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Sicherheitsvorfälle landesweit

Zusammengestellt von Winfried Nachtwei, MdB a.D.

 (2)  Sicherheitsvorfälle AFG landesweit (ohne RC North)
August 2010 – Anfang Mai 2011
zusammengestellt von Winfried Nachtwei, MdB a.D.

Vorbemerkungen und Abkürzungen unter (1) Sicherheitsvorfälle AFG RC Nord 8siehe nebenstehenden Artikel
 
Mai
Am 7.5. mittags in Kandahar-City erster Taliban-Angriff im Rahmen der Führjahrsoffensive BADAR: Ca. 40-60 Aufständische in mehreren Angriffsteams gegen 8 staatliche Gebäude: Gouverneurssitz, Rathaus, Hauptquartier des Geheimdienstes, drei Polizeistationen, zwei High Schools. Von 5 Selbstmordattentätern in 5 als Bombe präparierten Fahrzeugen (später Rede von 8 Fahrzeugen) drei vor Explosion gestoppt. Feuerwechsel über mehr als 7 Stunden, 6 Suizidbomber und Kämpfer, ein Polizist und ein Zivilist getötet, 29 Menschen verletzt. Kein Angreifer sei auf das Gelände der Angriffsziele gelangt. (Die Taliban-Website „Voice of Jihad“ behauptet, 113 Afghanen und 3 ISAF-Soldaten seien getötet worden.) Nach Fortsetzung der Kämpfe am 8.5. schließlich 25 Tote, davon 23 Aufständische, und 46 Verletzte sowie 7 Gefangene.
In Kabul im Fernsehen Präsentation von vier Jungen unter 13 Jahren, die in Pakistan als Suizidbomber rekrutiert und an der Grenze gefasst worden waren.
Am 6.5. Stellungnahme des Führungsrates des „Islamic Emirate of Afghanistan Regarding the Martyrdom of the Great Martyr Sheik Osama bin Laden“ bestätigt den Tod bin Ladens.  
In Marjah/Helmand 2 Aufständische getötet und mehrere gefangen bei Suche nach Aufständischenführer.
Am 5.5. in Gereshk/Helmand 5 Taliban-Kämpfer bei Sturm auf Polizei-Checkpoint durch Polizei getötet. In Süd-AFG ein ISAF-Soldat durch IED getötet. in Baraki Barak/Logar 7.000 kg Ammonium Nitrat entdeckt und vernichtet.
In Kabul Protestversammlung mit mehreren Tausend Teilnehmern, darunter auch einigen Parlamentsmitgliedern, für eine Reform des Regierungssystems und gegen einen „Deal mit Terroristen“. Redner u.a. der frühere Geheimdienstchef  Amrullah Saleh und Ex-Außenminister Abdullah Abdullah, Führer der Change + Hope Coalition.   
Am 3.5. in Barg-e Matal/Nuristan 25 aus Pakistan kommende foreign fighters durch ANSF getötet. (Im letzten Sommer hatte der Distrikt vier Mal zwischen Regierung und Aufständischen gewechselt.) 
In Chapahar/Nangarhar Maulawi Afzal, Taliban-Operationschef der Provinz, bei „Sicherheitsoperation“ getötet. Er ist einer von mehr als 20 Aufständischenführern, die in der Provinz seit Jahresbeginn von kombinierten afg. und Koalitionskräften gefangen oder getötet wurden. In dem Zeitraum wurden mehr als 110 Aufständische gefangen genommen.
Am 1.5. in Barmal/Paktika auf dem Basar vier Personen, darunter der Vorsitzende des Distrikt-Council und eine Frau, durch 12-jährigen Selbstmordattentäter getötet, 12 Menschen verletzt. In Ghazni-City zwei Polizisten durch Sprengkörper an Fahrrad getötet. In Panjwai/Kandahar ein Dorfältester von Taliban exekutiert. In Wardak 7 Taliban bei vorzeitiger Explosion eines Sprengkörpers getötet. Etliche Talibankommandeure und –Kämpfer in Kandahar, Ghazni, Khost, Wardak und Logar von afg. und Koalitionskräften getötet oder gefangen.


