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ESG und DRF Luftrettung entwickeln Rüstsatz AirMedEvac

Die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH und die DRF Luftrettung haben das Konsortium MARU (Modular Aircraft Rescue Unit GbR) gegründet, um einen Rüstsatz für den medizinisch begleiteten Patiententransport (MedEvac) insbesondere für Luftfahrzeuge zu entwickeln. Die ESG übernimmt die Verantwortung für die Entwicklung, Zulassung und Betreuung des Systems, während die DRF Luftrettung die medizinische Konzeption, die Konstruktion und den technischen Support übernimmt. Weitere im Projekt beteiligte Firmen sind AC&S GmbH, PPP Consulting Group und die Firma Ch. Schneider.


Das von MARU entwickelte System, „Rüstsatz AirMedEvac“, kann in verschiedenen Luftfahrzeugen (z.B. Transporthubschrauber, Flugzeuge) oder als modulare Sanitätseinheit für die Versorgung von Patienten vor Ort eingesetzt werden. Das Einzigartige an dem System ist, dass die medizinische Einheit im Baukastenprinzip erweitert und individuell an die Bedürfnisse des medizinischen Fachpersonals in Abhängigkeit der jeweiligen Einsatzerfordernisse angepasst werden kann.

 
Das hochmobile mehrrollenfähige System eignet sich sowohl für eine zivile als auch eine militärische Nutzung, d.h. für die Versorgung und den Transport von Verletzten aus Katastrophen-, Krisen- und Kriegsgebieten. Bei der Entwicklung des Rüstsatzes AirMedEvac wurden insbesondere Kriterien wie Gewicht, Ergonomie, Handhabung, Reinigung, Montage, Instandhaltung, Qualifikation und Modularität berücksichtigt. Dank intelligenter Integralbauweise konnte das Gewicht des Gesamtsystems auf unter 70 kg begrenzt werden. Das Einrüsten der Systems in verschiedene Luftfahrzeugmuster ist in weniger als 20 Minuten möglich.
Der Rüstsatz soll im ersten Schritt eine militärische Musterzulassung nach den Vorgaben der WTD 61-ML erhalten und könnte später für zivile Luftfahrzeuge zudem nach den EASA Parts 21A und Subpart E zertifiziert werden.


Reiyk Redlin, verantwortlich für den Bereich Hubschrauber und Sondersysteme in der ESG: „Wesentliches Kernelement des Rüstsatzes, den wir gemeinsam mit der DRF entwickelt haben, ist dessen Modularität. Modularität bedeutet hierbei, dass sämtliche Einzelkomponenten für unterschiedlichste Luftfahrzeugmuster, für unterschiedliche Missionen und vor allem nach den spezifischen Anforderungen des medizinischen Personals für ganz konkrete Szenarien im Einsatz adaptierbar sind. Dies unterstreicht die Mehrrollenfähigkeit des Rüstsatzes. In dem Projekt werden die Expertise der DRF für den Bereich Luftrettung sowie die Kompetenzen der ESG als Spezialist für Missionsausrüstung und Missionsausstattung gebündelt und eine kundenorientierte Lösung zur Schließung einsatzrelevanter Fähigkeitslücken angeboten."

Die ESG ist zugelassener Luftfahrtbetrieb für Luftfahrtgerät der Bundeswehr und Design Organisation nach EASA Part 21J sowie Fertigungsbetrieb nach EASA Part 21G. Seit über vier Jahrzehnten zählt die ESG zu den führenden deutschen Unternehmen für die Entwicklung, Integration und den Betrieb von Elektronik- und IT-Systemen. Mehr als 1400 Mitarbeiter weltweit erbringen für Kunden aus Militär, Behörden und Industrie Leistungen in der Logistik, der Systementwicklung, dem Training und der Beratung.
Unabhängige Prozess- und Technologieberatung ist eine der Schlüsselkompetenzen der ESG. Technologietransfer zwischen den Märkten ist die Basis für einen entscheidenden Beitrag zur Wertschöpfung unserer Kunden.

Patienten schnelle medizinische Hilfe zu leisten, ist die Aufgabe der DRF Luftrettung. Über 40.000 Mal wurden ihre Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge im letzten Jahr alarmiert. Hohe Qualitätsstandards in den Bereichen Medizin, Flugbetrieb und Technik zeichnen die nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifizierte Luftrettungsorganisation aus. Sie betreibt 31 Hubschrauberstationen in Deutschland, Österreich und Dänemark, acht davon rund um die Uhr, und setzt drei eigene Ambulanzflugzeuge für weltweite Patiententransporte ein. Zur Sicherstellung eines reibungslosen Einsatzbetriebs verfügt die DRF Luftrettung über zwei EASA Part 145-Werftbetriebe, drei CAMO-Betriebe, einen EASA Part 147-Schulungsbetrieb sowie einen EASA Part 21-Entwicklungsbetrieb.

Weitere Informationen:
Ulrich-Joachim Müller, Unternehmenskommunikation
Tel.:  +49 (89)  9216-2850
ulrich-joachim.mueller@esg.de
www.esg.de 

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