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"Opposing Militant Forces"

Neue Talib-Strategie?: nett

Sorry, es muss erlaubt sein, sich zu strategischen Fragen ein wenig in der Nase bohren zu dürfen, vor allem, wenn es andere sind. Im AFPAK-Gürtel tummeln sich diverse, pashtunische "Opposing Militant Forces" (OMF), die, aufgrund der Macht-Phantasien ihrer jeweiligen Führer, natürlich schwer unter "einen Hut" zu bringen sind. Unterstellt, dass es eine letztlich für alle um eine einsehbare "strategische" Stossrichtung geht, gibt es Einsichten in die "wirkliche" Lage (abgegriffen von der aktuellen Medien-Lage):

  • Die U.S-Streikräfte meinen, die Situation im Osten AFG einigermassen "im Griff zu haben";
     
  • Im Süden AFG (insbesonder Helmand) rollt die Obama-Surge und verwandelt die Fast-Wüsten-Provinz in das grösste Militär-Camp; keine Chance für OMF;
     
  • Wer andererseits unter dem Stichwort SWAT-Valley die internationale Medien-Berichterstattung verfolgt, sieht, das die "Talibs" in Pakistan von Erfolg zu Erfolg eilen und dass der pakistanischen Regierung keine Nachhaltigkeit attestiert wird (nett gesagt).

Die führenden Talibs haben bestimmt nicht Carl von Clausewitz gelesen, vom "center of gravity" und der operativen Maxime, zu "massieren". Aber so "gesunden" militärischen Sachverstand haben sie allemal, um die Lage-Trends sachlich zu analysieren.

Wenn es solche strategischen "Einsichten" der vereinigten Talibs (mit ensprechenden operativen Massnahmen) geben sollte, verkompliziert sich die "westliche" Antwort dementsprechend (auch nett gesagt).

{Streiche Hindukusch, setze PAK}
 

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  • Sorry, wir haben gestern in Bonn richtig Arbeitszeit verloren, was aber nicht heisst, dass es sehr schön war.

    Deshalb heute nur ein kurzer Hinweis auf eine 3-teilige Studie, die der grosse Meister Anthony H. Cordesman beim CSIS aufgelegt hat, über die "Uncertain Lessons" der U.S.-Kriege in Afghanistan und dem Irak:
    http://csis.org/publication/shape-clear-hold-and-build-uncertain-lessons-afghan-iraq-wars (im Text sind die Links zu dem Dreiteiler "verborgen").

  • Die gestrige Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem U.S.-Parlament darf man schon als gelungene Werbeveranstaltung für die "Mittelmacht" Deutschland betrachten, so man überhaupt auf eine gewisse Reputation beim amerikanischen Bündnisführer Wert legt:
    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2009/11/2009-11-03-rede-merkel-usa.htm l

    Wenige Randnotizen erlauben wir uns:

  • Wieder kurz davor, eine "Sorry"-Meldung zu schreiben, haben uns die NATO-Parlamentarier rausgepaukt. Wahrscheinlich wird kaum jemand von ihrer 55. Jahrestagung in Edinburgh berichten. Seit Jahrzehnten ist es so, dass uns die schriftlichen Berichte der "Nato Parliamentary Assembly" zu sicherheitspolitischen Themen interessiert haben - weil sie in den Stapel an sauber erarbeiteten Studien zu einem jeweiligen Thema gehören, immer irgendwie Fundgrube sind. Beim Lob sollte man der fleissigen "Büchsenspanner" gedenken, die die ganze Arbeit hatten).

  • Wenn man, wie Verteidigungsminister Freiherr zu Guttenberg derzeit, mit Lob überschüttet wird, sollte man rechtzeig dafür sorgen, dass das so bleibt. Es ist wie im Krieg - man muss seine Truppen so "aufstellen", dass man in den Gefechten siegt (oder zumindest keine Niederlage erleidet); der Krieg endet spätestens nach 4 Jahren.

  • Man müsste schon sehr weit ausholen, um zu begründen, warum ein deutscher Zeitgenosse Interesse an "lessons learned"-Papieren der U.S. Army haben sollte. Wir hinterfragen das nicht, weil die "Sommerloch"-Kritik doch zu überwältigend scheint.

    Aber vielleicht findet man in dem "Comprehensive Lessons Learned White Paper" des U.S.-Heeres doch etwas, das für das Deutsche Heer hilfreich ist:
    https://www.g8.army.mil/BlueRibbon/documents/pdf/091500JUN09_Comprehensive_Lessons_Learned.pdf