In der Nacht vom 1. auf den 2.5. in Abbottabad/Pakistan Osama bin Laden, Gründer und Führer von Al Qaida, bei Kommandooperation getötet. Bei der 40-minütigen Operation von US-Navy-SEALS und CIA in der befestigten großen Villa wurden vier weitere Personen getötet: sein jüngster Sohn, Scheich Abu Ahmed, als Kurier eine Schlüsselfigur in der Kommunikation  zwischen den Al Qaida-Führungsfiguren und seit Jahren im Visier des CIA, dessen Bruder und eine Frau. Beschlagnahmt wurden auch 10 Festplatten, 5 Computer, über 100 Speichermedien. Abbottabad (über 100.000 Einwohner) liegt 100 km nördlich der Hauptstadt Islamabad, ist eine Garnisonsstadt, in der viele pensionierte Offiziere leben. Einige Hundert Meter von der Villa befindet sich eine Militärakademie. Bin Laden soll sechs (!) Jahre hier gelebt haben. Die Operation erfolgte ohne Kenntnis der pakistanischen Regierung und liegt auf der Linie des geografisch und rechtlich entgrenzten War on Terror der US-Administration seit 2001. Dass dieser das (humanitäre) Völkerrecht sprengt, ist offenkundig.
Exemplarisch dafür steht das seit 2004 laufende verdeckte Programm zur Erfassung und Tötung von Al-Qaida- und Taliban-Führern in der pakistanischen Nordwestgrenzprovinz und den Stammesgebiete. Bis 6. Mai 2011 wurden 237 Luftschläge mit Drohnen gezählt, jeweils einer in 2004 und 2005, 3 in 2006 mit 122 getöteten Führern und Aktivisten und 20 Ziviltoten 5 in 2007 73/0 Getöteten, 35 in 2008 mit 286/31 Getöteten, 53 in 2009 mit 463/43 Getöteten, 117 in 2010 mit 801/14 Getöteten, bisher 22 in 2011 mit 118/30 Getöteten. Die Luftschläge gingen zu 71% nach Nord-Waziristan und 23% nach Süd-Waziristan. 71 Luftschläge richteten sich gegen die Gruppierung von Hafiz Gul Bahador, 56 gegen das Haqqani Network, 36 gegen Mullah Nazis, 29 gegen Mehsud, 36 gegen Abu Kasha al Iraqi, 2 gegen Hekmatyar. (Laufend aktualisierte Übersicht bei www.longwarjournal.org auf der Basis von pakistanischen Presseberichten und Informationen des LWJ. Die Opferzahlen sind wenig gesichert.)
         

April
Am 30.4. auf „Voice of Jihad“ Ankündigung der Frühjahrsoffensive der Taliban „BADAR“ durch den „Führungsrat“ des „Islamic Emirate of Afghanistan“ (Quetta-Shura) ab 1. Mai. Genannt werden die vorrangigen Ziele: ausländische Streitkräfte, Mitglieder der „Spionagenetzwerke“, hochrangige Vertreter der Kabuler „Marionettenregierung“, zivil wie militärisch, Mitglieder des Parlaments, Leiter ausländischer und einheimischer Firmen, die für den Feind arbeiten. Ziele können auch Mitglieder des High Peace Council sein. Zivilopfer sollen vermieden werden, zugleich ergeht die Warnung, Zielgebiete zu meiden („gatherings“). „Badar“ war die Schlacht, die der Prophet Mohammed in Mekka gewann. (www.shahamat-english.com)
In Nad Ali/Helmand ein Aufständischenführer getötet.

Am 29.4. Veröffentlichung des Pentagon-Halbjahresberichts zu AFG „Report on Progress Toward Security and Stability in AFG and US Plan of Sustaining the ANSF“. Im letzten Halbjahr seien „handfeste Fortschritte“  erreicht worden: der Schwung der Taliban gestoppt, zentrale Hochburgen  eliminiert, Großteil ihrer taktischen Infrastruktur und Unterstützung in der Bevölkerung beseitigt, Hunderte Anführer gefangen oder getötet, mehr als 2.000 Aufständische reintegriert. Noch nicht voll verstanden habe ISAF die Regenerationsfähigkeit der Aufstandsbewegung. Auch in den letzten Monaten habe sie weiter ein hohes Maß an Zähigkeit bewiesen. Die ANSF hätten signifikant an Quantität und Qualität zugenommen. Allerdings gebe es einen erheblichen Mangel an ANSF Trainern und Mentoren. Werde er nicht behoben, sei das ein strategisches Risiko für die Transition. Umfassende Informationen zu Maßnahmen und Ergebnissen auf den Feldern Local Security Programs, Governance, Development, Reconciliation + Reintegration, regionale Ansätze.    (www.humansecuritygateway.com/documents/DoD-ReportOnProgressinAfghanistan-SustainingANSF.pdf)  (vgl. Kommentar von T. Ruttig unter 10.3.)

Am 29.4. in Tarin Kot/Uruzgan ein Talibanführer der Provinz von australischen Special Forces „in Selbstverteidigung“ erschossen. In Sabari/Khost ein Haqqani-Führer und zwei Gefährten gefangen.
Am 28.4. in Jaghatu/Wardak ein US-Soldat bei Feuerüberfall getötet. In Panjwai/Kandahar ein Talibanführer gefangen. In Zharay/Kandahar und Sangin/Helmand zwei US-Soldaten durch IED getötet.  
Am 27.4. auf dem militärischen Teil von Kabul International Airport 8 ISAF-Soldaten und ein Contractor (alle Mitglieder der NATO Training Mission – AFG) von einem afg. Militärpiloten im Rang eines Oberst nach Streit erschossen. Angeblich kein Taliban-Hintergrund. Infolgedessen Parade zum Mujahedin-Feiertag angesagt. In Sayyidabad/Wardak ein US-Soldat bei Feuerüberfall getötet. In Musa Qala/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet. In Shagay/Kunar zwei Polizisten durch Minenexplosion getötet. In Bala Murghab/Badhgis 7 Aufständische durch ANA-Spezialkräfte getötet.
Am 26.4. ISAF Joint Command Morning operational update (exemplarisch): „Security forces killed and captured several Taliban and Haqqani network fighters in Helmand, Ghazni, Khost, Nangarhar, Laghman, Baghlan und Badghis.“ (Hierzu im Update jeweils Ergebnis der Operation, Hauptvorwürfe gegen die Zielperson, Ablauf der Operation – überwiegend Gefangennahmen)
Am 24./25.2011  in Kandahar City Massenausbruch aus Sarposa-Gefängnis: mehr als 450 Taliban, darunter ca. 100 Führer, durch einen Tunnel entkommen. (Im Juni 2008 waren bei einem Großangriff auf das Gefängnis 1.100 Gefangene, darunter 400 Taliban, entkommen.) 
In Sangin/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 23.4. in Lashkar Gah/Helmand ehemaliger Distriktgouverneur von Marja und Vertreter des Provinz Peace Council erschossen. In Marja/Helmand 2 US-Soldaten durch IED getötet. In Alah Say/Kapisa zwei US-Soldaten bei Feuerüberfall getötet. In Dar-e Noor/Nangarhar zwei Polizisten bei Angriff getötet.
Am 22.3. in Spin Boldak/Kandahar 5 Polizisten durch IED getötet. In Shid-E Hasa/Uruzgan einige Aufständische getötet.
Am 22.4. in Nadir Shah Kot/Khost 3 Haqqani-Kommandeure getötet. (Seit Anfang Januar 15 Haqqani-Kommandeure getötet und 130 Kämpfer gefangen genommen)
Am 21./22.4. in Lower Dir/Tribal Areas/Pakistan ein Checkpoint des Frontier Corps von mehr als 300 schwerbewaffneten Taliban aus dem afg. Kunar gestürmt, 16 pak. Sicherheitskräfte getötet, davon 5 enthauptet. In 12-sündigem Gefecht Rückeroberung des Checkpoints.
Am 21.4. frühmorgens in Jalalabad/Nangarhar 3 Polizisten durch IED getötet, 6 verletzt. In Yahja Hkel/Paktika ein US-Soldat bei Feuerüberfall getötet.
Am 20.4. in Khost/Khost einige mutmaßliche Aufständische in safe house gefangen. In Tagab/Kapisa ein französischer Soldat durch IED getötet, 9 verletzt.
Am 19./20.4. in Dangam/Kunar 17 Taliban und foreign fighters durch Combined Afghan and Coalition Special Operations Team getötet. Zielperson ein höherer Al Qaida Führer. Kunar gilt als Rückzugsgebiet für Al Qaida und alliierte Terrorgruppen. Lt. LWJ wurden in 8 von 15 Distrikten Al Qaida Zellen identifiziert. 2009/2010 waren mehrere US-Außenposten in Kunar und Nuristan geräumt worden (z.B. das berüchtigte Korengal-Tal, vgl. Sebastian Junger`s herausragendes Buch „WAR“). Das dabei zurückgelassene Sicherheitsvakuum wurde längst „gefüllt“. 
Am 19.4. in Spin Boldak/Kandahar ein 15-jähriger, in Quetta ausgebildeter potenzieller Selbstmord-attentäter gefangen genommen.   
Am 18.4. in Kabul Selbstmordangriff auf das Verteidigungsministerium: zwei Selbstmordattentäter vor Endringen ins Gebäude getötet. Der dritte Täter in Armeeuniform erschießt zwei Ministeriumsmitarbeiter und verletzt 7 weitere. Er dringt bis zum Ministertrakt vor, wo er vor Zündung seiner Sprengstoffweste von Wachpersonal erschossen wird. In Ghazni 6 Polizisten durch IED getötet. In Farah neun iranische Straßenbauarbeiter entführt.
ISAF-Sprecher Brigadegeneral Blotz: 60% aller Aufständischenangriffe gehen gegen Zivil-personen, Älteste, religiöse Führer und Regierungsvertreter.  
Am 16.4. in Laghman durch Selbstmordanschlag 5 (6) US-Soldaten und 4 ANA-Soldaten getötet. Es ist der 8. Selbstmordanschlag binnen drei Tagen! In Zharay/Kandahar 3 US-Soldaten durch IED getötet.
„In AFG`s south, signs of progress in three districts signal a shift“, Reportage in der Washington Post: In härtesten Kämpfen und unter hohen Opfern haben US-Truppen in den Distrikten Sangin/Helmand und Zhari und Arghandab/Kandahar die Aufständischen zurückgedrängt. Wo man in Sangin früher wegen der IED`s 8 Stunden von einem zum nächsten Stützpunkt brauchte, dauert jetzt die Fahrt 18 Minuten. Erstmalig zu Beginn der „Kampfsaison“ kontrollieren die Taliban jetzt weniger Gebiete. Festgestellt wird aber auch ein Taktikwechsel der Taliban, die jetzt statt direkt die US-Truppen vermehrt afghanische Offizielle angreifen.   
Am 15.4. in Kandahar vor Polizei-Hauptquartier der Polizeichef von Kandahar, General Khan Mohammad Mudschahid, und zwei Sicherheitsleute durch Selbstmordattentäter in ANA-Uniform getötet. In Andar/Ghazni ein US-Soldat bei Feuerüberfall getötet.
Am 14.4. in Paktia in Police Training Center drei Polizisten durch vier Selbstmordattentäter getötet. Bei Selbstmordattacken in Kabul und Kandahar 4 Afghanen verletzt. In Khost Gefangennahme eines Taliban Facilitator, in Baraki Barak/Logar eines Talibanführers.
LWJ meldet am 26.4., dass in Dangar/Kunar auch Abu Hafs al Najdi, alias Abdul Ghani,  höherer saudischer Al Qalida-Führer und Operationschef in Kunar, die Nr. 23 auf der Terrorfahndungsliste der saudi-arabischen Regierung und Nr. 2 auf der ISAF-Target-Liste, zusammen mit Waqas, höherer Al Qaida-Führer aus Pakistan, durch Luftschlag getötet worden sei. ISAF meldet in diesem Zusammenhang, im letzten Monaten insgesamt 25 Al Qaida Aktivisten getötet zu haben.  
Sicherheitskräfte töteten und fingen Kommandeure von Haqqani, Taliban und Al Qaida und Kämpfer in Kandahar, Zabul, Khost, Logar, Baghlan, Faryab, Jawzjan. (detailliert im ISAF Joint Command Operational Update)  
Am 13.4. in Asmar/Kunar Haji Malik Zarin, sein Sohn, Enkel und mehrere Stammesälteste durch Selbstmordattentäter getötet. Zarin hatte mehrere Anschläge überlebt, war ein berühmter Jihadi-Kommandeur in den 90er Jahren, enger Verbündeter von Präsidernt Karzai und Vorsitzender des Kunar High Peace Council. Er hatte sich mehrfach öffentlich gegen Al Qaida und den pakistanischen Geheimdienst ISI gewandt. In Logar eine Zivilperson durch IED getötet.
In Alingar/Laghman ein US-Soldat durch IED getötet.
In Jani Khel/Paktika ein Bewaffneter getötet, mehrere mutmaßliche Aufständische gefangen. In Orgun/Paktika ein Haqqani-Führer gefangen, in Wardak ein Talibanführer, in Daud und Maywand/Kandahar einige mutmaßliche Aufständische. In Kahmard/Bamyan Entdeckung eines Waffenverstecks (u.a. 36 RPG, 74 Handgranaten).
Am 12.4. in Lal Poor/Nangarhar 5 Bauarbeiter durch IED getötet. In Panjwai/Kandahar 5 ISAF-Soldaten und 4 Zivilpersonen durch Selbstmordattentäter verletzt. Gefangennahme von zwei HIG-Kommandeuren in Sabari/Khost. In Wardak Gefangennahme einiger mutmaßlicher Aufständischer des „Kabul Attack Network“ (Allianz von Haqqani Network, HIG, Taliban, Al Qaida, Lashkar-e Taiba). 
Der High Peace Council drängt die Türkei, in der Türkei ein Büro der Taliban zuzulassen. Angeblich hätten auch Länder wie Deutschland, Iran, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate Kooperationsbereitschaft signalisiert, ein ähnliches Büro zu beherbergen. Dagegen wendet Aziz Rafiee/Afghan Civil Society Forum ein, dass damit die Taliban anerkannt würden. 
Am 11.4. in Helmand ein Distrikt Council Mitglied beim Beten in der Moschee getötet.
In Behsud/Nangarhar Gefangennahme eines Talibanführers, in Paktika eines Haqqani/IMU-Kommandeurs. In Lajah-Ahmad Khel/Paktia ein US-Soldat durch IED getötet.

Taliban und Mädchenschulen: Lt. Asia Times habe ein Talibansprecher betont, die Taliban seien nicht gegen Bildungs- und Aufbauprojekte. Man schütze Schulen in von Taliban kontrollierten Gebieten. Diese Ankündigung war in der Vergangenheit von Erziehungsminister Wardak und Präsident Karzai begrüßt worden. Lt. Wardak gebe es bei den Taliban einen kulturellen Wandel. Sie würden auch nicht länger die Bildung von Mädchen bekämpfen. (vgl. Auch FAZ 15.1.2011)
Die am 24. Februar 2011 erschienene Studie  „High Stakes - Girl`s Education in Afghanistan“ schildert noch eine andere Realität: Seit 2005 seien die direkten Attacken auf Schulen deutlich angestiegen. In 2009 gab es monatlich 50 Attacken auf Schulen! Droh-“night-letters“ verbreiteten sich und führten dazu, dass Lehrer ihren Arbeitsplatz verließen und Eltern ihre Kinder nicht mehr zur Schule schickten. Lt. Erziehungsministerium blieben in Helmand 34% der Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen, in Zabul 61%. Es heißt, dass Schulen, in deren Bau und Betrieb Gemeindemitglieder involviert waren, geschützter waren. Umgekehrt wuchs das Sicherheitsrisiko, wenn engere Beziehungen zu einem PRT bestanden. Betont wird, dass die Haltung der Aufständischen gegenüber Mädchenschulen variiert. Manche Gemeinden handelten bei relevanten Aufständischengruppen den Schulbesuch von Mädchen aus. Anderswo brachen Mädchen den Schulbesuch ab oder besuchten Geheimschulen. Untersuchungen bei Taliban-Kommandeuren in Süd-AFG ergaben, dass diese zumindest den Zugang zu Sekundarschulen und höherer Bildung verhindern wollen. (Hrg. u.a. von Afghan Civil Society Forum, Afghan Woman`s Network, Oxfam)   

