Im Vorfeld der anstehenden Kabinettsklausur standen im Verteidigunsressort zunächst die militärischen Beschaffungen (5,66 Mrd. EUR für 2011 gem. BwPlan 2010) im Mittelpunkt der Diskussion um Kürzungen. Von den zirka 97 Rüstungsprojekten, mit einem Volumen von 88,7 Mrd. EUR, werden sich nach der "Triage" vermutlich einige auf dem Gefechtverbandsplatz wiederfinden. Amputationen an den jeweiligen Mengengerüsten sind zu erwarten. Dann kam die Meldung, es werde im BMVg auch über eine Suspendierung der Wehrpflicht, einhergehend mit einer Reduzierung des Personals auf 150.000 Soldaten nachgedacht. Keine Tabus lautete ja die Ministeranweisung. Kritiker kamen sofort mit der Argumentation, man habe doch gerade erst über die Verkürzung der Wehrpflicht auf 6 Monate entschieden. Dies offenbar ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen. Denn neben dem Erreichen der Sinnlosigkeit des Dienstes, ist eine Steigerung der Kosten die Folge.
Wir starten mal eine "kalkulatorische Nebelfahrt", nehmen dabei das schmunzeln der Herren mit dem richtigen Zahlenwerk in Kauf. (Neidvoll...)
Im Haushaltsplan 14 findet man zum Thema "Wehrpflicht" folgende Zahlen:
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Erstattung von Auslagen und Verdienstausfall an Wehrpflichtige |
6.900.000 € |
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Ausgaben für fachärztliche Untersuchungen von Wehrpflichtigen |
3.100.000 € |
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Sozialversicherungs- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge |
233.000.000 € |
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Familienheimfahrten derWehrsoldempfänger |
40.000.000 € |
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Wehrsold und Nebenleistungen der Grundwehrdienstleistenden und Wehrpflichtigen, die freiwilligen zusätzlichen Wehrdienst leisten |
454.650.000 € |
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Ausgaben der bereitgestellten Verpflegung für Wehrsoldempfänger |
45.855.000 € |
| in Summe | 783.505.000 € |
| für die Mehrkostenermittlung setzen wir den Faktor 1,33 an | 1.042.061.650 € |
| Kostensteigerung | 258.556.650 € |
Soweit die "Nebelfahrt" zu den Folgen der Wehrpflichtverkürzung, rein kalkulatorisch ohne Handlingkosten wie Ein-Auskleidung und einiges mehr. Im Nachgang dann der "Eiserne Wolfgang" mit seiner Einsparanordnung.
Komisch, bei dem Begriff Personalausgaben denken wir - fast automatisch - an die Bezüge der Hochschullehrer an den Bundeswehr-Universitäten. Ist das Blasphemie?










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