Seit der Trojaner Stuxnet im Juli 2010 identifiziert wurde, sind weltweit Millionen von infizierten Computern entdeckt worden. Mehr als die Hälfte der befallen Rechner steht in Iran, betroffen sind vor allen die Atomanlagen. Doch wozu dient der Computerwurm wirklich? Doch Stuxnet hat nicht nur Computersysteme in aller Welt befallen, er geistert auch in den Medien, on- und offline, umher. Ein Undercover-Agent sei das Virus, eine Cyberwaffe, ein «Schläfer», ein «Weckruf». Die Rede ist ferner von einem Cyberwar, einem virtuellen Krieg. Die Malware soll so aufwendig programmiert sein, dass dies unmöglich die Leistung eines Einzelnen gewesen sein könne. Spekuliert wurde, welche Geheimdienste oder Staaten hinter der Entwicklung des Virus stehen könnten. Der Sicherheitsexperte der Freien Universität Berlin und Autor des Buches «Cyberwar», Sandro Gaycken, schreibt in der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit», es habe sich um einen globalen Cyberwaffentest gehandelt.
Waffentest deshalb, weil das Virus gezielt Steuerungseinheiten und nicht etwa Datenbanken befalle, was «aus Stuxnet einen echten Saboteur und keinen Spion» mache. Auch Gaycken sieht hinter der aufwendigen Programmierung sowie der Tatsache, dass Stuxnet «fehlerfrei auf unterschiedlichen Systemen lief», einen grösseren Akteur im Hintergrund. Weder computeraffine Teenager noch Cyber-Kleinkriminelle kämen dafür in Frage, dazu sei der Aufwand viel zu gross. Am wahrscheinlichsten sei ein
ein Militär, eine Einheit zur digitalen Kriegsführung.








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