Skip to main content

Neues Drehkreuz

Auslandslogistik in Mainz

„In wenigen Stunden Hilfe in entfernte Regionen zu bringen erfordert im Hintergrund eine logistische Meisterleistung“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme heute in Mainz. Nach neun Monaten Bauzeit wurde dort heute das Zentrum für Auslandslogistik (ZAL) eingeweiht. „Das ZAL ist unser Drehkreuz für Auslandslogistik. Unser Garant für eine noch schnellere und effizientere Hilfe.“ Von Mainz aus werden ab sofort alle Auslandseinsätze des THW logistisch abgewickelt.


THW-Präsident Albrecht Broemme: „In wenigen Stunden Hilfe in entfernte Regionen zu bringen erfordert im Hintergrund eine logistische Meisterleistung.“
Quelle: THW
Wenn die Erde bebt, ein Wirbelsturm ganze Landstriche verwüstet oder Flüsse über die Ufer treten, zählt jede Stunde. Jetzt muss jeder Handgriff sitzen, die Ausstattung schnell verladen und auf den Weg gebracht werden. Das ZAL wird diese zeitkritische Anlaufphase der Einsätze weiter verkürzen, so dass die THW-Kräfte noch schneller in Katastrophengebiete aufbrechen können. Dafür wird im ZAL, auf dem Gelände des Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, alles vorgehalten, was für einen erfolgreichen Auslandseinsatz nötig ist. Von Trinkwasseraufbereitungsanlagen über Campausstattung bis hin zu Bergungsausrüstung. Auf einer Fläche von mehr als 1.600 Quadratmetern finden rund 2.000 Paletten Platz. Die Funktion des ZAL umfasst nicht nur die Lagerung und logistische Abwicklung auf dem Weg in den Einsatz, sondern auch aus dem Einsatzgebiet zurück nach Deutschland. Außerdem wird die Ausrüstung hier überprüft und gewartet sowie gegebenenfalls ersetzt.

Der Vorteil des ZAL liegt nicht nur in der zentralen Lagerung der Ausrüstung, sondern besonders in der Nähe zum Flughafen Frankfurt. Der größte deutschen Flughafen ist eines der weltweit bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze. Von hier aus kann beinah jede Region der Welt erreicht werden „Die Einsätze des THW in Haiti, Chile und Pakistan haben wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine schnelle und effiziente Vorbereitung und Verlastung der Ausrüstung ist“, sagte Broemme.

Als Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz wird das THW zu 99 Prozent von ehrenamtlichen Kräften getragen, die in 668 Ortsverbänden organisiert sind. Es ist in Not- und Unglücksfällen mit Technik und Know-how in Deutschland und rund um den Erdball tätig. In den vergangenen sechs Jahrzehnten war das THW weltweit in 129 Ländern bei humanitärer Soforthilfe, Projekten und Hilfsgütertransporten im Einsatz.

Jetzt kommentieren:

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Weitere Artikel

  • Rund 250 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) trainieren in den nächsten zwei Wochen in Konz bei Trier den Bau von Eisenbahnbrücken. Dies ist ab 2011 eine neue Aufgabe des THW bei Katastrophen wie zum Beispiel Hochwasser. Bislang ist das THW nur für die Instandsetzung von Straßenbrücken zuständig. Die ehrenamtlichen THW-Brückenbauer sind vom 11. bis 26. September vor Ort.

    Sie sind die Spezialisten wenn es darum geht, behelfsmäßige Übergänge und Brücken zu bauen. Bundesweit hat das THW 14 Fachgruppen Brückenbau aufgestellt.

  •   "Die Hochwasser in Mitteleuropa in diesem Jahr haben eindrücklich gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit der europäischen Nachbarn und die Standardisierung im Bevölkerungsschutz der EU-Mitgliedsstaaten ist", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière heute bei einem Besuch im THW-Ortsverband Aue-Schwarzenberg.

  • „Das THW hat seinen, für den Bevölkerungsschutz wichtigen Pfeiler Brückenbau um den Bau von Eisenbahnbehelfsbrücken vergrößert“, sagte THW-Präsident Albrecht Broemme am Sonntag in Bonn. Bislang war das THW nur für die Errichtung von Straßenbehelfsbrücken zuständig. „Der Eisenbahnbehelfsbrückenbau stellt somit eine starke Ergänzung der Kernkompetenzen des THW dar,“ betonte Broemme. Die bundesweit erste THW-Übung im Eisenbahnbrückenbau endete am Sonntag in Konz.

  • THW-Präsident Albrecht Broemme hat im Septemberein neues Erprobungsgelände an der THW-Bundesschule in Hoya eingeweiht. Das Gelände wurde eigens für das Forschungsprojekt I-LOV gebaut, das sich mit der Rettung von Verschütteten befasst. Reale Bedingungen von eingeschlossenen Verletzten unter Trümmern werden hier simuliert, um neue Ortungsmethoden zu entwickeln und zu testen.

    I-LOV – das bedeutet "Intelligentes sicherndes Lokalisierungssystem für die Rettung und Bergung von Verschütteten".

  • In Folge der schweren Überschwemmungen in Pakistan entsendet die Bundesregierung ein Expertenteam und zwei Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen des Technischen Hilfswerks (THW) in die Katastrophenregion. "Pakistan ist von der schlimmsten Flutkatastrophe der vergangenen Jahrzehnte betroffen. Trinkwasser ist eines der Güter, die die betroffene Bevölkerung dringend benötigt.