Skip to main content

Bahn soll Bunker bauen

Nachrüstung und Neubau gefordert

 Die Bundesregierung bangt um die Sicherheit des Schienenverkehrs. Weil die Bahn zu schlecht gewappnet sei, drohe dem Zugbetrieb angeblich bei Naturkatastrophen und Anschlägen der Zusammenbruch - nach SPIEGEL-Informationen soll der Konzern nun 40 unterirdische Krisenleitstellen einrichten. Dafür müssten 37 Schutzräume, die Relikte des Kalten Krieges sind, mit moderner Kommunikations- und Sicherheitstechnik aufgerüstet werden, in Dresden, Leipzig und Berlin müsstel die Bahn neue Bunker bauen. Die Krisenleitstellen sollen so massiv sein, dass sie auch noch arbeitsfähig sind, wenn der darüberliegende Bahnhof zerstört ist.

100.000 Euro veranschlagt das Ministerium für die Aufrüstung jedes bestehenden Bunkers, die Kosten für die Neubauten sind in einer Ministeriumsvorlage für den Haushaltsausschuss des Bundestages noch nicht beziffert. Das Vorhaben ist zwischen Bundesregierung und Parlament umstritten. Schließlich bekommt die Deutsche Bahn aus dem Bundeshaushalt für Zivilschutzmaßnahmen jedes Jahr rund sechs Millionen Euro, weitere vier Millionen Euro für den Umbau der Bunker wollten die Haushälter nicht bewilligen. Im Mai hatte der Rechnungsprüfungsausschuss die Mittel für Krisenleitstellen der Bahn gesperrt. Das Verkehrsministerium dringt nun auf eine Freigabe wegen der "gestiegenen Gefährdung von Bahnanlagen" durch linke Autonome, islamistische Terroristen und den Klimawandel.

Jetzt kommentieren:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Weitere Artikel

  • "Das ist eine beispielhafte Kooperation": Mit diesen Worten würdigte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière die seit 10 Jahren bestehende Ordnungspartnerschaft zwischen dem Bund und der Deutschen Bahn AG. Seit November 2000 sorgen Mitarbeiter der Bundespolizei und der DB Sicherheit im Rahmen einer Ordnungspartnerschaft gemeinsam für mehr Sicherheit auf Bahnhöfen und in Zügen. Am 21. Oktober wurde das 10-jährige Jubiläum dieser Zusammenarbeit auf der "Sicherheitskonferenz Bahn 2010" in Potsdam gefeiert.

  • Die Bundesregierung beziffert die Kosten des ISAF-Einsatzes in einer Antwort der Bundesregierung (17/2026) auf eine Kleine Anfrage der
    Fraktion "Die Linke" von 2002 bis 2009 auf rund 3,6 Milliarden Euro.

  • Rund 250 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) trainieren in den nächsten zwei Wochen in Konz bei Trier den Bau von Eisenbahnbrücken. Dies ist ab 2011 eine neue Aufgabe des THW bei Katastrophen wie zum Beispiel Hochwasser. Bislang ist das THW nur für die Instandsetzung von Straßenbrücken zuständig. Die ehrenamtlichen THW-Brückenbauer sind vom 11. bis 26. September vor Ort.

    Sie sind die Spezialisten wenn es darum geht, behelfsmäßige Übergänge und Brücken zu bauen. Bundesweit hat das THW 14 Fachgruppen Brückenbau aufgestellt.

  • Wirklich überrascht kann man nicht sein ob der neuesten Nachrichten rund um Galileo. Seit das in die Planung ging, hat man selten echte Erfolgsmeldungen gehört.  Doch das, was nun in einem Regierungsbericht steht, übertrifft dann doch noch alle Befürchtungen. Weitere Verzögerungen und rund 1,5 Milliarden Euro höhere Kosten.

  • „Das THW hat seinen, für den Bevölkerungsschutz wichtigen Pfeiler Brückenbau um den Bau von Eisenbahnbehelfsbrücken vergrößert“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme am Sonntag in Bonn. Bislang war das THW nur für die Errichtung von Straßenbehelfsbrücken zuständig. „Der Eisenbahnbehelfsbrückenbau stellt somit eine starke Ergänzung der Kernkompetenzen des THW dar,“ betonte Broemme. Die bundesweit erste THW-Übung im Eisenbahnbrückenbau endete am Sonntag in Konz.