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Mitteln und Methoden des BMVg

Anti-Abschieds-Strategie: 3D

Wenn man, wie Verteidigungsminister Freiherr zu Guttenberg derzeit, mit Lob überschüttet wird, sollte man rechtzeig dafür sorgen, dass das so bleibt. Es ist wie im Krieg - man muss seine Truppen so "aufstellen", dass man in den Gefechten siegt (oder zumindest keine Niederlage erleidet); der Krieg endet spätestens nach 4 Jahren.

Unter Ex-Verteidigungsminister Peter Struck hatte sich die Meinung durchgesetzt, dass das Arbeiten im Verteidigungsministerium deshalb so schön sei, weil man von einer herzlichen Loyalität der "Mitarbeiter" umgeben ist, die ihresgleichen sucht.

U.E. verschönt diese Ansicht die "heimlichen Plattenverschiebungsdrücke", die nur ganz ruhig "systemisch" sind:

  • Die Fraktionen von Art. 87 a GG (Militärs) kämpfen unaufhörlich gegen die Truppen von 87 b GG (Bundeswehrverwaltung) - und umgekehrt;
  • Der "Selbstbehauptungswille" der 5 Teilstreitkräfte ist ungebrochen;
  • Die strategische Ausrichtung aller ministeriellen "Player" (z.B. "Rüstung") muss man kennen.

Wenn man folgerichtig davon ausgeht, dass aus diesen Plattendrücken katastrophale Eruptionen entstehen können, sollte man seismische Melder haben. Unter der nicht-korrekten Voraussetzung, dass man dem geregelten Geschäftsgang im Ministerium vollends vertraut, muss man sich als Minister extraordinäre Kontrollmechanismen verschaffen, die allen Beteiligten den notwendigen Respekt (Furcht?) einflösst:

  • Der Planungsstab des BMVg war immer, zumindest was seinen Leiter angeht, eine Personalie, die der Minister bestimmt (das Problem der Personal-Abteilung war immer, dem Vorgänger einen dementsprechenden (hochdotierten) "Entlassungs"- ausweichposten zu besorgen);

    "Gespiegelt" zu den 11 "Hauptabteilungen" des Ministeriums müsste der Planungsstab ein 11 Personen starkes "RED TEAM" haben (das sind die "Hacker", die das System knacken); jeder Einzelne von Ihnen hat das Format von James Bond. Richtig ist, dass man die entsprechenden Persönlichkeiten erst einmal ausfindig machen muss (wie macht man das?).

    Mit welchen Mitteln und Methoden der neue Verteidigungsminister sein Haus auch immer "unter Controlling-Druck" setzt, ist letztlich egal; Hauptsache er macht es (richtig).

    {Sun Tsu sagt: "Druck, Dampf - und Donnerwetter" (3D)}

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  • Sorry, wir haben gestern in Bonn richtig Arbeitszeit verloren, was aber nicht heisst, dass es sehr schön war.

    Deshalb heute nur ein kurzer Hinweis auf eine 3-teilige Studie, die der grosse Meister Anthony H. Cordesman beim CSIS aufgelegt hat, über die "Uncertain Lessons" der U.S.-Kriege in Afghanistan und dem Irak:
    http://csis.org/publication/shape-clear-hold-and-build-uncertain-lessons-afghan-iraq-wars (im Text sind die Links zu dem Dreiteiler "verborgen").

  • Sorry, es muss erlaubt sein, sich zu strategischen Fragen ein wenig in der Nase bohren zu dürfen, vor allem, wenn es andere sind. Im AFPAK-Gürtel tummeln sich diverse, pashtunische "Opposing Militant Forces" (OMF), die, aufgrund der Macht-Phantasien ihrer jeweiligen Führer, natürlich schwer unter "einen Hut" zu bringen sind. Unterstellt, dass es eine letztlich für alle um eine einsehbare "strategische" Stossrichtung geht, gibt es Einsichten in die "wirkliche" Lage (abgegriffen von der aktuellen Medien-Lage):

  • Wenn es einen Dauerbrenner der sicherheitspolitischen Debatte gibt, dann ist es der über die transatlantischen Beziehungen. Was Jeremy Shapiro und Nick Witney für das "European Council on Foreign Relations" aufgeschrieben haben - passend zum heutigen EU/US-Gipfel -, ist ganz sicher die volle Aufmerksamkeit und gebührende Anerkennung wert:
    http://www.ecfr.eu/content/entry/towards_a_post-american_europe_a_power_audit_of_eu-us _relations_shapiro_whi

  • 10 Arbeitsgruppen haben die Koalitionsverhandler gebildet, um den Koalitionsvertrag mit konkreten Politik-Zielen für die nächsten vier Jahre zu unterfüttern; der Bereich Verteidigungspolitik ist u.E. dabei nicht vertreten (es gibt 14 "Fachminister") (siehe Nachtrag).

    Muss ja auch nicht, denn die einzige (vordergründige) Ideologie-Frage zwischen CDU/CSU und FDP ist die der Wehrpflicht; sie kann man mit einer charmanten Formulierung aushebeln.

  • Wieder kurz davor, eine "Sorry"-Meldung zu schreiben, haben uns die NATO-Parlamentarier rausgepaukt. Wahrscheinlich wird kaum jemand von ihrer 55. Jahrestagung in Edinburgh berichten. Seit Jahrzehnten ist es so, dass uns die schriftlichen Berichte der "Nato Parliamentary Assembly" zu sicherheitspolitischen Themen interessiert haben - weil sie in den Stapel an sauber erarbeiteten Studien zu einem jeweiligen Thema gehören, immer irgendwie Fundgrube sind. Beim Lob sollte man der fleissigen "Büchsenspanner" gedenken, die die ganze Arbeit hatten).