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Mobilität im Einsatz verbessert

65 neue "Superfüchse" bestellt

Der Transportpanzer Fuchs wird durch seine Zuverlässigkeit bei der Truppe im Einsatz hoch geschätzt. Aufgrund fehlender Alternativen bei bestimmten Varianten werden die letzten Fahrzeuge(Fuchs 1A8) nach derzeitiger Planung sicher noch bis 2025 im Einsatz bleiben. Bereits im Juli wurde deshalb auch der Vertrag zur Nachrüstung für 65 weitere Einheiten unterzeichnet. Die Maßnahme hat ein Vertragsvolumen von 38,7 Mio. Euro (also 595.000 Euro pro Fahrzeug)
Die Leistungen/Modifikationen beinhalten u.a.:
- Strukturänderung der Wannen im Bodenbereich durch weitere Minenschutzplatten und Zwischenböden,
- Verstärkungen in den Radkästen durch Panzerstahl,
- Türverstärkungen,
- Verstärkungen im Außenbereich.

Irgendwie aber fehlt etwas. Brigadegeneral Jörg Vollmer, Kommandeur des 19. EinsKtgt ISAF, hat die Bedürfnisse der Truppe in seinem Erfahrungsbericht so formuliert: "Der TPz Fuchs (insbesondere die Version 1A8 "Superfuchs") hat sich im Einsatz bewährt. Die Kampfwertsteigerung ab 2010 nach Einrüstung der FLW 200 wird zwingend notwendige taktische Fähigkeiten (stabilisierte Waffenanlage und Wärmebild) erbringen und zu einem Fähigskeitszugewinn führen. Eine Steigerung der Waffenwirkung auf allen Fahrzeugen ist zwingend erforderlich. MG3/4 reichen bei der landestypischen Bauweise von Häusern und Wällen nicht, um diese zu durchschlagen. Hier ist auch über das Kaliber .50 hinaus die Fähigkeit des Kampfes der gesamten Besatzung aus den Fahrzeugen heraus (Kugelblenden) zu ermöglichen. Weiterhin fehlt grundsätzlich die Fähigkeit zum Einsatz von Nebelmitteln unter Schutz (NMWA)."

Hinsichtlich der Erwartungshaltung von BG Vollmer zur Kampfwertsteigerung könnte man glauben, Berichte werden gelesen, aber nicht verstanden. Oder wie kann man "zwingend notwendige Fähigkeiten" einfach ausblenden.

Wer die Berichte über die Kämpfe der BW-Einheiten im Raum Kundus verfolgt, muß zu der Überzeugung kommen, daß 2 Wirkungskomponenten nicht oder nur unzureichend verfügbar sind, um Durchsetzungsfähigkeit und Beherrschen des Raumes mit Feuer jederzeit umsetzen zu können:
- Einsatz von Maschinenkanonen 20 mm auf TPz Fuchs - Basis - altes Projekt "KSK Fuchs,
- Mörserkampfsystem Kal. 120 mm des Luftlandepanzers Wiesel angepaßt an das Dingo 2 Fahrgestell.
Beide Fahrzeugtypen sind in Afghanistan im Einsatz und logistisch beherrschbar. Diese Lösungen dürften technisch in kurzer Zeit realisierbar sein.
Grundlage dafür ist der Artikel "Schützenpanzer Marder 1 A5" - Erfahrungen aus dem Einsatz in Afghanistan der Herren Brügner, Grohman, Hecht in der Zeitschrift "Strategie & Technik" Heft Juni 2010.

Wozu bauen andere Nationen ihre SPW's (Transportpanzer) schwimmfähig? Weil sie keine Ahnung oder keine Schnellbrücken haben? Warum war der TPz1 schwimmfähig? Eine unnütze Fähigkeit? Wozu ist der neue TPz2 von Rheinmetall schwimmfähig? http://www.rheinmetall-defence.com/index.php?fid=1007&lang=2&pdb=1
Ein Exportschlager im Ausland (mit hohem Schutzniveau und allen Waffenstationen). Er kann für den Gegner unvorhersehbar an nahezu beliebigen Stellen Wasserhindernisse überwinden. Nur die BW kauft ihn nicht und modernisiert alte Buden (mit begrenzter Nutzungsdauer), für viel Geld, die dadurch ihre Schwimmfähigkeit verlieren. Es gibt für unsere Soldaten nicht das Beste, sondern halt nur das Zweit- oder Drittbeste. Sie sind gezwungen Brücken zu nutzen und werden so zum leichten Ziel. Der Gegner kann ruhig warten bis sie vorbeikommen. Dann nützt auch die beste Panzerung nicht mehr viel.

Richtig "super" wäre es, wenn man endlich noch mehr Gefechtsfahrzeuge einsetzen würde. Nur 20 Schützenpanzer Marder für zwei Ausbildungs-und Schutzbataillone, welch ein Unsinn! Stattdessen rüstet man mühsam gepanzerte Transportfahrzeuge auf und wird trotzdem nicht die erforderliche Kampfkraft erhalten. Aber was soll man von einer Armee erwarten, die über ein halbes Jahrhundert lang den Frieden für den Ernstfall hielt. Es geht ihr so wie einst den selbstgefälligen Nachfolgern der Armee Friedrichs des Großen, denen bei Jena und Auerstedt die Augen geöffnet wurden.

