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Priorisierung der Ausrüstung

Volumen ist nicht alles

Das BMVg hat eine "Spar-Liste" für Waffen und Gerät bei der Bundeswehr erarbeitet, so die Presse in der letzten Woche. Das 23-seitige Dokument mit dem Titel "Priorisierung Materialinvestitionen" versteht sich aber nur als Handlungsempfehlung. Diese sogenannte "Spar-Liste" hätte bei einer Umsetzung aller Empfehlungen langfristig ein Volumen von 9,3 Mrd. Euro. Die Potenzialabschätzung für eine Reduzierung der bisherigen Bedarfsplanung im Vergleich zum Bundeswehrplan 2011 sieht wie folgt aus (in Mio. Euro):

2011 2012 2013 2014 2015

Summe

2011-15 

2016ff. Summe
Insgesamt

775,4

922,9 809,8 256,5 608,1 3.372,7 5.963,1 9.335,8

Die Einspareffekte im Bereich Materialinvestitionen sind also kurz- und mittelfristig nur begrenzt. Sie entfalten ihre Wirkung langfristig. Man wird sich also verstärkt auf die "Strukturen" konzentrieren müssen.


Die Handlungsempfehlungen wurden bereits am 11. März 2010 im Rahmen einer "Priorisierungssitzung Materialinvestitionen" in Auftrag gegeben. Es lag die Absicht zu Grunde, "Handlungsspielraum zurückzugewinnen". Vorahnungen was noch kommt waren auch schon da: "In den Untersuchungsfeldern wurden dann unterschiedliche Optionen abgeleitet, die auf der einen Seite den funktionalen Rahmenbedingungen genügen, auf der anderen Seite aber auch die zu erwartenden Begrenzungen des verfügbaren finanzplanerischen Volumens so weit wie möglich berücksichtigen sollten."


Auffällig ist die Begründung  zur Beschaffung des Waffensystems MEADS, übrigens als einziges System in dem Papier mit einer Anmerkung versehen. Hier hat wohl ein cleverer "Blaurock" zugeschlagen. Nur mal so, Deutschland hat eine Fläche von 357.111,91 Quadratkilometer. Mit den vier MEADS-Modulen wären also 2,8% abgedeckt.

 

"Priorisierungsliste Materialinvestitionen" (.pdf)

"Leitlinien zur Ausplanung der neuen Bundeswehr" (.pdf)

Was ist hörte soll das Geld für Mobile RAM auf eis liegen hieß es mal im Mai in Landsberg . Wohl es Zeit währe in AFG diees System zu haben . In anbetracht das Russland gerade alles auf Rak.- setzt brauchen wir ein neues System der Lufftabwehr . Die Frage ist ob in Ost Deutschland nicht auch neue Btl gehören , Man betrachtet Polen und das US-Pat Einheiten und wie Russland tobt , wegen einem Abwehr System . Aber Russland will das 500 Syst Entwickeln .

Was mich alles Verwundert und ich blick da nicht mehr durch ist
EAGLE IV sind bestellt ab Nov 2011 sollen die ersten AMPV kommen . Und Mercedes bringt auch noch der LARP 6x und 7x heraus und meint damit auch die Patrolien Fahrzeuge einzusteigen
Mit dem DINGO hätten wir in 2 Jahren 4 Verschieden Fahrzeuge für den gleichen Zweck . Die USA baut den HUMVEE in Verbeserten und neu kommt der M-ATV und der soll das alles Erfüllen was wir den 4 Verschieden Fahrzeuge hätten , die alle Ersatzteile bräuchten und das Pers mal 4 mal da alleine Geschuld sein muß
Bei den Amis sind das 2 Fahrzeug Systeme worausf dann geschuld ist , Bei den LKW werden wieder 6 Verschieden geben ( Unimog 5000,Arcor 15t ,MAN Mult 15t ,IVECO 15t und 7t und 5t ,MB L 5t und 7t) dan haben wir bald die Wehrmacht Probleme als man die Neuen BTL Rausstampte war jeder LKW anders .
Und ich bin überzeugt das alle Firmen ihren Auftrag bekommen
Es hies auch mal entweder MB Axor oder MAN TGA und beide wurden Gelasing . So wird kleine Armee Kompliziert bei den US Truppen wird Standiesiert
Und was ich absulut nicht versehe alle wollen Pat und Sicherung Fahrzeuge bauen
-Aber Leichtes Aufkl Fahrzeug mit Periskop brauchen die Kampf BTL wie die Schweizer haben das Sytem auf ihren EAGLE III
- in der Aufklärung wird auch mit Ladeklappe gebraucht für Nötige Geräte
- Kleine Funktion Fahrzeuge kleiner wie der 2t aber Groß genug um Techische Geräte zu Bedinen Fehlen
- Für die Jäger werden auch kleine Machaft Fahrzeuge gebraucht da der Boxer doch erheplich gewicht Trägt .
-Sowie Mehr Man Wolf auch als geschützt Version benötigt wird
Wieso kan die Industrie für den anderen Markt nicht selbst ws erfinden
, als ich will das auch Verkaufen wie ein kleines Kind

