehnen müssen, weil wir auf Grund der Kürzungen nicht mehr in der Lage sind militärische Missionen zu unterstützen.

Auch auf den Katastrophen schutz kam Debie zu sprechen: "Der zusammengeschrumpfte Standard unserer Einsatzbereitschaft hat auch Auswirkungen innerstaatlicher Art. Bislang galt für Katastrophen, wie beispielsweise einen Deichbruch, der Standard, dass innerhalb von 48 Stunden 3.600 Soldaten mit Ausrüstung vor Ort sein müssen. Das werden wir nicht mehr leisten können, weil wir jetzt schon vor dem tatbestand stehen, dass benötigtes Material entweder defekt ist oder gar nicht mehr vorhanden.

Das hört sich alles nicht gut an und man kann unseren Nachbarn nur wünschen, dass keine Katastrophen stattfinden.

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