Erfreulich, dass General Petraeus als neuer ComISAF gleich zu Beginn in einer Weisung auf das Wesentliche im Krieg verweist: Den Gegner zu zerschlagen! Und wie reagiert die politische Elite in Deutschland? Man kritisiert die Wortwahl des neuen ISAF-Kommandeurs als zu „martialisch“. Aber erst großsprecherisch den Krieg ausrufen, das kann unsere politische „Elite“. Nur noch peinlich und für Soldaten hochgefährlich, unsere Polit-Strategen in Berlin.

Wozu denn auch noch schwimmfähig? Ich sitze lieber in einem besser geschütztem TPz als in einer Konservendose die schwimmen kann. Auf einem 1A8 habe ich auch 12,7mm zum wirken.
Außerdem muss der Rest der Patrouille auch noch mitkommen. Wolf, Yak, Dingo und co können auch nicht schwimmen. Wozu gibts außerdem Panzerschnellbrücken? Da brauch man auch kein ganzes PiBtl für!

Eine halbe Sache für viel Geld. Das Ding ist ja nicht einmal mehr schwimmfähig. Wenn man im Auslandseinsatz mal über ein Flüßchen will, da muß erst ein Pionierbattalion eingeflogen werden und eigene AN-124 haben wir dafür nicht. Ohne die Russen geht es halt nicht. Bei den Russen schwimmt jeder Schützenpanzer (BMP) und jeder Schützenpanzerwagen (Transportpanzer). Die Griechen und Türken wissen schon, warum sie dort kaufen.

Richtig "supern" würde man den 1A8, wenn es endlich einen effektiven Schutz gegen RPG-7 Handwaffen geben würde. Deutsche Technik gibt es im aktiven wie reaktiven Bereich von Deisenroth und der Dynamit Defense. Aber es liegen seitens der "Verwaltungsbeamten" im Bereich der Rüstungsbeschaffungen sehr ambitionierte Forderungen vor.(Zweifacher
Treffer auf gleicher Stelle - müsste man nicht auch einmal eine 3-4-5-fach
Trefferwahrscheinlichkeit theoretisieren?) Wie gesagt, Systeme gibt es diese werden zum Teil von unseren ISAF-Partner UK und USA genutzt(siehe bspw. US-Schützenpanzer-Bradley).

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Weitere Artikel

  • Bereits am 9. Juli 2010 unterzeichneten der Vizepräsident BWB Reinhard Schütte und die Geschäftsführer der Firma Rheinmetall MAN Military Vehicles Klaus Sander und Peter Georgi den Vertrag über die Einbringung von Maßnahmen zur Schutzverbesserung in 65 TPz 1 vom Typ Fuchs A8. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte der Beschaffungsmaßnahme mit einem Volumen von 38,7 Mio. Euro am 7. Juli 2010 zugestimmt. Innerhalb von nur vier Wochen konnten der Vorlagebericht und der schlussgezeichnete Vertragsentwurf erstellt und fristgerechnet dem BMVg vorgelegt werden.

  • Es ist eigentlich keine neue Erkenntniss, welche Ausrüstung die Soldaten im Einsatz brauchen, muss ständig an sich ändernde Bedingungen und Bedrohungen angepasst werden. Dieses geschieht auch mit Blick auf den Einsatz in Afghanistan. Dazu hat der Presse- und Informationsstab des BMVg eine interessante Übersicht zusammengestellt, die aber einige Tage von uns nicht wahrgenommen wurde. Asche auf unser Haupt, aber Fehler macht jeder. Hier die wichtigsten Beispiele:


    Die Waffenstation FLW 200 (Quelle: KMW) unser Startbild.

  • Die inzwischen vielköpfige und ausgesprochen variable DINGO-Familie von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) erhält weiteren Zuwachs. Das Unternehmen hat auf der Messe EUROSATORY bei Paris das geschützte DINGO 2 Bergefahrzeug vorgestellt.

  • Diehl Defence und die Al Jaber-Gruppe haben während der IDEX heute (Mittwoch) ein Joint Venture unterzeichnet. Die Vereinbarung bezieht sich auf die gemeinsame Modernisierung und Kampfwertsteigerung militärischer Landfahrzeuge in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

    Die Joint Venture-Vereinbarung wurde von H.E. Obaid Khaleefa Jaber Al Murri, Vorstandsvorsitzender der Al Jaber-Gruppe, und Claus Günther, Sprecher Bereichsvorstand Diehl Defence, in Anwesenheit führender Vertreter beider Unternehmen sowie militärischer Repräsentanten der VAE unterzeichnet.

    H.E.

  • Rheinmetall ist vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung mit der kurzfristigen Lieferung wichtiger Schutzsysteme beauftragt worden, um die Sicherheit der Einsatzkräfte der Bundeswehr in Afghanistan weiter zu erhöhen. Das Gesamtvolumen von zwei Einzelaufträgen, die jeweils im Rahmen des einsatzbedingten Sofortbedarfs der Bundeswehr erteilt wurden, umfasst etwa 24 MioEUR. So wird Rheinmetall zunächst vier Bergepanzer Büffel der Bundeswehr umfassend modernisieren, um den Besatzungen der Fahrzeuge wirksamen Schutz vor ballistischen-, Minen- und IED-Bedrohungen zu geben.