Mit den in der Priorisierungsliste Materialinvestitionen enthaltenen Handlungsempfehlungen droht der Bundeswehrweiteres Ungemach. Hiervon wird die Marine als die kleineste Teilstreitkräft der Bundeswehr besonderes betroffen sein, nicht nur, weil eine weitere Reduzierung des Personalumfanges von zurzeit etwa 17.000 Dienstposten auf 9.000 Soldatinnen und Soldaten im Raum steht. Gleichwohl bedarf es weiteren personellen Anpassungen bei den höheren Kommandobehörden, wie aus Kreisen der Marine in den vergangenen Wochen verlautbart wurde.
Jedoch hat die Neuausrichtung der Deutschen Marine und eine Differenzierung der maritimen Kräfte in Kräftekategorien – Eingreifkräfte, Stabilisierungskräfte und Unterstützungskräfte – deshalb auf die gegenwärtige und zukünftige Ausrüstungsplanung im Bereich von Marinewaffen eine herausragende Bedeutung, weil künftige wahrscheinliche Einsatzaufgaben neuartige Bewaffnungskonzepte erfordern. Dringender Handlungsbedarf bei der Flotte besteht vor allem an die Herausforderungen künftiger multinationaler Einsätze, die trotz der angekündigten Beendigung des deutschen Engagement in der Operation ENDURING FREEDOM auch weiterhin die Bereitstellung von Kapazitäten der Deutschen Marine erfordern dürften. Das Stichwort Power Projection dürfte hier in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.
Eine derzeit nur am Rande dargestellte Problematik umfasst die Ausstattung der fliegenden und schwimmenden Waffensysteme der Marine mit modernen Waffensystemen für den Weitbereich. Solche waren während des Kalten Krieges niemals Gegenstand von ernsthaften Überlegungen, weil die Deutsche Marine wegen der regionalen Bindung an das eigene Küstenvorfeld seinerzeit nur über sehr wenige Kernfähigkeiten vorrangig defensiver Natur (beispielsweise die U-Boot-Abwehr und das Minenräumen) verfügte, welche für die eher defensiven Einsatzaufgaben der Flotte in küstennahen Bereichen des Nord- und Ostseeraums und des Nordatlantiks genügten. Die Beseitigung von seither bestehenden Fähigkeitslücken im Bereich der Überwasser- und Unterwasserkriegführung ist daher im Gesamtzusammenhang (Wirkverbund) zu verstehen, in dem neuartige Bewaffnungskonzepte – auch für den Weitbereich über 250km – zu betrachten sind.
Nachdem die Niederländische Marine ihr ambitioniertes Vorhaben zur Beschaffung von Marschflugkörpern des Typs TACTICAL TOMAHAWK zur Bestückung von einigen der LCF-Fregatten (DE ZEVEN PROVINCIËN-Klasse) im vergangenen Jahr aufgab, ergeben sich hier bereits Defizite in der abstandsfähigen Bekämpfung von Hochwertzielen an Land. Die Fähigkeit zur Bekämpfung von Zielen über sehr große Reichweiten gilt uneingeschränkt als eine weitere Säule von Power Projection. In vielen militärischen Konflikten bewährte Systeme wie die bei der Deutschen Marine bereits vor Jahrzehnten eingeführten Seezielflugkörper HARPOON und EXOCET geraten somit an die Grenzen ihrer Leistungspotenziale. Vor dem Hintergrund von veränderten Einsatzbedingungen wird daher gefordert, dass solche Waffensysteme durch kosteneffiziente Systeme mit gleichen oder verbesserten Leistungsparametern ersetzt werden.

