Ein Analysepapier des "Australian Strategic policy Institut" (ASPI) besagt, dass die Landwirtschaft die wesentlichste Ressource für die afghanische Bevölkerung darstellt, hinsichtlich eines gesicherten Einkommens. Im Einsatzgebiet der australischen Truppen in der afghanischen Provinz Oruzgan basiert die lokale Ökonomie bereits weitestgehend auf der Landwirtschaft, gefördert durch Bewässerungssysteme, wie ASPI Analyst Raspal Khosa in einer Studie ausführt.
Verschiedene Projekte sind bereits angestossen, wie beispielsweise ein deutsches Vorhaben, das den Bauern 400.000 Mandelbäume zur Verfügung stellte. "Was wir jetzt brauchen sind Experten, die sich mit Agrikultur in trockenen Gegenden auskennen und darüber hinaus Hilfe von Management erfahrenen Viehzüchtern, um auch in diesem Bereich Erfolge zu erzielen". Khosa verwies darauf, dass Afghanistan eine historisch gewachsene Landwitschaft hat und dass man, wenn es gelänge, sie zu pushen, eine Garantie für langanhaltendes Wachtum und Beschäftigung hätte. Gleichzeitig würden Erfolge der Bauern den Kampf der afghanischen Regierung und der ISAF gegen den Drogenanbau nachhaltig unterstützen.
Aktuell unterstützt Australien Afghanistan mit 123 Millionen US-Dollar. Zusätzlich gehen noch ein mal etwa 20 Prozent dieser Summe in die Provinz Oruzgan, um das lokale Netzwerk für den Wiederaufbau zu unterstützen, das die Australier von den im Schnellverfahren abgezogenen Holländern übernommen haben. Zu dieser Übergabe hatte Khosa allerdings anzumerken, dass es nicht ganz einfach war, die "speziellen deals" der Holländer mit Lokalgrößen nachzuvollziehen. "Unser Problem ist, dass wir geringe Handlungsspielräume haben, mit selbsternannten "Bossen" zu verhandeln, die das vorhandene Machtvakuum nutzen. Erfolge habe man aber durch Spezialtrainings der lokalen Sicherheitskräfte erzeielt.
geschrieben von ad am 1. September 2010
Zukunft liegt in starker landwirtschaft










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