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Kein Rückzug

Ghadhafi lehnt Forderungen ab

Ghadhafi lehnt Forderungen nach seinem Rückzug erneut klar ab, schreibt die NZZ, und die USA sehen einen zunehmenden Kontrollverlust des Regimes über Libyen. Libyens Machthaber Ghadhafi hat Forderungen nach seinem Rückzug erneut eine Absage erteilt. «Millionen Libyer sind auf meiner Seite», sagte Ghadhafiin einer über Lautsprecher ausgestrahlten Rede in der Stadt el-Asisija, 50 Kilometer südlich der Hauptstadt Tripolis. «Wir sind bei uns zu Hause und wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen, um unsere Ehre, unser Öl und unseren Reichtum zu verteidigen.» Der Krieg sei seinem Land «aufgezwungen» worden. Männer, Frauen und Kinder müssten nun mit allen Waffen kämpfen, um die Hochburgen der Rebellen in Benghasi, Misrata und den Nafusa- Bergen zu «befreien». Die libysche Armee werde die Städte von den «Verrätern und Söldnern der Nato» zurückerobern.

Nach Einschätzung der amerikanischen Regierung verliert Ghadhafi dagegen zunehmend die Kontrolle über sein Land. Alles deute darauf hin, dass sich die Situation in Libyen «gegen Oberst Ghadhafi» entwickle, sagte der Sprecher des Weissen Hauses in Washington.


Verhandlungen hinter den Kulissen
Ghadhafi kontrolliere immer weniger Gebiete, während die Rebellen in vielen Gegenden auf dem Vormarsch seien, sagte der Sprecher Obamas. Der libysche Machthaber habe zudem immer weniger Treibstoff und Geld. Die USA haben Ghadhafi bereits mehrfach zum Rückzug aufgerufen. Am Wochenende waren US-Gesandte nach Angaben aus Regierungskreisen in Washington in Tunesien zu direkten Gesprächen mit Vertretern Gaddafis zusammengekommen.

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