Skip to main content

General McChrystal

Zwischen den Zeilen

US-Präsident Barack Obama hat sich am Mittwoch von seinem Kommandeur in Afghanistan getrennt. McChrystal´s Verhalten entspräche nicht den Erwartungen, die an einen General gestellt würden, so Obama. Zudem hätten seine Äußerungen im Rolling Stone Magazin "die zivile Kontrolle des Militärs untergraben“.

General David Petraeus, vom übergeordneten Central Command, soll jetzt den Posten übernehmen. Quasi eine Degradierung. Der Artikel von Michael Hastings hat aber neben den im Fokus stehenden Äußerungen zu den "Wimps" im Weißen Haus noch andere Inhalte.

- Außenministerin Hillary Clinton bekommt gute Noten, nicht nur von General McChrystal.

- Die COIN-Doktrine benötigt "eine stabile und glaubwürdige Regierung in Afghanistan".

- Karsai erfüllt die Anforderung bei weitem nicht. (central flaw - zentrale Schwachstelle)

- Zivile Opfer - Das ISAF-Kommando hat Möglichkeiten diskutiert eine neue Medaille für "mutige Zurückhaltung" einzuführen. ("Courageous Restraint")

Verstärkung oder Abzug?

- General McChrystal habe es geschafft Obama den COIN-Ansatz zu verkaufen, nicht aber seinen eigenen Soldaten. Der philosophische Ansatz sei etwas für Think Tanks, nichts für Kampftruppen.

- Die Kandahar Offensive ist in den Herbst verschoben.

- Anstatt im nächsten Jahr mit dem Truppenabzug zu beginnen, hofft das US-Militär auf eine weitere Verstärkung im nächsten Sommer. (...if we see success here...)

Jetzt kommentieren:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Weitere Artikel

  • General Stanley McChrystal, Kommandeur der ISAF sowie der US Forces in Afghanistan, musste heute wegen einigen, vorab bekannt gewordenen, "suboptimalen" Äußerungen im "Rolling Stone Magazine" (erscheint am Freitag) zu seinem Commander-in-Chief Obama. Stellte sich die mittlerweile beantwortete Frage ob McChrystal nach dem Meeting mit den Zusatz "retired" das Oval-Office verlässt. Für ein "Bello" und dann weiter sprach angeblich, dass die amerikanische Strategie in Afghanistan untrennbar mit dem Kommandeur McChrystal verbunden ist.

  • Zur Entlassung des Afghanistan-Oberkommandierenden General McChrystal durch Präsident Obama erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler:

    Präsident Obama hatte keine Wahl. Ein Kommandeur, der einen Artikel wie den in "Rolling Stone" nicht verhindert, zeigt tatsächlich "schlechtes Urteilsvermögen". Wer aber die Verantwortung für mehr als 100.000 Soldaten im Einsatz trägt, braucht ein sicheres Urteilsvermögen.

  • Isaf-Kommandeur David Petraeus braucht deutsche Ausbildungskräfte dringender als Tornados. Deutschland hat zu Jahresbeginn drei Ausbildungsbataillone zugesagt, das zweite soll Ende Oktober einsatzbereit sein - „verdammt spät“ ,so Petraeus. Leisten die Europäer, leisten die Deutschen zu wenig in Afghanistan?

  • Der US-Sonderbeauftragte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, sagt, dass der Afghanistan Krieb militärisch nicht gewonnen werden kann. Gleichzeitig bezeichnet er den Krieg als ein Element der nationalen Sicherheit und warnt vor den Konsequenzen eines Fehlschlages. Holbrooke äußert sich diesbezüglich vor dem Auswärtigen Ausschuss des Senat's.

  • Es ist offiziell . Einer der dynamischsten und wirksamesten Verteidigungsminsiter verlässt sein Amt. Irgendwann im Jahr 2011. Man wusste es schon früher, aber vorgestern bestätigte Gates es offiziell - in einem Interview mit der Zeitschrift Foreign Policy. Gates sagte dem Interviewer, Fred Kaplan, dass er sein Amt verlassen wird, im nächsten Jahr, möglicherweise bereits im Januar, spätestens aber bis zum Ende des Jahres 2011. "Es wäre ein Fehler, bis Januar 2012 warten", sagte er .