Anpassung an künftige wahrscheinliche Einsatzaufgaben

Das Zusammenwirken mit anderen Seestreitkräften und der gemeinsame Einsatz mit Land- und Luftstreitkräften im Sinne streitkräftegemeinsamer Operationen findet besonders in der Ausstattung der schwimmenden Einheiten mit moderner Führungs-, Kommunikations- und Aufklärungsausstattung sowie weitreichenden Wirksystemen Berücksichtigung. Die künftige Flottenausplanung sieht hierfür neben gewissen Fähigkeiten im Bereich der amphibischen Verlegefähigkeit (Joint Support Ship) und einem zukünftigen Fähigkeitsträger – derzeit noch unter dem Arbeitsbegriff Mehrzweckeinsatzschiff (MZES) titelnd – drei große Neubauvorhaben (2. Los U212A, Fregatte F125 und Korvette K131) vor. Obgleich für die Marine vordringliche Projekte wie NetOpFü durch die Verkleinerung oder sogar Streichung von laufenden Beschaffungsvorhaben letztlich finanzierbar wurden, werden die Auswirkungen auf die in den beiden Einsatzflottillen zusammengeführten Fregatten und Korvetten nicht unerheblich sein. Die acht zwischen 1982 und 1990 beschafften Fregatten Klasse 122, die als erste moderne Überwasserschiffe der Marine auf der Basis der modularen MEKO-Technologie konzipiert wurden, werden nunmehr durch vier neue Einheiten ersetzt, weswegen Kritiker befürchten, dass das Soll von 15 Fregatten bei der Marine auf mittelfristige Sicht nicht gesichert erscheint. Für diese Tatsache spricht, dass, wie in der Priorisierungsliste Materialinvestitionen empfohlen, drei statt vier Fregatten F125 beschafft und die Fregatten F122 gänzlich ausgephast werden sollen.
Wenn auch mit der Entwicklung der künftigen F125 aus Gründen des für Stabilisierungsoperationen optimierten Schiffsdesigns sowie des Fehlens von wichtigen Fähigkeiten, wie etwa der Erstellung eines Unterwasserlagebildes, keine eigentlichen Exporterfolge verknüpft sein werden, könnte mit dieser rein national entwickelten Schiffsklasse möglicherweise im Bereich Waffen/Waffenwirkung Neuland beschritten werden. Gleiches gilt für mit Progammverzögerung in die Dienstbereitschaft gekommenen Korvetten K130, die zwar keinen innovativen Schiffsentwurf darstellen (herkömmlicher Verdrängertyp und nicht-elektrischer Antrieb), jedoch durch das ausgewählte Bewaffnungskonzept RBS15 Mk3 einen Ansatz für eine Projektionsfähigkeit herzustellen vermögen.
Zudem bestimmen vielseitig lageangepasst einsetzbare und sich durch ein hohes Kosten-Nutzen-Verhältnis auszeichnende Waffensysteme, wie am Beispiel SEA SKUA Mk2 (MBDA), DELILAH (Israel Military Industries) und weiterer neuartiger loiterfähiger Munitionen dargestellt, das künftige Einsatzprofil von kleineren Überwasserplattformen und luftgestützten Plattformen (Bordhubschrauber, Drohnen). Weitere Verzögerungen bei der Modernisierung bevorrateter Kapazitäten werden sich somit hinderlich auf die dringend erforderliche Schaffung verbesserter und bedarfsgerechter Fähigkeiten bei der Deutschen Marine auswirken und die Tilgung von erkannten Defiziten besonders im Bereich Waffenwirkung über größere Distanzen hemmen.
Verbesserte Effektoren, unter ihnen die angedachten Projekte »Schwerer See-/Landziel-Lenkflugkörper« und »Lenkflugkörper-Seeziel Bordhubschrauber«, werden das Bild künftiger vernetzter Einsätze bestimmen, in denen eine Interaktion von Effektoren, Sensoren und Kampfführungssystemen eine zentrale Rollen spielt. Als aussichtsreicher Kandidat für das Projekt »Schwerer See-/Landziel-Lenkflugkörper« gilt weithin der jetzt für die K130 beschaffte Lenkflugkörper RBS15 Mk3. Das von dem israelischen Unternehmen Israeli Military Industries bereits im vergangenen Jahr Deutschland angebotene und für die Nutzung von Bordhubschraubern optimierte Waffensystem DELILAH ist in der Lage, ein sehr viel größeres Zielspektrum abzudecken als andere vergleichbare Systeme. Zudem soll das Waffensystem über die Fähigkeit verfügen, bis zu zweieinhalb Stunden über dem Zielgebiet zu verbleiben, um bewegliche und stationäre Ziele aufzuklären und für die Bekämpfung auszuwählen. Mit dem loiterfähigen Flugkörper DELILAH könnten bei der Deutschen Marine befürchtete Fähigkeitslücken, welche sich aus der Überalterung des bislang genutzten Waffensystems SEA SKUA ergeben, geschlossen und ein Fähigkeitszuwachs für künftig wahrscheinlichere Einsatzszenarien hergestellt werden.
Erkenntnisse aus früheren Beschaffungsvorhaben
Schon mit der zukunftsweisenden Entscheidung, die der Deutschen Marine bereits vor einigen Jahren zugelaufenen Fregatten F124 mit zwei neuartigen – wenn auch aus amerikanischer Entwicklung stammenden – Luftziel-Effektoren mit dem neuartigen ICWI (Interrupted Continuous Wave Illumination)-Zielbeleuchtungsverfahren auszustatten, bedurfte großen Anstrengungen auch auf der Seite der mit wesentlicher Beteiligung der Deutschen Industrie entwickelten schiffseigenen Sensorik. Obgleich sich die Kauflösung SM-2 Block IIIA/ESSM (Evolved Sea Sparrow Missile) nicht nur für die deutsche Seite als außerordentlich problematisch erwies, weil gewisse Software-Anteile nur als so genannte Black Boxes von der amerikanischen Seite zur Verfügung gestellt wurden, bleiben für künftige Vorhaben, bei denen auf eine Zusammenarbeit mit den USA zurückgegriffen werden muss, mehrere Fragen offen. So wird der weitere Ausbau der Erweiterten Luftverteidigung auf See mit der Einbindung der neuen Fähigkeitskategorie TBMD (Tactical Ballistic Missile Defense) mittels neuartiger Effektoren (SM-2 Block IV oder sogar SM-3) bei der Deutschen Marine ohne eine Beteiligung der Amerikaner nicht möglich sein.
Auch diese neue Fähigkeit, die Bekämpfung von weitreichenden Flugkörperbedrohungen, gehört zu den Power Projection-Fähigkeiten von Seestreitkräften. Die Deutsche Marine wird ihr Fähigkeitspotenzial mit diesen neuen Tendenzen verknüpfen müssen, um bereits auf mittelfristige Sicht eine gewisse Interoperabilität und Co-Operativity mit den wichtigsten Partnern im Bündnis herzustellen.

