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Das Engagement der arabischen Staaten in Afghanistan

Kaum ein (populär)wissenschaftliches Werk über Afghanistan kommt ohne einen Verweis darauf aus, dass das Land während der Zeit des sogenannten Dschihads gegen die Sowjetunion (1979-1989) umfassend von finanzieller, materieller und personeller Unterstützung aus den arabischen Staaten und vor allem aus den Golfstaaten profitiert habe. Auch der Hinweis, dass lediglich Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Pakistan das Taliban-Regime anerkannt hätten, bleibt in diesem Kontext nie unerwähnt. Differenzierende Auseinandersetzungen über die innen- und außenpolitischen Konstellationen, die dieses Engagement der jeweiligen arabischen Staaten bedingten, sowie über die individuellen Motivationen der in Afghanistan aktiven Araber kommen dabei meist zu kurz.

 
Zur Autorin: Inken Wiese M.A., geb. 1975; Doktorandin am Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" an der Universität Konstanz, Postfach 211, 78457 Konstanz. inken.wiese@uni-konstanz.de
  
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 21-22/2010)

 

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