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Private müssen bleiben

USA sehen keine Chance ohne Security Dienste

US-Medien diskutieren fleißig über den Vorstoß von Karzai, private Sicherheitsdienste zu verbieten und gelangen zur Einschätzung eines "no go". So schreibt Mark Hosenball von "Newsweek", das die US-Regierung von dem Ultimatum des afghanischen Präsidenten Karzai an private Sicherheitsdienstleister überrascht worden sei. Die Abzugsfrist von vier Monaten sei "unpraktisch" und könnte amerikanische Offizielle und Hilfsorganisationen gefährden. Er zitiert offizielle Quellen: "Was immer geschieht, die USA haben keine Intention von der Handhabe, Verträge mit privaten Sicherheitsdiensten zu abzuschließen, abzurücken. Sie übernehmen wichtige Sicherheitsaufgaben in der Botschaft in Kabul und sichern bestimmte Operationen, um US-Militärs zu entlasten, die für komplexere Missionen gebraucht werden. Außerdem sei anzumerken, dass das Gelände der US-Botschaft unter internationalem Recht stehe und faktisch amerkanisches Territorium sei und hier habe Karzai nichts zu bestimmen".
Ähnlich sehen das auch Jean MacKenzie und Abaceen Nasimi von der "Global Post". Sie meinen, dass private Sicherheitsdienstleister trotz aller berechtigten Kritik an ihrem Auftreten eine wichtige Rolle in Afghanistan spielen. "Völlig egal, dass ihr Auftreten sicherlich gewöhnungsbedürftig ist, aber Security-Firmen sind einfach eine Notwendigkeit im Afghanistan von heute", führen sie aus. Die afghanischen Sicherheitskräfte, deren Ausbildungsstand weit hinter dem Zeitplan herläuft und deren Fortschritte, freundlich formuliert, enttäuschend sind, sind noch nicht in der Lage ihre Aufgaben so auszuführen, dass internationale Organisationen ihre Aufgaben in Sicherheit ausführen können. Bei den stetig zunehmenden Gewaltakten, die sich nach und nach auch auf die etwas sichereren Gebiete ausdehnen, würde ein Abzug der privaten Security-Dienste einen tiefen Einschnitt für die internationalen Hilfsdienste, Diplomaten, Bauunternehmen und das Militär bedeuten, führen die amerikanischen Kollegen aus.

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  • Am Montag ließ Präsident Hamid Karzai über seinen Sprecher mitteilen, alle privaten Sicherheitsdienste im Land hätten innerhalb von vier Monaten ihre Arbeit zu beenden. US-State Department Sprecher P.J. Crowley geriet, mit diesem Sachverhalt konfrontiert, leicht ins schwimmen. Die USA und auch die NATO brauchen diese privaten Dienstleister, mindestens solange bis die afghanischen Sicherheitskräfte in der Lage sind deren Aufgaben zu übernehmen. Karsai wiederum kann die "Privaten" überhaupt nicht gebrauchen.

  • Ein Statement von Generalleutnant Bill Caldwell, dem Leiter der NATO Ausbildungstruppe in Afghanistan, dämpft alle amerkanischen Hoffnungen, dass der angekündigte Abzug nächstes Jahr in signifikanter Weise überhaupt beginnen kann. Wie AP berichtet, nannte Caldwell Facts and Figures.

  • Wir haben die Lage realistisch beschrieben. Wir haben uns realistische Ziele gesetzt. Wir haben diese Ziele, unsere Strategie und die dafür notwendigen Mittel mit den Afghanen und mit unseren internationalen Partnern konsequent aufeinander abgestimmt … Wir haben die politische Lösung vorangetrieben und das Reintegrations- und Aussöhnungsprogramm auf den Weg gebracht.

    Wir haben unsere eigenen Erwartungen nüchterner und auch realistischer formuliert. Good Governance bleibt ein richtiger Maßstab.

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