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Council on Foreign Relations

EU/U.S.-Beziehungen: näher?

Wenn es einen Dauerbrenner der sicherheitspolitischen Debatte gibt, dann ist es der über die transatlantischen Beziehungen. Was Jeremy Shapiro und Nick Witney für das "European Council on Foreign Relations" aufgeschrieben haben - passend zum heutigen EU/US-Gipfel -, ist ganz sicher die volle Aufmerksamkeit und gebührende Anerkennung wert:
http://www.ecfr.eu/content/entry/towards_a_post-american_europe_a_power_audit_of_eu-us _relations_shapiro_whi

Liebend gern unterschreiben wir die Forderungen der Autoren, aber ihre Voraussetzung, dass dazu ein "cultural shift" in Europa stattfinden muss, macht uns skeptisch:

  • "Die" Europäer fühlen sich gegenüber "den" "Amis" eher "haushoch" überlegen;
     
  • Wie verbreitet ist die Meinung in Europa, dass die U.S.-Politik die grössten Katastrophen generiert (z.B. sicherheits-, finanz-, umweltpolitisch)?
     
  • Wieviel Demut und Selbstkritik verlangen Shapiro/Witney von den Europäern mit ihren u.E. richtigen Beschreibung europäischer Schwächen?
     
  • Wieviele der grob 500 Millionen EU-Bürger merken eigentlich, dass ihre 27 Nationen immer nationalistischer, statt intra-europäischer werden? Und kämpfen dagegen?
     
  • Der Blick auf die "grossen" Player in der EU stimmt auch nicht hoffnungsfroher. Sind Merkel, Sarkozy, Brown oder Berlusconi Visionäre der europäischen Kraftentfaltung? Würde nicht jeder von ihnen krabitzig, sollte sich jemand dazu aufschwingen wollen?
     
  • U.S.-Amerikaner sind sich in der Verpflichtung einig, eine Welt-Ordnungsrolle spielen zu wollen (müssen). Den Europäern geht diese Einsicht weitgehend ab.

Politik ist ja überwiegend Dorf politik. Aber unser Dorf befindet sich irgendwie auch auf dem Globus (eben das "globale Dorf").

{Kommen die "Nächsten" immer näher?}
 

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  • Wir sind wirklich unschuldig, wenn die vorbildliche Welt (hier U.S., UK und EU) den interessierten Deutschen, denen die Regierung vergleichbares versagt, schon wieder das Wochenende versaut. Man kann ersatzweise die Lektüre der brandwichtigen Reports auch verschieben (bis wann?). Aber man muss sie auf die Festplatte in den Ordner "Noch lesen" abladen, auch wenn er überquillt:

  • Die gestrige Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem U.S.-Parlament darf man schon als gelungene Werbeveranstaltung für die "Mittelmacht" Deutschland betrachten, so man überhaupt auf eine gewisse Reputation beim amerikanischen Bündnisführer Wert legt:
    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-03-rede-merkel-usa.htm l

    Wenige Randnotizen erlauben wir uns:

  • Die europäische Rüstungsagentur EDA (European Defence Agency) hat aus ihrem Datenschatz wieder einmal einiges für den europäischen Steuerzahler herausgegeben - die "Makro" - Daten für die europäischen Verteidigungsanstrengungen in 2008. Für ein ungestörtes Wochenende ist das genau die richtige Kost:
    http://www.eda.europa.eu/documents.aspx (wähle: "17/11/2009 Data Defence 2008"):

  • Wieder kurz davor, eine "Sorry"-Meldung zu schreiben, haben uns die NATO-Parlamentarier rausgepaukt. Wahrscheinlich wird kaum jemand von ihrer 55. Jahrestagung in Edinburgh berichten. Seit Jahrzehnten ist es so, dass uns die schriftlichen Berichte der "Nato Parliamentary Assembly" zu sicherheitspolitischen Themen interessiert haben - weil sie in den Stapel an sauber erarbeiteten Studien zu einem jeweiligen Thema gehören, immer irgendwie Fundgrube sind. Beim Lob sollte man der fleissigen "Büchsenspanner" gedenken, die die ganze Arbeit hatten).

  • Sorry, es muss erlaubt sein, sich zu strategischen Fragen ein wenig in der Nase bohren zu dürfen, vor allem, wenn es andere sind. Im AFPAK-Gürtel tummeln sich diverse, pashtunische "Opposing Militant Forces" (OMF), die, aufgrund der Macht-Phantasien ihrer jeweiligen Führer, natürlich schwer unter "einen Hut" zu bringen sind. Unterstellt, dass es eine letztlich für alle um eine einsehbare "strategische" Stossrichtung geht, gibt es Einsichten in die "wirkliche" Lage (abgegriffen von der aktuellen Medien-Lage):