Am 10.4. in Ghormach/Faryab ein US-Soldat getötet. Der pakistanische Al Qaida Kommandeur von Kunar, Sa`ad bin Abi Waqas, und einige Kämpfer durch Luftschlag getötet.
Am 9.4. in Kabul 7 Soldaten und 3 Zivilpersonen durch Selbstmordattentäter nahe Armeebus verletzt.

Trainingscamp für Selbstmordattentäter: Ein 14-Jähriger, dessen Sprengstoffweste am 3.4. bei dem Angriff auf einen Sufi-Schrein in Punjab/Pakistan versagt hatte (41 Menschen wurden dabei getötet, über 60 verletzt), berichtet, dass in seinem Camp im Mir Ali Gebiet/Nordwaziristan 350 Männer und Jungen aus Pakistan und dem Ausland für Selbstmordangriffe ausgebildet wurden. Mir Ali gehöre mit Miramshah und Datta Khel zu den drei Rückzugsgebieten für Taliban, Al Qaida, für pakistanische, süd- und zentralasiatische Terrorgruppen. (LWJ 8.4.)  
„Import and export of suicid bombers“ (Daily Times 21.4., www.dailytimes.com.pk): Im Tank Distrikt und Nord- und Süd-Waziristan/Pakistan rekrutieren einige Suizid-Bomber-Schulen junge Menschen und exportieren sie in andere Landesteile und ins Ausland. Schon im Juli 2009 berichtete die Washington Times, dass Taliban Kinder von 7 Jahren für 7.000-14.000 $ kauften, um sie als Suizid-Bomber einzusetzen. Der Preis sei davon abhängig gewesen, wie schnell die Bomber gebraucht wurden und wie nah sie an das Ziel heran sollten. Terrorlehrer suchen Tag und Nacht nach Jungen, um sie zu Suizid-Bombern zu machen. Den Eltern von aus Schulen und von der Straße entführten Teenagern werden 3.-10.000 Pfund Sterling für ein Kind geboten. Kürzlich bestätigte Berichte enthüllten die Rekrutierung von mehr als 5.-6.000 jungen Suizid-Bombern, die auf ihren Einsatz warten. Die afg. Taliban sollen Suizid-Trainingscamps im Nordosten, Westen und Süden AFG`s errichtet habe.  
 
Am 7.4. in Kandahar City Taliban-Angriff von Taliban Suizid-Team auf Polizeicompound mit Handwaffen, MG, als Ambulanz getarnter Fahrzeugbombe: 6 afg. Sicherheitskräfte und 4 Angreifer getötet.  in Charkh/Logar ein US-Soldat bei Feuerüberfall getötet.
Am 6. und 8.4. in Sangin und Musa Qala/Helmand drei US-Soldaten durch IED getötet.  
Am 3.4. in Khost/Khost ein US-Soldat durch indirekten Beschuss getötet.
Am 2.4. in Kandahar bei gewaltsamen Demonstrationen wg. der Koranverbrennung in den USA  10 Zivilpersonen getötet und ca. 80 verletzt. In Kabul Abwehr eines Angriffs von 4 Selbstmordattentätern auf das US-Camp Phoenix. 4 Angreifer und eine Zivilperson getötet. 

