Von Stefan Nitschke -
Jane' Defence Weekly berichtete am 9. Juni 2010 über zwei Feuergefechte zwischen einer norwegischen ISAF-Einheit und Taliban-Kämpfern in der Nähe der Ortschaft Tutak in der Provinz Ghowrmach (Nordafghanistan), infolgedessen mehrere Fahrzeuge und Waffen zurückgelassen werden mussten.
Nachdem der norwegische Verbandsführer Luftunterstützung angefordert hatte und diese erst nach sechs Stunden bereitgestellt werden konnte, bestand nach Aussage von Oberstleutnant John E. Lien, Direktor Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im norwegischen ISAF-Hauptquartier, die unbedingte Maßgabe, die eingesetzten Kräfte schnellstmöglich aus der Kampfszene zu evakuieren. Dafür musste in Kauf genommen werden, dass vier Fahrzeuge und bedeutende Mengen an Ausrüstungsmaterial möglicherweise in die Hände der Taliban geraten. Nach inoffiziellen Angaben der norwegischen ISAF-Schutztruppe gingen zwei Gewehre Barret M82A1 im Kaliber 12.7mm und eine leichte Panzerabwehrhandwaffe Carl Gustav 84mm, jeweils mit bedeutenden Mengen an Munition, sowie zwei leichte Maschinengewehre FN Minimi im Kaliber 5.56mm und zwei Maschinengewehre HK G3 im Kaliber 7.62mm verloren. Die Ausrüstung, die sich zum Zeitpunkt der Evakuierung der Kräfte in vier geländegängigen Fahrzeugen (All-Terrain Vehicles oder kurz ATVs) befand, konnte nicht mehr rechtzeitig zerstört werden, weil sich Zivilisten am Ort des Kampfgeschehens aufhielten.










Donnerwetter, eine schnelle Korrektur. Sehr schön!
Grüße
J.Gross
Sorry, in der Tat war das Foto nicht norwegisch. Jetzt passt es. Danke für den Hinweis.
Drei kleine Anmerkungen dazu. Beim G3 handelt es sich um ein Sturmgewehr und nicht um ein Maschinengewehr und im Bild des Beitrags ist eine schwedisches Fahrzeugkolone abgebildet! Sollten es nicht Norweger sein? Und bei der Carl Gustaf (schwedische Schreibweise) handelt es sich um eine schwere und nicht leichte Panzerabwehrhandwaffe!
Grüße
Johannes Gross
Jetzt kommentieren: