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Sicherheitstechnik boomt

EADS profitiert

Die EADS will von der wachsenden weltweiten Nachfrage nach Sicherheitstechnik profitieren. Macht man dort aktuell ein Drittel des Geldes, soll es in Zukunft rund die Hälfte werden. Das verkündete EADS Chef Chef Stefan Zoller.

"Die Sicherheitslage der Welt ist dramatisch komplexer geworden", stellte auch der Industrieboss fest. Das europäische Unternehmen stattet ganze Länder wie beispielsweise Saudi-Arabien mit Systemen zur Grenzsicherung aus. Aber auch bei der Terrorabwehr, bei Einsätzen  gegen Menschenschmuggel oder Piraterie könnten Sicherheitslösungen zum Einsatz kommen, die beispielsweise Radartechnologie und spezielle Kommunikationseinrichtungen umfassen. Das Thema Globalisierung lässt sich heute nirgendwo mehr umgehen, so  will auch die EADS den Blick mehr in die Welt denn nach Europa richten.
 
Chancen bestehen natürlich auch in Ländern wie wie Indien und Brasilien, in denen die EADS auch Produktion ansiedelt. Dadurch könnten aber auch die bestehenden Arbeitsplätze an europäischen Standorten gesichert werden. Aktuell ist aber noch der Bereich militärische Luftfahrt wichtigster Sektor mit zuletzt 5,3 Milliarden Euro. Zuletzt sorgten milliardenschwere Sparpläne mehrerer EU-Staaten in den Verteidigungsetats für Unruhe bei dem Konzern. So soll die Aufklärungsdrohne "Talarion" auf der Kippe stehen. Zoller hob die 
Bedeutung des Milliarden- Projekts hervor, in dem er die Zukunft der europäischen Kampfflugzeug-Industrie sieht. "Auch im zivilen Luftraum werden wir künftig immer häufiger unbemannt fliegen", sagte der Chef der EADS- Rüstungssparte. Das Projekt habe sogar ein noch größeres Potenzial als der Eurofighter. Von Kürzungen beim Eurofighter wollte der Konzern bisher nichts wissen. "Wir müssen kreative Lösungen finden." Es könne aber nicht einfach um Abbestellungen gehen, zumal mehrere Länder an dem Projekt beteiligt seien und es Verträge gebe. Die Diskussion um die Strukturreform der Bundeswehr dürfe sich derweil nicht nur um eine Abschaffung der Wehrpflicht drehen, sagte Zoller. Es gehe bei der DEbatte auch um die Zukunftsausrichtung der Industrie, was bedeute, dass geklärt werden müsse, wie die Streitkräfte künftig eingesetzt werden und welches Land in Europa künftig welche Aufgabe übernehme.

Ich finde es schadet gar nichts, die Wehrpflicht abzuschaffen. Die Jungs, die nach Afghanistan gehen, sollen durchaus nur Berufssoldaten sein. Wo unser Land von NATO Staaten umgeben ist, hat sich die Wehrpflicht überlebt. Die finanziellen Einsparungen sind die eine Sache, die Wehrgerchtigkeit eine andere Sache. Also weg damit.

Siegfried Anton Paul

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