März
Am 29.3. in Sar Kani und Marawarah/Kunar 4 US-Soldaten bei Feuerüberfällen getötet. Distriktzentrum von Waygal/Nuristan von mehr als 300 Taliban überrannt, unterschiedliche Opferzahlen. (Im Sommer 2008 US-Truppen aus Waygal abgezogen. Vorausgegangen war ein Angriff von 200-400 Kämpfen auf den kleinen Combat Outpost mit seinen 48 US- und 24 afg. Soldaten. Bei den ganztägigen Kämpfen waren 9 US-Soldaten und 20-50 Aufständische getötet worden. COP`s waren 2006  in Nuristan und Kunar aufgebaut worden, um die Infiltration aus Richtung Pakistan zu unterbinden.) Vgl. den US-Rückzug aus Kunar: Der Rückzug aus dem entlegenen Pech-Tal begann am 15. Februar. Seit 2003 waren hier und in der Umgebung allein 103 US-Soldaten um`s Leben gekommen. Vorausgegangen war der Rückzug aus dem Korengal-Tal im April 2010. 
Am 28.3. in Bermel/Paktika Selbstmordangriff mit 3 Mann gegen eine Baufirma: erst Tötung der Wache am Haupttor, dann Lkw voller Sprengstoff auf das Firmengelände: 20 Bauarbeiter getötet, mehr als 50 verletzt.
Am 27.3. in Chara Dara/Kunar mehr als 40 Polizeirekruten entführt.
Am 26.3. in Zhelay/Helmand ein US-Soldat getötet. In Panjwayi/Kandahar ein kanadischer Soldat durch IED getötet.
Am 25.3. erster AWACS-Flug über AFG mit dt. Beteiligung.
Lt. COM ISAF General Petraeus seien ca. 5.000 Taliban zur Aufgabe des bewaffneten Kampfes bereit. Das wäre nach ISAF-Schätzung ein Fünftel.
Am 23.3. in Nahr-e Saraj/Helmand zwei britische Soldaten durch IED getötet.
Am 22.3. Bekanntgabe von 7 Regionen durch Präsident Karzai, wo im Sommer die Sicherheitsverantwortung an die afg. Seite übergehen soll: (Provinz)Hauptstädte Mazar, Herat, Lashkar Gah (Helmand), Metherlam und Kabul, die Provinzen Bamyan und Panshir. Dieser ersten „Tranche“ soll eine zweite im Oktober/November folgen. (Zur Sicherheitslage in Bamyan vgl. Friederike Böge „Angst in Afghanistans sicherster Provinz“, FAZ 8.4.2011)
Am 22.3. in Chark/Logar zwei US-Soldaten durch indirektes Feuer getötet.
Am 17. und 19.3. in Helmand und Kandahar drei US-Soldaten getötet.
Am 15., 19. und 20.3. in Logar, Khost und Helmand drei US-Soldsten duch IED getötet.
Am 12.3. in Giyan/Paktika ein US-Soldat bei Feuergefecht getötet.
Am 11./12.3. in Helmand und Daykundi zwei US-Soldaten durch IED getötet.
Am 10.3. in Dand/Kandahar ein Cousin von Präsident Karzai irrtümlich von US-Sondereinheiten beim Sturm auf ein Haus erschossen.
Britische Regierung beschuldigt Iran der Waffenlieferungen für die Taliban. Britische Spezialeinheiten hätten in der Südprovinz Nimruz an der Grenze zu Iran 48 122-mm-Raketen aus iranischer Produktion (20 km Reichweite) beschlagnahmt.
„Der stärkste Stamm von Sangin“ von Matthias Rüb (FAZ 10.3.): Im Oktober 2010 „übernahmen“ die US-Marines den Horror-Distrikt Sangin/Helmand von den Briten, die allein in diesem Distrikt seit Frühsommer 2006 106 Soldaten verloren, ein Drittel der brit. Verluste in AFG. Das Marines-Bataillon verlor hier seit Oktober 29 Mann, 150 wurden verwundet. Die Taliban sollen hier ca. 400 Kämpfer verloren haben. Jetzt soll Sangin unter US-Kontrolle, soll der Markt wieder voller Leben sein. US-Verteidigungsminister Gates besucht Sangin am 9.3. 

TAZ-Kommentar von Thomas Ruttig (Afghanistan Analysts Network/AAN) „Die Märchen der NATO“: Die Regierungen der ISAF-Staaten „bemühen sich zurzeit, ein Narrativ für den geplanten Truppenabzug zu entwickeln: Nach einem (…) Strategiewechsel seien ANSF immer besser in der Lage, selber ihr Land gegen die Aufständischen zu schützen. Dass die UNO gerade 2010 als das für afg. Zivilisten tödlichste Jahr (…) nennt, spricht eine andere Sprache. (…) Alle Sicherheitsanalysten in den Kerngebieten des Aufstands bestätigen, dass sich die Kennziffern für wirklich erfolgreiche Aufstandssbekämpfung wie Zahl, geografische Ausdehnung und Wirkung gegnerischer Angriffe sich nicht positiv entwickeln. Aber weil man das in Brüssel und Washington nicht wahrhaben will, reden diese Analysten nur noch „off the records“.(…) Die Afghanen kauften die NATO-Erfolgsstorys ohnehin nicht ab. Unter ihnen herrscht blanke Angst, wieder allein gelassen zu werden – mit den Taliban und Karsais korrupten Warlords.“ (10.3.2011) 
Am 9.3. in Arghandabad und Zhelay/Kandahar zwei US-Soldaten durch IED getötet. 
Am 7.3. in Behsud/Nangarhar zwei afg. Polizisten bei IED-Doppelanschlag getötet, 11 Polizisten und zwei Zivilpersonen verletzt.
---------------------Ab hier reduzierte Quellenauswertung ------------------------------------------------

Am 3./4.3. in Kandahar und Helmand 3 US-Soldaten durch IED getötet. Am 3.3. in Nahr-e Saraj/Helmand ein britischer Soldat getötet.
Am 1.3. in Kunar 9 afg. Jungen irrtümlich von US-Kampfhubschrauber beim Holzsammeln getötet. Verteidungsminister Gates entschuldigt sich persönlich in Kabul bei Präsident Karzai. Dieser hatte die Entschuldigung von COM ISAF Petreaus nicht angenommen.