Zu besseren Lösungskonzepten kommen

Eine Beschränkung auf nur wenige Waffensysteme, möglicherweise eine Kombination von RBS15 Mk3 für den mittleren Entfernungsbereich bis 200 km und SCALP NAVAL als substrategische Komponente für den Weitbereich bis 1.000 km, könnte sich auch bei der Deutschen Marine als das zweckmäßigste Konzept erweisen. Mit der möglichen Realisierung eines unterwasserstartfähigen (Torpedorohr-gelaunchten) Lenkflugkörpers neuerer Generation verbindet sich eine für die Deutsche Marine neue Befähigung, die das vorausgeplante, strategisch-operative Wirken gegen Ziele am Boden ermöglicht. Die seegestützte Wirkung von Zielen am Boden erfordert ein Waffensystem mit großer Kampfreichweite von deutlich über 250 km.
Das skizzierte Realisierungsmodell würde dazu führen, dass die derzeit bevorrateten Waffensysteme MM38 EXOCET, HARPOON und SEA SKUA vollständig ersetzt werden können. Kosten für weitere Fähigkeitsanpassungen könnten somit vermieden und für zunächst quantitativ begrenzte Neubeschaffungen genutzt werden. Das jetzt der Flotte – allerdings in geringen Quantitäten – zulaufende Waffensystem RBS15 Mk3 kann daher als ein wichtiger Technologietreiber bewertet werden, weswegen weitere beschaffungspolitische Maßnahmen (Folgelose) rasch umgesetzt und in vollem Umfang realisiert werden müssen, um die materielle Abstützung auf ein einziges Waffensystem von hoher Modernität zu gewährleisten. Weitere Beschaffungslose bei RBS15 Mk3 könnten jedoch wegen unzureichender Haushaltsmittel in der Realisierung behindert werden und drohen, auf der Zeitachse geschoben zu werden, so dass sich wegen einiger Großvorhaben der Bundeswehr erhebliche Verdrängungseffekte, insbesondere bei querschnittlichen Entwicklungsvorhaben im Bereich der Verbesserung der Waffenwirkung über große Entfernungen, einstellen können. Ein schnelles Handeln seitens der politischen Leitung ist hier erforderlich, damit die Deutsche Marine im gesamten Spektrum ihrer künftigen Einsatzaufgaben bestehen kann.
Stefan Nitschke

