Allianzen können sich manchmal recht schnell bilden – aus Gründen der Zweckmäßigkeit und zur Erreichung von gemeinsam Zielen und Interessen. Während aktuell Chinas Präsident Hu Jintao mit militärischen Ehren von US-Präsident Barack Obama inklusive 21 Schuß Salut und Staatsbankett empfangen wurde, hat sich auch der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw) „verstärkt“ – allerdings deutlich dezenter und ohne Staatsbankett sowie ohne großes Aufsehen: Zwei ehemalige Bundeswehr-Generäle wurden Mitglied im Verband.
Bereits im November 2010 trat Generalleutnant a.D. Johann-Georg Dora dem Verband bei. Der vormalige Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Beauftragte für Reservistenangelegenheiten ist jetzt Berater des Reservistenverbandes. Die Erfahrungen des Drei-Sterne-Generals sind für den Verband außerordentlich hilfreich. Der Luftwaffengeneral hat fünfeinhalb Jahre als ranghöchster Soldat die Reservisten betreut und kennt ihre Sorgen und Nöte.
Am 19. Januar 2010 hat General a.D. Egon Ramms seine Mitgliedschaft im Verband beantragt. Der deutsche Vier-Sterne-General Ramms hatte in seiner letzten Verwendung als NATO-General das Kommando über das Allied Joint Force Command Brunssum (JFC Brunssum, früher Allied Forces Central Europe (AFCENT)).
Die Generäle Dora und Ramms stellen für den Verband eine außerordentliche Bereicherung dar, in schwierigen Zeiten mit Erfahrung beratend zur Seite zu stehen. Die noch zu erzielenden Synergieeffekte zwischen Bundeswehr, Reservisten und Arbeitgebern bzw. der Wirtschaft ganz nach dem Motto „Tu was für Dein Land“ stellen nur einen von mehreren Bereichen dar, wo umfassende Expertise gefragt ist.
Da in letzter Zeit immer öfters auch aktive Soldaten bis hin zum Generalstabsoffizier die Mitgliedschaft im Verband beantragen, scheinen sich hier Entwicklungen aufzutun, die vor ein oder zwei Jahren noch gar nicht zu erwarten waren. Das „joined thinking“ – Vernetztes Denken – scheint sich Schritt für Schritt auch hier durchzusetzen: Nur durch ständig optimierende Vernetzung können gemeinsame Ziele erreicht werden – insbesondere in Zeiten des stetigen Wandels. Es bleib daher zu beobachten wie Arbeitgeber, wie die Wirtschaft, wie die Industrie sich möglichst optimal mit der Bundeswehr sowie deren Reservisten national und international vernetzen, um möglichst große Synergieeffekte zu erzielen.
*Ralf R. Zielonka, Jahrgang 1957, ist freiberuflicher Berater für Strategie, Projektmanagement, Organisation und Business Development. Nach dem Studium der Chemie war er viele Jahre unter anderem für IT-Firmen auch international tätig. Seine sicherheitspolitischen Schwerpunkte sind aktuelle Fragestellungen zu den Themen Verteidigung, Homeland Security, internationale Sicherheit, Geo-Strategien sowie Energie- und Rohstoffversorgung. Er ist Reserveoffizier der Deutschen Bundeswehr und ehrenamtlich stellvertretender Landesvorsitzender Nordrhein-Westfalen im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw), dort verantwortlich für die Bereiche "Förderung Militärischer Fähigkeiten" (FMF) und "Mitgliederbetreuung".
Kontakt: http://bit.ly/Zielonka










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