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Fritz Prognose für Afghanistan

Abzug eine hochpolitische Entscheidung

Die ISAF-Ttruppen stehen im umkämpften Norden des Landes nach Ansicht von Regionalkommandeur Hans-Werner Fritz vor entscheidenden Wochen. „Ich glaube schon, dass wir uns einer Art Kulminationspunkt nähern, wir sind noch nicht an der Spitze angekommen. In den bevorstehenden Wochen und Monaten kann es noch harte Gefechte geben“, sagte Fritz. „Wir müssen darauf eingestellt sein, dass es durchaus noch schlimmer kann. Aber wenn dieser Punkt überschritten ist, sind wir auf der
anderen, der besseren Seite des Berges.“ 2011 werde in Afghanistan „ein ganz entscheidendes Jahr“, sagte Fritz. Die Aufständischen spürten den zunehmenden Druck der ISAF-Truppen. Ihre Reaktionen würden immer verzweifelter und gewalttätiger. Zur Debatte um einen möglichen Abzug der Bundeswehr sagte Fritz, dies müsse in Abhängigkeit von der Beurteilung der Lage beantwortet werden. „Diesbezüglich bin ich vorsichtig optimistisch.“ Zugleich sagte der General, ein Truppenabzug sei „ganz gewiss keine Entscheidung nur nach militärischen Kriterien“, sondern „eine hochpolitische Entscheidung“.

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  • Seit Juli ist der neue Regionalkommandeur der Internationalen Schutztruppe im Norden von Afghanistan: Generalmajor Hans-Werner Fritz. Er sieht den Einsatz am Hindukusch kritischer als je zuvor. Die Sicherheitslage im Norden sei in den vergangenen Monaten nicht besser geworden, sondern angespannter, sagte der deutsche Generalmajor jetzt der Zeitung "Welt am Sonntag". Fritz hatte Mitte Juli das Kommando über rund 10.000 Soldaten aus 16 Nationen im Norden Afghanistans übernommen.

  • Der neue ISAF-Kommandeur in Nordafghanistan, Generalmajor Hans-Werner Fritz, sprach mit der Zeitung "Die Welt" über erstärkte Taliban und die geplagte Bevölkerung. Große Sorgen bereitet dem zwei Sterne General im Moment der Raum südlich von Kundus: Baghlan ist eine Hochburg der Taliban. Man habe dort bis vor wenigen Tagen operiert und werden das nach den Wahlen unvermindert fortsetzen. Es seien zwei Bataillone [Ausbildungs- und Schutzbataillon] neu aufgestellt. Gefechtsverbände, in denen die bisherige Schnelle Eingreiftruppe, die Quick Reaction Force, aufgehe.

  • Die NATO-Truppen in Afghanistan sind aufgefordert den Druck auf die Taliban-Hochburgen in den nächsten Wochen zu erhöhen, sagte Rasmussen. Die Intensivierung der Kampfeinsätze sei ein Teil der Strategie der ISAF-Truppen, um die Taliban aus ihren Hochburgen in Helmand und Kandhar herauszutreiben. Die Eskalation sei leider unumgänglich, um demZiel, die Verantwortung für die Sicherheit den Afghanen zu übertragen, näher zu kommen. "Die Taliban haben auf militärischer Ebene keine Chance", stellte Rasmussen klar.

  • Das sagt zumindest Senator Joe Lieberman, einer der angesehensten US-Politiker. Seiner Ansicht nach war Präsident Obama's Entscheidung eine deadline für den Abziug von Truppen aus Afghanistan zu setzen ein Fehler. Diese Ansage sende ein falsches Signal an Alle, an die Truppen der Verbündeten und die Gegner, so Lieberman.

    Er verstehe Obama's Aussage so, dass der Präsident ein Signal setzen wollte, um zu verdeutlichen, dass die Truppen nicht auf ewig in Afghanistan bleiben werden, halte dies aber für den falschen Weg.

  • Ein Statement von Generalleutnant Bill Caldwell, dem Leiter der NATO Ausbildungstruppe in Afghanistan, dämpft alle amerkanischen Hoffnungen, dass der angekündigte Abzug nächstes Jahr in signifikanter Weise überhaupt beginnen kann. Wie AP berichtet, nannte Caldwell Facts and Figures.