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Gasreserven im Rotliegenden vermutet

In einer ersten Bohrungsphase durch das Unternehmen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH, die Anfang August 2010 begonnen hat, wurde auf der Lokation Lüchow Z1 (PDF) bereits die Ankerrohrtour bis etwa 170 Meter Tiefe in den Untergrund eingebracht. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird der Bohrplatz nun für den Betrieb einer Tiefbohranlage hergerichtet. Nach Unternehmensangaben war für Ende September/Anfang Oktober 2010 geplant, dass die Anlage T-45 des Unternehmens KCA Deutag in der zweiten Bohrphase in einem Zeitraum bis zum Jahresende 2010 die Bohrung niederbringt. Nach Auswertung der Ergebnisse wird dann über das weitere Vorgehen entschieden. Alle Arbeiten stehen unter Aufsicht des Niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie und finden im Rahmen genehmigter Betriebspläne statt. Die Struktur Wustrow ist nördlicher Teil des Erdgasfeldes Altmark, einer der größten Erdgaslagerstätten auf dem westeuropäischen Kontinent. Die Bohrung Lüchow Z1, etwa einen Kilometer südwestlich der Stadt Wustrow gelegen, zielt auf Gasreserven, die in der Formation des Rotliegenden Sandstein in einer Tiefe von 3.400 Metern lagern. Die Lagerstätte wird nach oben hin durch einen mächtigen Salzstock abgedeckt. Das Gasfeld Wustrow wurde 1966 entdeckt. Ein Konsortium aus BEB GmbH und Preussag AG hat hier bis 1995 knapp 30 Jahre lang Erdgas gefördert. Bis 1985 sind im Feld Wustrow insgesamt 16 Produktionsbohrungen und zwei Ablenkungsbohrungen niedergebracht worden. Alle Bohrungen wurden verschlossen und zurückgebaut. Im Jahre 2006 hat sich die GDF SUEZ dann erneut aufgrund des noch vermuteten Potenzials an Kohlenwasserstoffen um die Explorationslizenz Lüchow beworben und diese erhalten. Da die Bohrung sich in einem Vogelschutzgebiet befindet, hat GDF SUEZ die Bohrarbeiten in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Lüchow-Dannenberg so terminiert, dass alle Belange der Tier- und Pflanzenwelt berücksichtigt werden.