Die NATO hat ein neues "Research Paper" auf den Markt gebracht, das die Diskussion der vergangenen Monate verarbeitet hinsichtlich eines strategischen Konzeptes der atomaren Bewaffnung. Die NATO hat derzeit US-Atombomben, die in Europa stationiert sind und atomar bewaffnete Kampfjets, die unter dem Kommando europäischer NATO-Staaten stehen. Die Zahl der Bomben ist bereits auf ein Minimum reduziert worden.
Doch es gibt auch die Forderung nach dem kompleten Abzug, wie vom deutschen Außenminister gefordert, die der Meinung der Befürworter gegenübersteht, dass die NATO eine atomare Abschreckung braucht, solange es Atomwaffen gibt, zu ihnen gehört Hillary Clinton, die sagt: "Die NATO ist eine atomare Allianz."
Dieser Sachstand ist richtig, und die Entwicklungen im Iran und Nord-Korea sprechen eher nicht dafür, dass wir auf dem Weg in eine Atomwafenn frei Welt sind. Die Frage, die sich nun aber stellt, ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass Risiken heute nicht mehr in Ost-Europa auftauchen werden, sondern eher im Nahen Osten oder in Asien. Würde aber die NATO in Europa stationierte Bomber mit Jäger Begleitung über tausende von Kilometern über NATO und Nicht-NATO Gebiet schicken? Wäre es nicht plausibler, die Waffentypen zu wechseln? Wahrscheinlich, aber ein rascher Abzug der alten Atomwaffen stößt vor allem bei den osteuropäischen NATO-Mitgliedern nicht auf uneingeschränkte Gegenliebe, da sie diese US-Waffen als eine Art Sicherheitsgarantie betrachten.
Nach dem nächsten Gipfel wird die NATO daher eine ruhige Debatte führen müssen. Man darf sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Die detaillierten Ausführungen zum Sachstand können Sie hier lesen. Ein Research Papier von Karl-Heinz Kamp, Director, Research Division des NATO Defense College.










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