Skip to main content

Grundwehrdienst kürzer

Wehrpflicht 2011: 1.33 teuerer

Jammern und Lamentieren hilft ja nichts, denn die Wehrpflichtdauer wird ab 1. Januar 2011 sechs Monate betragen.

Auf www.bundeswehr.de wird Verteidigungsminister Freiherr zu Guttenberg mit einem Bronzesatz zitiert:
"Wir müssen Strukturen schaffen, die den Nutzen - für den Einzelnen, - aber auch für die Truppe schaffen. Das wird uns viel Kreativität abverlangen."

Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan fragt nach dem Zweck der neuen Wehrpflicht und meint, dass sich danach "Aufbau, Inhalt und Organisation des Grundwehrdienstes" zu richten haben.

Frontmänner des Kreativitätswettbewerbes für die Ausgestaltung des neuen Wehrdienstes sind zwei junge Männer, die als "Beisitzer Grundwehrdienstleistende im Bundesvorstand des Deutschen Bundeswehrverbandes" sachlich und fachlich bestens bewandert sind und mit ihrem Buch "5 + 1" sehr weitgehende Vorschläge unterbreiten, an denen kein Konzeptionär vorbeigehen darf: Andreas Ahammer und Stephan Nachtigall (eine uns von Ihnen zur Verfügung gestellte Kurzfassung hier - Danke!).

Sorry, wenn wir auch etwas vorschlagen:

  • 1. Monat:

- vormittags: Vermittlung/Diskussion von Grundlagen ("von Plato zur NATO")
- nachmittags: Leibesertüchtigung!

  • 2. - 4. Monat:
    Grundausbildung (ordentlich über den Rinnstein marschieren);6 Wochen "Praktikum" nach Wunsch (in den Teilstreitkräften, THW oder sonstwo), dass natürlich auf die Weiterverpflichtung schielt.

Wer irgendwelche Vorschläge hat, sollte sie richten an:
Herrn Generalinspekteur
Wolfgang Schneiderhan
Bundesverteidigungsministerium
Postfach
11055 Berlin

denn er hat die Deutungshoheit. Sein Führungsstab (FüS) hat ihm bereits die ersten Ergebnisse zusammengetragen, die erkenntnisleitend sein sollen.

Sehr viel anspruchsvoller, und vor allem teuerer wird die Wehrpflicht 2011 (grob um den Faktor 1.33); hoffentlich wenigstens einsehbarer.

{Was nutzt, ist uns teuerer}
 

Jetzt kommentieren:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Weitere Artikel

  • Sorry, es muss erlaubt sein, sich zu strategischen Fragen ein wenig in der Nase bohren zu dürfen, vor allem, wenn es andere sind. Im AFPAK-Gürtel tummeln sich diverse, pashtunische "Opposing Militant Forces" (OMF), die, aufgrund der Macht-Phantasien ihrer jeweiligen Führer, natürlich schwer unter "einen Hut" zu bringen sind. Unterstellt, dass es eine letztlich für alle um eine einsehbare "strategische" Stossrichtung geht, gibt es Einsichten in die "wirkliche" Lage (abgegriffen von der aktuellen Medien-Lage):

  • Sorry, wir haben gestern in Bonn richtig Arbeitszeit verloren, was aber nicht heisst, dass es sehr schön war.

    Deshalb heute nur ein kurzer Hinweis auf eine 3-teilige Studie, die der grosse Meister Anthony H. Cordesman beim CSIS aufgelegt hat, über die "Uncertain Lessons" der U.S.-Kriege in Afghanistan und dem Irak:
    http://csis.org/publication/shape-clear-hold-and-build-uncertain-lessons-afghan-iraq-wars (im Text sind die Links zu dem Dreiteiler "verborgen").

  • Gestern hat Vizeadmiral Wolfgang E. Nolting, Inspekteur der Deutschen Marine, sein Heimspiel in der Godesberger "Redoute" haushoch gewonnen. Als Raucher hatten wir zudem die Gelegenheit, ein paar Worte mit dem sympathischen Seebär zu wechseln.

  • Man müsste schon sehr weit ausholen, um zu begründen, warum ein deutscher Zeitgenosse Interesse an "lessons learned"-Papieren der U.S. Army haben sollte. Wir hinterfragen das nicht, weil die "Sommerloch"-Kritik doch zu überwältigend scheint.

    Aber vielleicht findet man in dem "Comprehensive Lessons Learned White Paper" des U.S.-Heeres doch etwas, das für das Deutsche Heer hilfreich ist:
    https://www.g8.army.mil/BlueRibbon/documents/pdf/091500JUN09_Comprehensive_Lessons_Learned.pdf

  • An seinem ersten Arbeitstag wird Verteidigungsminister Freiherr zu Guttenberg (FzG) sich eingestehen müssen, dass er nicht 100 Tage Schonfrist für sich beanspruchen kann, denn im Dezember steht die Verlängerung des Bw/AFG-Mandats durch den Bundestag an.