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Argentinien - Moratorium über Bergbauaktivitäten gebilligt

Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner gegen ein Moratorium

Das argentinische Unterhaus hat nach Angaben von Reuters am 12. August 2010 ein Verbot von Bergbauaktivitäten im Bereich von Gletschern und Eisfeldern des Landes gebilligt. Das Verbot soll noch in diesem Monat im Senat verabschiedet werden. Am 6. August 2010 hatte sich die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner gegen ein Moratorium ausgesprochen, weil infolge der weltweiten Finanzmarktkrise negative Auswirkungen auf die argentinische Wirtschaft und weitere Hemmnisse bei der Entwicklung heimischer Resourcen zu erwarten gewesen wären. In argentinischen Zeitungsmeldungen wird zudem deutlich, dass sich hinter dem Veto die Interessen der Wirtschaft und einzelner Provinzregierungen verbergen. So befürchtet die Regierung der Provinz San Juan, dass viele Bergbauaktivitäten im Hochland der Anden von einem möglichen Moratorium bedroht sein würden. Immerhin befinden sich nach Angaben der Provinzregierung mehr als 180 Bergbauvorhaben in Gebieten mit Gletscherzonen und Eisfeldern, die durch das Verbot geschützt werden sollten. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass das von dem US-amerikanischen Bergbaukonzern Barrick Gold Corporation im Hochland der Anden unmittelbar an der Grenze zu Chile gelegene Gold-Projekt Pascua Lama davon nicht betroffen sein würde. Das Projekt wurde im Rahmen eines komplizierten Genehmigungsverfahrens durch die zuständigen Behörden in Argentinien und Chile gebilligt, obgleich die Proteste von Umweltaktivisten – besonders in Chile – sich in den letzten Jahren gegen das Projekt verstärkt hatten. So war erst vor kurzem aus der Latin American Harald Tribune zu erfahren, dass mit dem Bau eines gigantischen Tagebaus enorme Auswirkungen auf umliegende Gletscherzonen zu erwarten seien. Indes wurden die Arbeiten zur Errichtung eines Tagebaubetriebes und weiterer Bergbauinfrastruktur auf sowohl argentinischem als auch chilenischem Territorium noch nicht begonnen, weil bislang nicht geklärt ist, welchen Anteil Argentinien und Chile an den Steuereinnahmen haben.

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