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Niederlande: Wieder Erdölgewinnung in Schoonebeek

Neuartige Gewinnungstechnologien setzen neue Maßstäbe

Bis 1996 wurde in Schoonebeek aus dem größten festländischen Erdölfeld Nordwesteuropas produziert. 1976 kam es zu einem Ölunfall, der umfangreiche Schäden verursachte. Die Gewinnung wurde eingestellt, weil mit dem Rohöl sehr viel Wasser mit nach oben gelangte. Das Verhältnis Rohöl/Wasser verschlechterte sich ständig und der Ölpreis fiel immer weiter ab. Das in Schoonebeek geförderte Rohöl ist außerordentlich zäh- und dickflüssig. Seinerzeit hatte die Betreibergesellschaft Nederlandse Aardolie Maatschappij B.V. (NAM) beschlossen, die Erdölgewinnung einzustellen und neuartige Gewinnungsmethoden zu entwickeln, die die Nutzung der Lagerstätte zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen würden. Nachdem inzwischen ein geeignetes Verfahren entwickelt werden konnte, wurde 2008 entschieden, die Förderung im Bereich des Ölfeldes Schoonebeek, östlich von Coevorden unmittelbar an der deutschen Grenze am Schoonebeeker Diep gelegen, wieder aufzunehmen. Eine Studie hat inzwischen belegt, dass es machbar zu sein scheint, die Erdölgewinnung mittels eingepressten Heißdampfes rentabel durchzuführen. Bis zu 20.000 Barrel Öl sollen so pro Tag gewonnen werden. Mit der neuen Technologie soll erreicht werden, dass das 700 Meter unter der Erde in Schichten des Bentheimer Sandsteins lagernde Erdöl flüssiger wird, erklärt Dr. Tobias Rudolph, der seit 2006 als Erdölgeologe im Forschungsbereich der Shell Exploration and Production in Rijswijk tätig ist. Durch den Einsatz von innovativen Techniken wie Schräg- und Horizontalbohrungen und eine verbesserte Infrastruktur kann die Ölförderung in Schoonebeek wieder rentabel gemacht haben.

PDF-Dokument zur Startnotiz zur Wiederentwicklung des Ölfeldes Schoonebeek vom April 2004

PDF-Dokument zur Umweltverträglichkeitsprüfung zur Wiederentwicklung des Ölfeldes Schoonebeek vom 31. März 2006

Lesen Sie den Beitrag im Dialogforum Rohstoffe & Energie, Ausgabe 1, Dienstag, 31. August 2010

 

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