In den Ausführungen zum WaSys MEADS findet sich der Hinweis, dass durch MEADS Feldlager "vergleichbar MANTIS" geschützt werden könnten. MANTIS ist von der Systemkonzeption her nicht vergleichbar mit MEADS (MEADS = Lenkflugkörpersystem, MANTIS = Kanonensystem). Insofern ist die Behauptung Augenwischerwei. Cui Bono, wenn sie zieht? -> Luftwaffe auf Kosten der Heeresflugabwehr (ist egal im Sinne einer Gesamtschau), nicht zu vergessen die Soldaten im Feldlager, die Raketen-/Mörser- und Artillerieangriffen dann weiterhin weitgehend schutzlos ausgeliefert sind (ist deutlich nicht egal). Fazit: Hier hat es die Luftwaffe mal wieder deutlich übertrieben und sollte deutlichst in die Schranken gewiesen werden.

Schon fast unverschämt wird es allerdings in der Anmerkung. "Belastbare Informationen" hinsichtlich "Plug&Fight" bei MEADS sind mindestens so unbewiesen und unrealisiert wie die Integration von SM-3 auf F124. Das Argument zieht also nicht.

Interessanter ist der Hinweis auf ALTBMD und MD, sowie das Gewicht im Bündnis. Hierzu sei verwiesen auf die Rede von KTzG beim IISS vom 29.06. diesen Jahres. MD/TMD sind m.E. das nächste große Ding in der NATO (Verweis auf das Bündnisgewicht), wer spricht da schon noch von nuklearer Teilhabe (mit keinem Wort in der o.a. Rede erwähnt, wohl aber die Möglichkeit der Abschreckung durch die USA). Wir warten da aber wohl als interessierte Beobachter auf die Entscheidung beim NATO-Gipfel. Hier ein Querverweis auf die vielen Geschwader der Lw, da ist Sparpotential beim Nuklearpotential.

Auf die berechnete prozentuale Abdeckung mittels MEADS zurückkommend: BM fliegen aus einer Vorzugsrichtung an, eher unwahrscheinlich ist ein Angriff "von hinten". Der Effektor (für (T)MD) ist bei MEADS und PATRIOT identisch (PAC-3). Damit sind wohl auch die Abfangfähigkeiten (abgesehen von der Detektionsleistung durch die Radare) identisch; lediglich die Winkeleinschränkung bei PATRIOT ist dann relevant. Und dass PATRIOT zur TBMD verwendet werden kann, ist hinlänglich belegt.
Ein Gesamtschutz von DEU kann mit beiden Systemen (in realistischen Stückzahlen) nicht gewährleistet werden. Somit ist der Zweck beider Systeme lediglich im Bereich der Verteidigung möglicher Hochwertziele oder eingesetzter Truppenteile zu sehen. Dafür reichen die zwei Prozent (mit einer Winkeleinschränkung) aus. Fazit: MEADS ist ein teures Prestigeprojekt der Lw, das augenblicklich keinen militärischen Zusatznutzen bietet. Entscheidend für die Beschaffung sind also Image, Industrie- und Bündnispolitik.

Viele Medien haben breit damit geprahlt, das komplette Dokument vorliegen zu haben. Es wäre super, wenn sie das ganze Dokument veröffentlichen und nicht nur Ausschnitte.

Von der Tragweite dürfte es ja keine nennenswerten Effekte mehr haben.

pi

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