Am Montag ließ Präsident Hamid Karzai über seinen Sprecher mitteilen, alle privaten Sicherheitsdienste im Land hätten innerhalb von vier Monaten ihre Arbeit zu beenden. US-State Department Sprecher P.J. Crowley geriet, mit diesem Sachverhalt konfrontiert, leicht ins schwimmen. Die USA und auch die NATO brauchen diese privaten Dienstleister, mindestens solange bis die afghanischen Sicherheitskräfte in der Lage sind deren Aufgaben zu übernehmen. Karsai wiederum kann die "Privaten" überhaupt nicht gebrauchen. Besonders da sich durch die jeweiligen lokalen Stammesältesten geführt, in einigen Distrikten schon parallel "Sicherheits-"Strukturen gebildet haben. Ganz gegen die zentralistischen Vorstellungen in Kabul. Bereits in dem Bericht "Warlord, Inc.: Extortion and Corruption Along the U.S. Supply Chain in Afghanistan" wurden die Bedeutung dieser privaten Dienste für die Truppen und die regionalen Entwickungen sehr gut beschrieben. Man darf die Situation in Afghanistan jedoch nicht mit der im Irak vergleichen. Der Anteil der Afghanen in den Unternehmen macht es deutlich. Ob sich Karsai schon Gedanken über die Arbeitslosen gemacht hat? Derzeit gib es 52 lizensierte Sicherheitsdienstleister mit zirka 25.000 Mitarbeitern. Hinzu kommen hunderte nicht lizensierter Unternehmungen. Schätzungen gehen von insgesamt 70.000 Beschäftigten aus, die alle mit Waffen umgehen können.
| Privates Sicherheitspersonal im Auftrag der US-Streitkäfte |
Insgesamt | US-Bürger | Afghanen | andere Nationen |
| Afghanistan | 14.439 | 114 | 13.916 | 409 |
| Irak | 11.095 | 776 | 1.192 | 9.127 |










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