Im meerumschlungenen Schleswig- Holstein gibt es die wunderschöne Meldorfer Bucht. Sie hat nur zwei Nachteile: Sie gehört nicht zum die gesamte Nordsee umfassenden “Naturpark Wattenmeer” und hat “ewigen Bestandsschutz” für die Bundeswehr! Und die hat hier ein ideales Gelände, um z. B. die zukünftig ausserordentlich wichtigen UAV’s (Unmanned Aerial Vehicles, Drohnen) zu erproben: Das Wattenmeer bietet die Gewähr, dass man abgeschmierte Teile in Ruhe einsammeln kann.
Nun droht Ungemach. In Berlin verhandeln Bundestags-Abgeordnete, die SH-Landesregierung und Vertreter des BMVg über Einschränkungen bezüglich des Tief-Flugs (hässlich z.B. über Helgoland), des Schiessens in die Meldorfer Bucht und der Erprobung “hinter dem Deich”. Würde Friedrichskoog die UAV’s nicht mehr erproben können, gibt es eine Alternative: Nur noch in Namibia gibt es ein so schönes Wattenmeer. Unrichtig ist das Gerücht, dass Frau Simonis die höheren Dienstreise-Kosten aus der Landeskasse bezahlen will. Richtig dagegen ist - wussten Sie das? -, dass es Wale in der Nordsee gibt: sog. Schweinswale - werden ungefähr so gross wie Delphine - sollen pussierliche Tierchen sein.
Es gibt augenscheinlich ein ernsthaftes Problem für die UAV-Fans: Nach den international gültigen Luftverkehrs-Regeln dürfen pilot-lose Luftfahrzeuge nur in einer Höhe über 60.000 feet (18.288 m) frei fliegen oder über dem für das Militär vorbehaltenen Sperrgebieten. So schrauben etwa die US-Militärs in einem Sperr-Gebiet das mit grosser Reichweite hochfliegende UAV “Global Hawk”auf die Höhe von 60.000 feet und lassen es dann über den Atlantik und zurück fliegen. Falls die Europäer auf dem Gebiet UAV mithalten wollen, müssten sie sich demnach nach einem Übungsgelände umschauen. Und dann müsste noch ein Weg gefunden werden, den Luftfahrt-Behörden eine Muster-Zulassung für pilot-lose Flugzeuge abzuringen.
Hat jemand Vorschläge?
geschrieben von Michael Forster am 19. Dezember 2000
UAV-Dienstreisen nach Namibia?










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