Wir haben “helfende Post” erhalten (Danke): Natürlich ist es falsch, wenn wir von “Aufträgen” sprechen, die die Nationen bisher hinsichtlich A400M erteilt hätten: Richtig ist, dass alle ein “Commitment” (Verpflichtung, Bindung) eingegangen sind. “Aufträge” werden erst nach Vertrags-Unterzeichnung abgegeben (irgendwann in 2001).
Hinsichtlich des englischen Commitments, eventuell 25 (statt früher 45) A400M ordern zu wollen, werden wir von unserem sachkundigen Briefschreiber auf die Konditionen hingewiesen, die der englische Verteidigungsminister Geoffrey Hoon in “einer in der englischen Presse nachzulesenden Erklärung” abgegeben habe:
- “ein angemessener Preis
- akzeptable Finanzierung (in welcher Höhe übernimmt wer die Finanzierung der Entwicklungskosten?)
- akzeptable Auslieferungstermine
- alle anderen Partner stehen zu ihren “commitments”
- angemessene Beteiligung der britischen Industrie (RollsRoyce ist als Triebwerks-Spezialist expressis verbis erwähnt)
Zusätzlich kündigt Hoon die Anwendung der Regeln des “smart procurement” an. Im Klartext: saftige Konventionalstrafen und Schadensersatz für den Fall, dass vertragliche Leistungen nicht erbracht oder Termine überschritten werden. Für den Fall, dass die Bedingungen nicht erfüllt werden, droht Hoon mit der Rückfallpostion C-17.”
Unser geschätzter Informant kommt zu der Auffassung: “Dieses britische “commitment” enthält so viele und vor allem so vage definierte Schlupflöcher, dass man es besser als “non-commitment” bezeichnen sollte.” Gar so weit gehen wir nicht mit: Es ist halt business-cool, mit 25 Maschinchen mehr herauszuholen, als man investiert.
{Ist eben bestes britisches Power-Play}










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