Die britische Royal Navy muss ihre Flotte dringend erweitern, um wichtige Handelswege zu sichern. Dazu sollen billigere und anpassungsfähigere Schiffe gebaut werden, statt teure, die hoch spezialisiert sind, resümierte vorgestern ein "Verteidigungs ThinkTank". Das Verteidigungsministerium vollzieht just eine umfassende Überprüfung seiner zukünftigen militärischen Anforderungen und sucht nach Wegen, um geforderte und nötige Fähigkeiten billiger einzukaufen. Dies ist ein Teil der Regierungsanstrengungen ein sattes Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.
Ein Artikel in der Zeitschrift des Royal United Services Institute, besagt, dass England mindestens 10 weitere Fregatten brauche und dass Schiffe, die in der aktuellen Flotte noch ihren Dienst tun, sich dem Ende ihrer Nutzungsdauer nähern. "Weltweit anliegende Aufgabenstellungen fordern mehr Kampfkraft in der Fläche zu geringeren Kosten und mit weniger Spezialisierung. Die Nutzung der Meere verlangt Präsenz entlang der Seewege", heißt es in dem Artikel, geschrieben vom pensionierten Vize-Admiral Jeremy Blackham und Gwyn Prins, einem Professor der "London School of Economics". Die Schiffe benötigten, um diese Aufgaben zu erfüllen, Ausdauer, Vielseitigkeit, Anpassungsfähigkeit und in verschiedene Aufgaben-Rollen wechseln können - und dabei müssten sie auch noch billiger sein. Präsenz verlange Menge, stellen die Autoren fest. Beamte aus dem Verteidigungsministerium hatten gesagt, sie würden sich für mehr Schiffe einsetzen und dazu passt eine Äußerung eines leitender Beamter von letzter Woche gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Ministerium prüfe, ob ein acht Milliarden US-Dollar Deal für zwei neue Flugzeugträger fallengelassen werde. Das könnte mehr Geld für kleinere Schiffe bedeuten.
Großbritannien hat derzeit über 70 Kriegsschiffe, darunter 24 Fregatten und Zerstörer. Der Artikel des Instituts argumentiert, dass die Schiffeim Durchschnitt zu alt wären und man bei zukünftigen Bestellungen auf Menge und geringere Kosten setzen sollte. Das Ministerium hatte bereits verlauten lassen, das es eines seiner langfristigen Ziele sei, die Hersteller mehr zu modularen Bauweisen zu drängen, weniger spezialisiert und billiger, also Schiffe die sich einfacher ins Ausland verkaufen lassen. Dies sei Teil eines Regierungsprogramms um die Exporte anzukurbeln. Der Artikel hebt weiterhin England's Abhängigkeit vom Seehandel hervor, der nach Angaben der Handelskammer 95% des Handelsvolumens und 90 Prozent des Handelswertes ausmacht .










Das gleiche gilt fuer Deutschland und den Rest der europaeischen Union. Emtweder eine gemeinsamme Reform und eine gemeinsamm gefuerhte Marine oder jedes Land fuer sich und alle haben viele kleine vielseitigen Schiffe. Das waere schade, da ich der Meinung bin, dass bestimmte technologisch vielversprechende Richtungen weiterhin forciert werden sollte. Die Ergebnisse lassen sich sehen, deutsche U-boote haben schliesslich einen Mythos aehnlich ihrer Panzer. Wichtig ist das Sichern der Handelsweege und daueber hinaus die Streitfaehigkeit gegenueber anderen Seestreitkraeften.
Ist das garantiert und es rechnet sich unterm Strich, kann man gar nichts falsch machen.
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