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Report of the Defense Science Board Task Force

U.S.-StratForce: kill chain

Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis einige Journal-Experten den “Report of the Defense Science Board Task Force on Future Strategic Strike Forces” für ihre Beweis-Führung entdecken, dass die USA ihre “gefährliche” Kriegs-Strategie für die nächsten 30 Jahre intensivieren. Das Wissenschaftliche Berater-Gremium des U.S.-Verteidigungsministeriums, dem einst einer der Ober-Guru der Neocons, Richard A. Perle, vorstand, hat auf 166 Seiten Empfehlungen ausgesprochen, die sich für allerlei Greuel-Szenare eignen: http://www.acq.osd.mil/dsb/reports.htm

Entgegen der deutschen Übung, vergleichbare Studien (wie die des ZAS) schön unter Verschluss zu halten, kann man sich bei den Amis für sein politisches Süppchen ganz offen laben:

  • 50 Interkontinental-Raketen des zur Ausmusterung vorgesehenen Typs “Peacekeeper” sollen mit konventionellen Sprengkörpern bestückt werden, um eine Option gegen Ziele vom Typ “bin Laden gerade hier” (“prompt global strike”) zu haben;

 

  • für die U.S. Navy soll eine neue, nicht-nukleare Rakete mit einer Reichweite von 1.500 km Reichweite (Intermediate-range ballistic missile =IRBM) entwickelt werden, mit “2.000 pound payload, and 5 meter accuracy ... “a 15-minute response for strategic strike”;

 

  • zielgenau sollen 300 bis 400 Ziele bekämpft werden können, die wohl vorwiegend HDBT sind: “Hard and deeply buried targets”;

 

  • das zur Infrastruktur gehörige Umfeld (Command and Control, Computer, Communication, Intelligence, Aufklärung und Überwachung, Informations-Netz) soll mit doch sehr teueren Verbesserungen versehen werden;

 

  • für das nukleare Sprengkopf-Arsenal wir empfohlen:

- Weniger hergebrachte Sprengköpfe,
- Modifizierung hergebrachter Nuklear-Waffen,
- “some number of new, robust, lower-yield, and/or special-effects weapons”
 

  • für die “Qualität” der neuen Nuklear-Sprengköpfe wird an anderer Stelle (1-10, im pdf. S.18 ) die Büchse der Pandora des Propaganda-Krieges eröffnet:

- “enhanced EMP” (Elektromagnetischer Impuls),
- “enhanced neutron flux” (die Neutronen-Bombe-Debatte von 1977 lässt grüssen, wo die Menschen “versaftet” werden, aber Gebäude “überleben”),
- “reduced fission yield” (verringerte Strahlung).

Diese (unabhängigen?!) wissenschaftlichen Empfehlungen für die Zeitperspektive bis 2030 werden in unserer politisierten Infotainment-Gesellschaft quotengeil und instant versaftet werden. Man muss schon ziemlich gaga sein, sich mit dem Thema !!”ernsthaft” auseinanderzusetzen.

Wer im “Memorandum” des Vorsitzendenden des Wissenschaftlichen Beirates” auf Seite “iv” den dort verwendeten Begriff des “kill chain” entdecken wird, dürfte zum “supply chain” in der globalisierten Wirtschaft den Beweis finden, dass die (jüdische) U.S.-Verschwörung perfekt angelegt ist.

{Neuerdings geschieht die Demütigung von Menschen Hand}
 

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Weitere Artikel

  • Wer sich mit dem u.E. wichtigsten sicherheitspolitischen Thema, den Bedrohungen/Risiken, ab und zu beschäftigen mag, sollte den folgenden Beitrag ausdrucken:
    http://www.dodbuzz.com/2009/02/11/new-threats-must-drive-big-dod-changes...

    Colin Clark hat eine 1,5-seitige Arbeit über eine Studie des (U.S.) “Defense Science Board” veröffentlicht, die sich mit dem Aufkommen überraschender Bedrohungen auseinandersetzt.

  • Sorry, wenn wir aus unserer Box der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik ausbrechen: Uns haben die “Tagesthemen” der ARD (Nachtausgabe) fasziniert, die Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes, brachten mit dem Begriff der “legitimierten Inszenierung” in Hinsicht auf das Spektaktel “Zuwanderungsgesetz/Bundesrat”. 

  • Wir haben “helfende Post” erhalten (Danke): Natürlich ist es falsch, wenn wir von “Aufträgen” sprechen, die die Nationen bisher hinsichtlich A400M erteilt hätten: Richtig ist, dass alle ein “Commitment” (Verpflichtung, Bindung) eingegangen sind. “Aufträge” werden erst nach Vertrags-Unterzeichnung abgegeben (irgendwann in 2001).


  • Wenn Sie sich

  •  Die birtischen Parlamentarier haben wieder zugeschlagen: Der Ausschuss für “Public Accounts” (Rechnungsprüfungs-Ausschuss) hat einen 17-seitigen Bericht über das Finanz-Management des britischen Verteidigungsministeriums im Kosovo vorgelegt:
    http://www.publications.parliament.uk/pa/cm/cmpubacc.htm

    Das Papier liest sich wie eine Lehrstunde in Murphy’s Law (alles, was schief gehen kann, geht auch schief):