geschrieben von md am 4. Juni 2010
Die Marine hat am 1. Juni ihre Uboote der Klasse 206 A vorzeitig aus der Nutzung genommen und wird sie zeitnah außer Dienst stellen. Damit einher geht die Bündelung finanzieller und personeller Ressourcen, um die operationelle Verfügbarkeit der Uboote der Klasse 212 A zu erhöhen. Bisher verfügte die Marine noch über zehn Uboote, die zuletzt unter anderem auch in der Operation ACTIVE ENDEAVOUR im Mittelmeer eingesetzt waren. Sechs dieser Uboote gehörten der Klasse U 206 A an und sind über 30 Jahre alt. Nach ursprünglicher Planung sollten diese Boote in den Jahren 2011 bis 2015 außer Dienst gestellt werden. Die anderen vier Uboote vom Typ U 212 A sind von 2005 bis 2007 in Dienst gestellt worden und sind mit ihrem außenluftunabhängigen Antrieb international anerkannt die derzeit modernsten, nichtnuklearen Uboote der Welt. In 2012 und 2013 werden zwei weitere Boote dieses Typs in Dienst gestellt, so dass spätestens ab 2014 bzw. 2015 sechs moderne Uboote für laufende und wahrscheinliche Einsätze sowie weitere Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr zur Verfügung stehen.
Mehrbesatzungskonzept für die Uboote
Bislang ist jedem Uboot der Marine eine Besatzung zugeordnet. Damit hängt die Einsatzfähigkeit zum einen direkt vom technischen Zustand des Bootes und zum anderen von der Vollzähligkeit der einsatzausgebildeten Besatzung ab. Um künftig diese sich summierenden Abhängigkeiten mit dem Ziel der Erhöhung der Durchhaltefähigkeit im Einsatz zu verbessern, strebt die Marine personelle Reserven in Form eines Mehrbesatzungskonzeptes für die Uboote 212 A an. Die Marine unternimmt diesen bedeutenden Schritt, um kurz bis mittelfristig eine signifikant verbesserte Einsatzbereitschaft der verbleibenden Uboote zu schaffen, trägt damit aber gleichzeitig auch zur Konsolidierung des Bundeswehrhaushalts bei.








