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"Das ist Krieg. Das ist schwer"

Brillianter Regionalkommandeur

 Der Afghanistan-Kommandeur in der SZ über Erfolge im Kampf gegen die Taliban, Abzugspläne und Verhandlungen mit den Islamisten. David Petraeus: 2010 war vor allem das erste Jahr, in dem die Isaf und das gesamte militärisch-zivile Unternehmen die richtigen Akzente gesetzt haben. Zum ersten Mal hatten wir die Instrumente zur Hand, um eine komplexe zivil- militärische Operation zur Aufstandsbekämpfung auszuführen. Vor allem hatten wir etwa 100 000 zusätzliche afghanische Soldaten im Einsatz und eine bedeutende Zahl ziviler Helfer. Das hat uns in den vergangenen sechs Monaten einen enormen Fortschritt beschert. Am Ende des Jahres haben wir den Vorwärtsdrang der Taliban in weiten, aber nicht in allen Teilen des Landes aufgehalten. In einigen wichtigen Gegenden haben wir ihn umgekehrt, etwa in Schlüsseldistrikten der Provinz Kandahar. Die Deutschen sollten auf ihre Männer und Frauen in Uniform, ihre Diplomaten und ihre zivilen Helfer sehr stolz sein - vor allem auf die konventionellen Einheiten und die Spezialkräfte. Zum ersten Mal in der modernen deutschen Militärgeschichte beteiligen sich zwei Bataillone mit beeindruckenden Ergebnissen an der Aufstandsbekämpfung. Die Dynamik der Taliban jedenfalls ist auch im Norden gestoppt. Es waren die deutschen Kräfte, die den größten Anteil
in Kundus und Bagram trugen. Nebenbei gibt es noch ein paar sehr kompetente afghanische Einheiten von Polizei und Militär. Also: Das war eine Teamleistung, ganz klar, geleitet von einem brillanten Regionalkommandeur.

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