Skip to main content

Briten warnen

Gefahr nicht unterschätzen

Angriffe auf Computernetze zählt die britische Regierung zu den ernsthaftesten Bedrohungen für das Land. Das sagte die britische Innenministerin Theresa May dem Radiosender BBC 4. Der Terrorismus sei zwar sehr ernst zu nehmen, aber nur eine von vielen Bedrohungen. Cybercrime sei eine neue, wachsende Gefahr.

Die britische Regierung hat den Strategiebericht "Strategic Defence Review" zur Sicherheitslage vorgelegt. Darin hat das im Mai von Premierminister David Cameron eingesetzte National Security Concil laut BBC 16 verschiedene Bedrohungen ausgemacht. Neben Terrorismus und Angriffe auf Computersysteme seien darunter auch Gefahren wie Großunfälle, Grippeepidemien und internationale militärische Krisen.

May setzt sich dafür ein, die verschiedenen Bedrohungen nicht getrennt voneinander zu betrachten. Die nationale Sicherheitsstrategie müsse das gesamte Bild im Auge behalten, da sei in der Vergangenheit verpasst worden. Camerons Konservative waren bei den Unterhauswahlen am 6. Mai 2010 als Sieger hervorgegangen. Kurz darauf lösten sie zusammen mit den Liberalen den bisherigen Amtsinhaber Gordon Brown ab. 2008 hatte die britische Regierung ihre erste "Cyber Security Strategy" vorgelegt, die im Jahr darauf überarbeitet wurde.

Jetzt kommentieren:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Weitere Artikel

  • Künftig sollen auch IT-Angriffe den Bündnisfall für die Nato auslösen. Das sieht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung der Entwurf von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen für das neue strategische Konzept des Bündnisses vor, das auf dem Nato-Gipfel im November 2010 in Lissabon verabschiedet werden soll.

  • Ende letzter Woche hielt Bundeskanzlerin Merkel eine Rede zur Außenpolitik anlässlich des 50-jährigen Jubiläum des Bergedorfer Gesprächskreises der Körber-Stiftung. Neben die klassischen Territorialkonflikte seien mit Terrorismus, Piraterie und Cyber-Angriffen neue, asymmetrische Bedrohungen getreten. Merkel betonte demgegenüber aber auch positive Entwicklungen der letzten Jahre, wie die Erweiterung der Europäischen Union von 15 auf 27 Länder, der  heute ein "einzigartiger Raum von Freiheit, Frieden, Stabilität und Wohlstand" sei.

  • Auch in der Vergangenheit haben Bedrohungslagen, die mit dem Begriff "cyber" in Verbindung standen Panik ausgelöst. Cyber War, Cyber Attacken, das waren auch Elemente in der Diskussion der NATO über die neue Strategie, jene Strategie, die das 21. Jahrhundert bestimmen wird. Konkrete Ereignisse, wie der "Stuxnet" Angriff auf den Iran und seine nuklearen Einrichtungen geben einen Finderzeig. Die Fragen sind also: welche Bedrohungen gibt es, gegen wen und wer kümmert sich darum? Antwortansätze gibt es in einem Strategiepapier der NATO.

  • Britische Kampftruppen, inklusive der SAS, könnten unter französisches Kommando gestellt werden. Dies könnte im Zusammenhang mit der Aufstellung gemeinsamer Reaction Forces von England und Frankreich geschehen. Dies sagte Davic Cameron bei der Ankündigung der Aufstellung einer neuen Combined Joint Expedtionary Force (CJEF), die 6.500 Soldaten beider Länder umfassen wird. Dazu gehören werden das Parachute Regiment, Royal Marines, Special Forces inklusive SAS und ihre jeweiligen französischen Gegenstücke.

  • Britische Spezialeinheiten, so wurde es aus Armeekreisen kolportiert, arbeiten mit deutschen Schäferhunden als Fallschirmspringer, um Videoüberwachungen in Taliban Bastionen zu bringen. Bei dieser taktik, die man sich bei der US-Armme angeschaut hat, werden die Hunde von ihrem Trainer an einen Fallschirm geschnallt und über dem Zielgebiet abgeworfen. Sie haben eine Kamera auf dem Kopf, die alles, was sie sehen an die Elitetruppen sendet. Das britische Verteidigungsministerium wollte die Meldung weder kommentieren noch dementieren.