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Führungsfähigkeit im Einsatz wird verbessert

"Führungsinformationssystem Heer" (FüInfoSys Heer) wird eingeführt

In Bad Godesberg läuft gerade die 24. AFCEA. Vertreten ist die "IT-Community" aus den Bereichen Führungsunterstützung, Nachrichtengewinnung und Aufklärung, sowie allen anderen relevanten IT-Gebieten. Bei der Gelegenheit konnten wir uns über "Führungsausstattung Taktisch" (FAUST) und das neue "Führungsinformationssystem Heer" (FüInfoSys Heer) kundig machen. Die aus den Kontigenten in Afghanistan gemeldeten FAUST-Defizite (Ausbildung/Bedienfehler/stabiler Lauf) haben einen einfachen Hintergrund.

 

  • FAUST wurde für den KFOR Einsatz beschafft.
  • Das System war zum Zeitpunkt der Einführung eher im Prototyp-Status. Es galt das Motto: "Besser hin und wieder fehlerhafte Kommunikation als gar keine".
  • Eine durchgängige Ausbildungsplanung für FAUST gibt/gab es offenbar nicht.
  • Man wollte mit FAUST nur die Zeit bis zur Einführung des Führungsinformationssystem Heer (FüInfoSys Heer) überbrücken.

FAUST wird jetzt durch das FüInfoSys Heer ersetzt (April 2010). Der Systemwechsel findet dabei im Einsatzraum statt. Die Standorte werden nacheinander umgerüstet. Start in Mazar-e-Sharif, danach Faisabad, Kundus folgt als letzter.

  • FAUST ist nicht mit dem FüInfoSys kompatibel
  • Die Bedieneröberfläche bleibt aber unverändert.
  • FüInfoSys hat jetzt die NATO-Symbolik übernommen.
  • FüInfoSys wurde seit 2008 durch die Deutsch-Französische Brigade getestet.
  • In Deutschland wurde eine "Rumpfmannschaft" - Administratoren - ausgebildet.
  • Das Hersteller-Angebot die Umstellung durchzuführen wurde nicht angenommen.
  • Eine geschaltete "Hotline" zum Hersteller wurde bisher einmal genutzt.

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  • Das System FAUST (Führungsausstattung Taktisch) wird grundsätzlich sehr gelobt, allein es fehlt die passende Ausbildung. Dadurch das FAUST gar nicht oder falsch bedient wird, ist eine nachhaltige Kontrolle der eigenen Kräfte im Raum nicht erreichbar. Erfahrungen im Einsatz machten deutlich, dass der Grund für die Nichtanwendung bzw. falsche Anwendung durch die Truppe auf eine mangelhafte Systemausbildung zurückzuführen war.

  • Man müsste schon sehr weit ausholen, um zu begründen, warum ein deutscher Zeitgenosse Interesse an "lessons learned"-Papieren der U.S. Army haben sollte. Wir hinterfragen das nicht, weil die "Sommerloch"-Kritik doch zu überwältigend scheint.

    Aber vielleicht findet man in dem "Comprehensive Lessons Learned White Paper" des U.S.-Heeres doch etwas, das für das Deutsche Heer hilfreich ist:
    https://www.g8.army.mil/BlueRibbon/documents/pdf/091500JUN09_Comprehensive_Lessons_Learned.pdf

  • Die gestrige Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem U.S.-Parlament darf man schon als gelungene Werbeveranstaltung für die "Mittelmacht" Deutschland betrachten, so man überhaupt auf eine gewisse Reputation beim amerikanischen Bündnisführer Wert legt:
    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-03-rede-merkel-usa.htm l

    Wenige Randnotizen erlauben wir uns:

  • Sorry, es muss erlaubt sein, sich zu strategischen Fragen ein wenig in der Nase bohren zu dürfen, vor allem, wenn es andere sind. Im AFPAK-Gürtel tummeln sich diverse, pashtunische "Opposing Militant Forces" (OMF), die, aufgrund der Macht-Phantasien ihrer jeweiligen Führer, natürlich schwer unter "einen Hut" zu bringen sind. Unterstellt, dass es eine letztlich für alle um eine einsehbare "strategische" Stossrichtung geht, gibt es Einsichten in die "wirkliche" Lage (abgegriffen von der aktuellen Medien-Lage):

  • Seit gestern liegt die 10-seitige "Ressortübergreifende Entscheidungsgrundlage zur Mandatsverlängerung und vor der internationalen Afghanistan-Konferenz" vor, die AA, BMVg, BMI und BMZ für die Bundesregierung mit dem Titel "Afghanistan. Auf dem Weg zur 'Übergabe in Verantwortung'" abgezeichnet haben: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/__Anlagen/2009/11/2009-11-18-dokument-afgha nistan,property=publicationFile.pdf