Skip to main content

"Comprehensive Lessons Learned White Paper"

U.S. Army-Lektionen: weinen

Man müsste schon sehr weit ausholen, um zu begründen, warum ein deutscher Zeitgenosse Interesse an "lessons learned"-Papieren der U.S. Army haben sollte. Wir hinterfragen das nicht, weil die "Sommerloch"-Kritik doch zu überwältigend scheint.

Aber vielleicht findet man in dem "Comprehensive Lessons Learned White Paper" des U.S.-Heeres doch etwas, das für das Deutsche Heer hilfreich ist:
https://www.g8.army.mil/BlueRibbon/documents/pdf/091500JUN09_Comprehensive_Lessons_Learned.pdf

Welche Relevanz solche Konzepte mit einer ellenlangen und anspruchsvollen "Need"-Liste (die Eingeständnis von Fehlern ist!) auch immer haben werden - wer soll das alles erfüllen? -, aber man erkennt im System reformerische Kräfte, die mit Energie proaktiv werkeln, und das wird nicht nur innergesellschaftlich, sondern weltweit transparent gemacht.

Erzeugt derartige Transparenz letztlich regierungsamtliche Kommunikations-Dominanz? Wahrscheinlich JA, denn wer seine komplexen Probleme ehrlich schildert, findet beim Ahnungslosen eher Verständnis.

{Menschen weinen, wenn Du Ihnen unschuldig Deine tiefschürfenden Probleme schilderst}
 

Jetzt kommentieren:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Weitere Artikel

  • Sorry, wir haben gestern in Bonn richtig Arbeitszeit verloren, was aber nicht heisst, dass es sehr schön war.

    Deshalb heute nur ein kurzer Hinweis auf eine 3-teilige Studie, die der grosse Meister Anthony H. Cordesman beim CSIS aufgelegt hat, über die "Uncertain Lessons" der U.S.-Kriege in Afghanistan und dem Irak:
    http://csis.org/publication/shape-clear-hold-and-build-uncertain-lessons-afghan-iraq-wars (im Text sind die Links zu dem Dreiteiler "verborgen").

  • Es immer berückend, wenn man zu einem aktuellen Thema Literatur findet, die einfach exellent ist. Da das Thema "Aufbau der "Afghan National Army" (ANA) in den Mittelpunkt der Strategie der "Afghan Ownership" gerückt ist, und neben der Katastrophe des Aufbaus der afghanischen Polizei (ANP) noch am ehesten Erfolg verspricht, ist fachkundige Analyse der bisherigen Erfahrungen äusserst hilfreich.

  • Wir sind wirklich unschuldig, wenn die vorbildliche Welt (hier U.S., UK und EU) den interessierten Deutschen, denen die Regierung vergleichbares versagt, schon wieder das Wochenende versaut. Man kann ersatzweise die Lektüre der brandwichtigen Reports auch verschieben (bis wann?). Aber man muss sie auf die Festplatte in den Ordner "Noch lesen" abladen, auch wenn er überquillt:

  • Sorry, es muss erlaubt sein, sich zu strategischen Fragen ein wenig in der Nase bohren zu dürfen, vor allem, wenn es andere sind. Im AFPAK-Gürtel tummeln sich diverse, pashtunische "Opposing Militant Forces" (OMF), die, aufgrund der Macht-Phantasien ihrer jeweiligen Führer, natürlich schwer unter "einen Hut" zu bringen sind. Unterstellt, dass es eine letztlich für alle um eine einsehbare "strategische" Stossrichtung geht, gibt es Einsichten in die "wirkliche" Lage (abgegriffen von der aktuellen Medien-Lage):

  • Was den Lernstoff für angehende Lehnstuhl-Strategen angeht, waren wir nachlässig. Deshalb heute "Druckbetankung" über Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik: