Skip to main content

Australien entscheidet sich

Rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffen

Die Streitkräfte Australiens (ADF – Australian Defence Force) erhalten weitere rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffen des schwedischen Typs M3 Carl Gustaf 84mm. Insgesamt werden 400 mit Wärmebildsichtgeräten ausgestattete Waffensysteme beschafft, die von Spezialkräften, der Infanterie und Sicherungskräften der Royal Australian Air Force (RAAF) genutzt werden sollen. Der Vertrag zwischen den australischen Streitkräften, dem schwedischen Hersteller Saab Bofors Dynamics und BAE Systems hat einen Umfang von 10,5 Mio. US-Dollar. BAE Systems Australia stellt für 16 Mio. US-Dollar über 400 ungekühlte Wärmebildsichtgeräte des bewährten Typs AN/PAS-13C/V) bereit. Der australische Minister für Verteidigung, Personal, Material und Wissenschaft, Greg Combet, betonte, dass die australischen Streitkräfte mit der M3 Carl Gustaf über ein Waffensystem verfügen, das weitere Gewichtseinsparungen ermöglichen wird. Die M3 Carl Gustaf hat nach Herstellerangaben ein Gewicht (ohne Wirkmittel und Wärmebildzielvorrichtung) von etwa 10 kg. Zudem hob der Minister die Vorteile des Wärmebildsichtgeräts heraus, mit welchem Ziele bei Tag, Nacht und schlechten Sichtbedingungen effektiv bekämpft werden können.
Die australischen Streitkräfte verfügen bereits über 577 schwere Panzerabwehrhandwaffen M3 Carl Gustaf, die durch 90 Panzerabwehrflugkörpersysteme des amerikanischen Typs JAVELIN und eine nicht spezifizierte Anzahl von leichten infanteristisch einsetzbaren Panzerabwehrhandwaffen des verbesserten Typs Nammo Talley 66mm M72A6 Improved Light Anti-armour Weapon (LAW) ergänzt werden. Mit der M3 Carl Gustaf können Ziele bis zu einer Entfernung von 1.300 Metern bekämpft werden. Die Wirkmittelpalette umfasst ein hochexplosives (HE) Projektil zur Bekämpfung von ungeschützten Zielen, ein HE-Geschoss zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen (einschließlich ERA – Explosive Reactive Armour), ein HE Dual-Purpose-Projektil für Operationen im urbanen Umfeld sowie ein Blend- und Rauchprojektil.

Die jetzt beauftragte Beschaffung von zusätzlichen 400 schweren Panzerabwehrhandwaffen des schwedischen Typs M3 Carl Gustaf für die australischen Streitkräfte spiegelt die Einsatzerfordernisse heutiger Konfliktszenarien wider, die zunehmend urbane Räume umfassen. Foto: Australische Bodentruppen in Afghanistan ausgerüstet mit der M3 Carl Gustaf. (Foto: Saab Bofors Dynamics)

Lieber Erwin S.,

das ist schon richtig, dass die Meldung etwas älter ist, aber so alt auch wieder nicht. Außerdem ist mir das Ganze noch nicht in epischer Breite untergekommen. Also kann man es durchaus noch erwähnen, wer es kennt, muss es ja nicht lesen.

Bleiben Sie uns trotzdem gewogen. ad (Achim)

Liebe Redaktion,

diese Pressemeldung von Saab ist mehr als ein halbes Jahr alt. Hier seit ein wenig hinter der Zeit.

Beste Grüße

Erwin S.

Jetzt kommentieren:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Weitere Artikel

  • Von Stefan Nitschke -

    Jane' Defence Weekly berichtete am 9. Juni 2010 über zwei Feuergefechte zwischen einer norwegischen ISAF-Einheit und Taliban-Kämpfern in der Nähe der Ortschaft Tutak in der Provinz Ghowrmach (Nordafghanistan), infolgedessen mehrere Fahrzeuge und Waffen zurückgelassen werden mussten.

    Nachdem der norwegische Verbandsführer Luftunterstützung angefordert hatte und diese erst nach sechs Stunden bereitgestellt werden konnte, bestand nach Aussage von Oberstleutnant John E.

  • Der Wettkampf China's gegen die USA macht offensichtlich nicht nur in Afrika Fortschritte. Ein führender chinesischer Militär Stratege sagte, dass politische Hindernisse, die gemeinsamen Manövern der australischen und chinesischen Armee im Wege gestanden hätten ausgeräumt seien, unabhängig davon, dass dieser Entschluss die militärische und diplomatische Rivalität zwischen China und den USA angeheizt hätte.

  • Ungeachtet der jüngsten Debatte über den Afghanistan-Krieg hat der amerikanische Kongress zusätzliche Milliarden für den Einsatz 
    freigegeben. Das Repräsentantenhaus stimmte am 27.07.2010 mit grosser Mehrheit dafür, das Budget für den Krieg am Hindukusch um 33 Milliarden Dollar zu erhöhen. Das insgesamt 59 Milliarden Dollar schwere Gesetzespaket umfasst neben der laufenden Verstärkung der US-Truppen in Afghanistan weitere 6,2 Milliarden Dollar für Hilfsprogramme des Aussenministeriums am Hindukusch, im Irak und in Haiti.

  • Der Düsseldorfer Rheinmetall Konzern baut seine Position als Systemanbieter fü rdie Landstreitkräfte weiter aus und übernimmt als Mehrheitsgesellschafter die unternehmerische Führung bei der ADS Gesellschaft für aktive Schutzsysteme mbH, Lohmar. Gleichzeitig meldet die ADS GmbH den Durchbruch in der Vermarktung eines völlig neuartigen High-Tech-Schutzsystems für Militärfahrzeuge.
    Rheinmetall stockt die Geschäftsanteile an dem Schutz-Spezialisten ADS von bislang 25% auf nunmehr 74% auf. Die übrigen Anteile verbleiben bei IBD Deisenroth, Lohmar.

  • Der Schutz von militärischen und auch zivilen Luftfahrzeugen vor dem Beschuss durch schulterverschossene infrarotgelenkte Lenkflugkörper (MANPADS wie beispielsweise STINGER, STRELA oder IGLA) steht heute auf der Prioritätenliste ganz oben.