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Kosten des Krieges

Mehr Milliarden für Afghanistan

Ungeachtet der jüngsten Debatte über den Afghanistan-Krieg hat der amerikanische Kongress zusätzliche Milliarden für den Einsatz 
freigegeben. Das Repräsentantenhaus stimmte am 27.07.2010 mit grosser Mehrheit dafür, das Budget für den Krieg am Hindukusch um 33 Milliarden Dollar zu erhöhen. Das insgesamt 59 Milliarden Dollar schwere Gesetzespaket umfasst neben der laufenden Verstärkung der US-Truppen in Afghanistan weitere 6,2 Milliarden Dollar für Hilfsprogramme des Aussenministeriums am Hindukusch, im Irak und in Haiti. Der Rest für Katastrophenmanagement in den USA und für die Unterstützung von Veteranen des Vietnamkriegs bestimmt. Das Abstimmungsergebnis in der grossen Kongresskammer fiel mit 308 zu 114 klar aus. Der Senat hatte das insgesamt 59 Milliarden Dollar schwere Gesetz bereits in der vergangenen Woche verabschiedet. Als nächstes muss es von Obama in Kraft gesetzt werden.

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  • Eine Investition von 300 Millionen US-Dollar im südlichen und nördlichen Afghanistan stehen als Synonym für die Pläne des Pentagon mit einem Multi-Millionen-Dollar Programm Liegenschaften zu errichten, die als Basis für militärische Operationen in der Zukunft dienen sollen. Keine der jetzt anstehenden drei Projekte wird vor Ende 2011 fertig gestellt sein.

  • Das Pentagon kündigte einen grundlegenden Sparplan an, mit dem man 100 Milliarden der explodierenden Kosten einsparen will. Wo man das wirklich will, ist aber noch nicht final geklärt, denn der Ankündigung kann man auch entnehmen, dass bei den Engagements im Irak und in Afghanistan nicht gespart werden soll und auch das grundsätzlich teuerste Einzelprojet der US Militärsd - ie F-35 - nicht angerührt werden soll. Dem Vernehmen nach bezieht sich der Sparwillen auf eine Art Rasenmähermethode bei allen "Overhead-Kosten".

  • Nach Aussage eines offiziellen Sprechers des Pentagon gibt Washington weitere drei Milliarden Dollar für Ausrüstung in Afghanistan aus, um die Sprengfallen entlang der Straßen wirkungsvoller bekämpfen zu können. Staatssekretär Ashton Carter vom Defense Department erklärte, ein Teil des Geldes werde dafür ausgegeben, die Zahl der an Seilen geführten Überwachungs-Ballons auf 64 zu verdoppeln, die den Truppen eine Beobachtung aus der Vogelperspektive erlauben.

  • Die Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan kostet jährlich circa drei Milliarden Euro. Die gesamten Kosten der deutschen Beteiligung am Krieg in Afghanistan betragen bei einem Abzug ab dem Jahr 2010 etwa 36 Milliarden Euro. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des DIW Berlin, die das manager magazin vorab berichtete.

  • Die Streitkräfte Australiens (ADF – Australian Defence Force) erhalten weitere rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffen des schwedischen Typs M3 Carl Gustaf 84mm. Insgesamt werden 400 mit Wärmebildsichtgeräten ausgestattete Waffensysteme beschafft, die von Spezialkräften, der Infanterie und Sicherungskräften der Royal Australian Air Force (RAAF) genutzt werden sollen. Der Vertrag zwischen den australischen Streitkräften, dem schwedischen Hersteller Saab Bofors Dynamics und BAE Systems hat einen Umfang von 10,5 Mio. US-Dollar. BAE Systems Australia stellt für 16 Mio.