Bereits am 9. Juli 2010 unterzeichneten der Vizepräsident BWB Reinhard Schütte und die Geschäftsführer der Firma Rheinmetall MAN Military Vehicles Klaus Sander und Peter Georgi den Vertrag über die Einbringung von Maßnahmen zur Schutzverbesserung in 65 TPz 1 vom Typ Fuchs A8. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte der Beschaffungsmaßnahme mit einem Volumen von 38,7 Mio. Euro am 7. Juli 2010 zugestimmt. Innerhalb von nur vier Wochen konnten der Vorlagebericht und der schlussgezeichnete Vertragsentwurf erstellt und fristgerechnet dem BMVg vorgelegt werden.
Über einsatzbedingten Sofortbedarf und das Konjunkturprogramm II wurden bzw. werden derzeit bereits 61 Transportpanzer umgerüstet. Damit werden bis Anfang 2012 insgesamt 126 TPz 1 Fuchs A8 mit einem verbesserten Schutz gegen Minen und improvisierte Sprengfallen (IED, Improvised Explosive Devices) ausgerüstet und für den Einsatz in Afghanistan zur Verfügung stehen. Diese Fahrzeuge basieren auf dem Konstruktionsstand des TPz 1 Fuchs A7, der sich im Vergleich zu den Vorgängerfahrzeugen bereits durch Verbesserungen in den Bereichen ballistischer Schutz und Nutzlast auszeichnete.
Der TPz Fuchs wurde in den 1970er Jahren zunächst als reines Transportfahrzeug speziell für die Anforderungen der Bundeswehr entwickelt. Insgesamt wurden mehr als 1000 Fahrzeuge beschafft und zu den unterschiedlichsten Varianten weiter entwickelt (z. B. ABC Spürfuchs, TPz EloKa, TPz Funk, TPz San). Durch eine kontinuierliche entwicklungstechnische und technisch-logistische Betreuung über die gesamte bisherige Nutzungsdauer ist der TPz auch in den Einsatzländern – selbst im Vergleich zu neueren Fahrzeugentwicklungen – eines der zuverlässigsten Fahrzeuge der Bundeswehr.
Mit den jetzt einzurüstenden zusätzlichen Schutzmaßnahmen wird das Potenzial der Fahrzeuge im Interesse der Sicherheit der Besatzungen im Afghanistaneinsatz weiter ausgeschöpft.