Februar
Am 28.2. in den Provinzen Wardak, Logar, Kandahar 4 US-Soldaten und in Herat ein italienischer Soldat durch IED getötet.
Am 27.2. in Kandahar und Ghazni zwei US-Soldaten getötet. In Pech/Kunar ein US-Soldat bei Gefecht getötet.
Am 26.2. in Shirin Tagab/Faryab Suizidattacke eines 16-Jährigen bei Bushkashi-Spiel: 5 Zivilisten getötet, 25 verletzt.
Am 25.2. bei Peshawar/Pakistan bei IED-Angriff auf NATO-Nachschub 2 Wachleute und 2 Fahrer getötet, 11 Tanklaster zerstört. 
Am 21./22.2. zwei IED-Anschläge in Musa Quala und Sangin/Helmand, ein georgischer und ein US-Soldat getötet.
Am 19.2. in Tagab/Kapisa und Chorah/Uruzgan ein französischer und ein australischer Soldat bei Gefechten getötet.
Zzt. höchstes Operationstempo von ISAF im RC North: täglich Gefechte mit Luftnahunterstützung und Steilfeuer. 
Am 17.2. in Sangin/Helmand und Ghaziabad/Kunar zwei US-Soldaten durch IED bzw. bei Gefecht getötet. 
Am 14.2. in Nahr-e Saraj/Helmand ein britischer Soldat durch IED getötet.
Am 12.2. mittags in Kandahar Angriff auf das Polizeihauptquartier durch zwei Selbstmordattentäter: 14 Angehörige der ANSF und eine Zivilperson getötet, 14 ANSF und 25 Zivilpersonen verletzt.
Am 9.2. in Nad Ali/Helmand zwei britische Soldaten bei Gefecht getötet.
Am 8,2. in Zharay/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 7.2. in Kandahar und Helmand zwei US-Soldaten durch IED getötet.
Am 5.2. in Kajaki und Nad Ali/Helmand ein US- und ein britische Soldat durch IED`s getötet. 
Lt. COM ISAF General Petraeus im NATO-Rat sei in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg der Sicherheitsvorfälle zu rechnen. Allerdings nehme die Zahl der Attacken mit mehr als einem Angreifer („complex attacks“) ständig ab. Ein positiver Trend sei, dass mit Hilfe von Hinweisen aus der Bevölkerung ca. 100 Waffenverstecke pro Woche ausgehoben würden.
Am 2.2. in Deh Rawud/Uruzgan ein australischer Soldat durch IED getötet.

Januar
Am 31.1. in Wardak ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 29.1. in Nahr-e Saraj/Helmand zwei US-Soldaten durch IED getötet.
Am 28.1. nachmittags in Kabul bei Selbstmordanschlag (3 Angreifer) auf Supermarkt 300 Meter von der Dt. Botschaft 14 Personen getötet, 12 verletzt. Unter den Opfern die Professorin Hamida Barmaki, ihr Ehemann, ihre drei Töchter und ihr Sohn. Frau Barmaki war seit März 2008 Repräsentantin des Heidelberger Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Kabul. Die 41-Jährige gehörte zu en ersten Frauen in Afghanistan, die nach dem Studium zum Justizdienst zugelassen wurden. (FAZ 10.2.2011) 
Am 25.1. in Nahr-e Saraj/Helmand ein britischer Soldat durch IED getötet.
Am 22.1. in Ghazni zwei polnische Soldaten durch IED getötet.
Am 21.1. in Sangin/Helmand 7 US-Soldaten und eine Zivilperson durch IED verletzt.
Am 20.1. in Sangin/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 19.1. auf dem Flughafengelände von Kandahar ein US-Soldat durch Rakete getötet, 15 verwundet.
Am 18.1. in Murghab/Badghis ein Feldposten mit Handwaffen beschossen, ein italienischer Soldat getötet.
Am 17.1. in Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 15.1. erster Einsatzflug von NATO-AWACS (ohne deutsche Beteiligung).
Am 13.1. auf www.aan-afghanistan.org „Building for Eternity? The issue of the US Afghan Bases” von Thomas Ruttig (Afghanistan Analysts Network)
Am 12.1. in Gelan/Ghazni 3 US-Soldaten durch IED getötet. In Ghaziabad/Kunar ein US-Soldat bei Handwaffenbeschuss getötet. In Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet. 
In Narang/Kunar der stellv. Leiter des afg. Geheimdienstes NDS und sein Fahrer durch IED getötet.
In Kabul Selbstmordanschlag mit Motorrad auf Kleinbus mit NDS-Angehörigen, 15 NDS-Angehörige und 11 Zivilpersonen verwundet. 
Am 9.1. in Nahr-e Saraj/Helmand ein dänischer Soldat durch IED getötet.
Am 8.1. in Tagab/Kapisa ein französischer Soldat bei Anschlag getötet.
Am 5. und 7.1. in Nangarhar, Sangin/Helmand und Chark/Logar 5 US-Soldaten durch IED getötet.  
Am 1.1.2011 in Nahr-e Saraj/Helmand ein britischer Soldat bei Feuergefecht getötet. In Sangin/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.

