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Die Warlord Inc.

Das Host Nation Trucking in der Kritik

Der Unterausschuss für Nationale Sicherheit und auswärtige Angelegenheiten im US-Congress hat eine sechsmonatige Untersuchung der Logistikketten in Afghanistan durchgeführt. Jetzt wurde der Bericht unter dem Titel: "Warlord, Inc.: Extortion and Corruption Along the U.S. Supply Chain in Afghanistan", veröffentlicht. (Andere Länder, andere Sitten) Die Ergebnisse des Berichts sind ernüchternd bis schockierend. Nicht nur, dass das System gegen Regeln und Vorschriften verstößt, es scheint die auch Operationsführung in Afghanistan erheblich zu gefährden. Das aktuelle Logistik-System der Truppen hat riesige Schutzgelderpressung durch ein Netzwerk von Warlords und korrupte afghanische Beamten ermöglicht. Inklusive einer finanziellen Unterstützung der Taliban.

Die wesentlichen Defizite:

- Die wichtigsten privaten Sicherheitsdienste sind in der Hand von Warlords und Milizenführer die mit der afghanischen Zentralregierung um Macht und Autorität konkurrieren. Obwohl viele dieser Warlords durch das afghanische Innenministerium lizenziert, entsteht so ein Vakuum in der Staatsgewalt. 

- Generalunternehmer und ihre Spediteuere zahlen zig Millionen Dollar jährlich an lokale Warlords im Austausch für den "Schutz" der Nachschubkonvois. Speditionen die zahlen erhalten "Schutz". Speditionen die nicht bezahlen geraten unter Beschuss.

- Es gib sichere Indizien dafür das die Warlords Zahlungen an die Taliban leisten, obwohl alle hartnäckig leugnen.

- Auftragnehmer berichten von korrupten afghanischen Beamten. Monatliche Zahlungen von 1.000 bis 10.000 US-Dollar an Gouverneure oder Polizeichefs für freien und sicheren Transit sind nicht selten.

- Die Warlords bestimmen zum Teil wann welche Konvois fahren, unabhängig von den militärischen Anforderungen.

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  • Einige Top Kämpfer eines afghanischen warlord haben eine "Fortbildung" bei australischen Elitetruppen durchlaufen. Begründung: man wolle den warlord stärken für Missionen gegen Taliban. Die Rede ist von Matiullah Khan, dem mächtigen Oruzgan warlord, mit dem zusammenzuarbeiten sich die niederländischen Truppen geweigert hatten, da er bekannter Maßen für Auftragsmorde und räuberische Erpressung zu haben ist. Die australische regierung versuchte zunächst diesen Umstand zu verschleiern, gab dann aber die Trainings in Cultana Base und Holsworthy Barracks zu.

  • Thomas Ruttig, Kodirektor des unabhängigen Thinktanks "Afghanistan Analysts Network", kommentiert in taz die Lage in Afghanistan und lässt nicht viel positives erkennen.

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    Er kommt von George W.

  • Iranische Firmen in Kabul nutzen ihre Büros, um verdeckt Taliban Kämpfer in Afghanistan zu finanzieren. Das berichtet die "Times". Es werden 1.000 US- Dollar für einen getöteten US-Soldaten gezahlt und 6.000 US-Dollar für eine zerstörtes Militärfahrzeug, wie ein Buchhalter der Aufständischen mitteilte.