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NATO will Strategie

Im November Beratungen auf Gipfel

Künftig sollen auch IT-Angriffe den Bündnisfall für die Nato auslösen. Das sieht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung der Entwurf von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen für das neue strategische Konzept des Bündnisses vor, das auf dem Nato-Gipfel im November 2010 in Lissabon verabschiedet werden soll. Laut Artikel 5 des Nato-Vertrags wird ein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedsland als Attacke auf das gesamte Militärbündnis bewertet und mit einer geheimdienstlichen und militärischen Zusammenarbeit bis hin zu gemeinsamen Gegenschlägen beantwortet.

Den kollektiven Verteidigungsfall hat die Nato bislang erst einmal ausgerufen, und zwar nach den Terrorattacken in den USA am 11. September 2001. Rasmussens Entwurf ging Anfang der Woche an die Regierungen der 28 Mitgliedstaaten, wo er bislang strikt unter Verschluss gehalten wird. Die Cyber War Dimension hatte bereits im Experten Papier NATO 2020 eine gewichtige Rolle gespielt.

Rasmussen hatte sich schon kürzlich im Wall Street Journal zum Thema IT-Kriegsführung geäußert. "Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass Cyber-Attacken zu einer neuen Form der dauerhaften Kriegsführung auf niedrigem Niveau geworden sind", sagte er. Ständige Angriffe auf US-Netzwerke gingen laut Nato-Kreisen von über 100 Staaten aus. China und Russland seien der Ursprung der meisten dieser IT-Attacken. Eine neue Art der Bedrohung stellt der spätestens seit den Diskussionen über die Attacken auf den irsanischen Atomreaktor bekannte Stuxnet dar, ein Wurm, der die Maschinensteuerungen der iranischen Atominstallation befallen und sabotiert hatte.

Die Nato müsse solche Angriffe früher erkennen und zur Quelle zurückverfolgen können, sagte Rasmussen. Dafür sei erst kürzlich die neue Nato-Hackerabteilung Emerging Security Challenges Division geschaffen worden. International müsse man zu einem Abkommen zur Begrenzung im Cyberwar kommen, sagte Jamie Shea von Rasmussens Büro der Zeitung. Eine Arbeitsgruppe der Uno versuche, dazu China, Russland, die USA und andere Staaten an einen Tisch zu bringen.

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