2010
Gewaltbilanz 2010: Lt. afg. Innenministerium wurden 2.043 Zivilpersonen getötet und 3.570 verletzt. (Lt. UNAMA von Jan. bis Okt. 2.412 und 3.803). 1.292 Polizisten wurden getötet und 2.447 verletzt. 5.225 Aufständische wurden getötet und 949 verletzt. Lt. Verteidigungsministerium wurden 821 afghanische Soldaten getötet.
711 ausländische Soldaten wurden getötet, von ihnen zwei Drittel US-Amerikaner. 2009 waren es 521. (Reuters 3.1.2011)

Dezember
Am 31.12.2010 in Zhelay/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet.
In Gulistan/Farah ein italienischer Soldat bei Feuergefecht getötet.
Am 28.12. in Sangin/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 26.1. in Nad Ali/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 21.12. in Kajaki/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet. In Nahr-e Saraj/Helmand ein britischer Soldat durch IED getötet.
Am 19.12. in Kabul ca. 500 Meter von Camp Phoenix bei Hinterhalt gegen ANA (Beschuss, Selbstmordanschlag und Verkehrsunfall mit Zivilfahrzeug) 7 ANA-Soldaten getötet, je zwei Soldaten und Polizisten verletzt. Ein Mentorenteam der Bundeswehr (GAFTAG) geriet in den Vorfall, blieb aber unversehrt.
Am 18. und 19.12. in Kandahar ein US- und ein kanadischer Soldat durch IED getötet.
Am 15.12. in Andar/Ghazni ein US-Soldat bei Beschuss getötet. In Tagab/Kapisa zwei französische Soldaten bei Gefecht getötet.
Am 14./15. und 17.12. in Musa Qala, Sangin und Gamser/Helmand 4 US-Soldaten durch IED getötet. 
Am 12.12. in Zharay/Kandahar bei Selbstmordanschlag mit Kfz und Feuergefecht über mehrere Stunden mit Luftnahunterstützung 6 US-Soldaten und eine Zivilperson getötet, 6 weitere US- und 7 afg. Soldaten verwundet.
Am 11.12. in Helmand 15 Zivilpersonen durch IED getötet. In Kandahar 4 Polizisten und zwei Kinder duch IED verletzt.
Am 8.12. in Maiwand/Kandahar zwei US-Soldaten durch Selbstmordanschlag getötet.
Am 6., 8. und 10.12. in Sangin, Musa Qala, Nad Ali/Helmand 4 US-Soldaten durch IED-Anschläge und Beschuss getötet. 
Operativer Schwerpunkt von ISAF weiterhin RC South mit der Operation HAMKARI BARAYE KANDAHAR in Zharay westlich von Kandahar, Einsatz von bis zu 29 Bataillonen, darunter 20 afg. Kandaks von ANA und ANP.
Am 5.12. in Gardez/Paktia bei zwei Selbstmordattentaten gegen eine Foward Operation Base zwei US-Soldaten getötet, 5 US-Soldaten und zwei Zivilpersonen verletzt. In Nad Ali/Helmand ein britischer Soldat bei Gefecht getötet.
Am 3.12. in Nad Ali/Helmand ein US-Soldat bei Gefecht getötet.
Am 1. und 2.12. in Nad Ali/Helmand und Sabari/Khost zwei US-Soldaten durch IED getötet.

November
Am 30.11. in Garmser/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.  
Am 29.11. in Pachir wa Agam/Nangarhar feuert bei einer gemeinsamen Operation von US-Kräften und afg. Grenzpolizei ein Grenzpolizist auf US-Soldaten und tötet sechs. Beim Feuerwechsel wird der der Grenzpolizist erschossen.
Am 28.11. in Pul-e Alam/Logar ein Mitglied der Provinzregierung, zwei Angehörige und ein Personenschützer durch Aufständische getötet.
Am 25.11. in Sangin/Helmand ein US-Soldat bei Gefecht getötet.
 Am 24.11. in Sangin/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 22.1. in Zharay/Kandahar ein afg. Soldat durch IED getötet. Bei Absicherung des Tatortes zwei US-Soldaten durch zweite IED getötet, vier verletzt.
Friederike Böge`s Reportage aus Kandahar: „In Vertretung der abwesenden Regierung“. (FAZ 19.11.2010)
Am 17.11. in Nahr-e Saraj/Helmand ein britischer Soldat bei Gefecht getötet.
In Panjwai/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 16.11. in Watahpur/Kunar ein US-Soldat bei Gefecht getötet. Am 16. und 17.11. in Musa Qala und Kajaki/Helmand zwei US-Soldaten durch IED getötet.
Am 14.11. in Nad Ali und Nahr-e Saraj/Helmand ein britischer und ein dänischer Soldat durch IED getötet. In Watahpur/Kunar bei mehrstündigem Gefecht 5 US-Soldaten und 5 Angreifer getötet, 7 US-Soldaten verletzt. In Behsud/Nangarhar bei Anschlag auf ISAF-Nachschubkonvoi 12 Tanklaster in Brand und zerstört.
Am 13.11. in Nangarhar bei Angriff auf ANA-Stützpunkt und ISAF-Unterstützung 8 US-Soldaten verletzt, 8 Gegner getötet. In Zharay/Kandahar drei US-Soldaten durch IED getötet.
Am 12.11. in Watahpur/Kunar ein US-Soldat bei Gefecht getötet.
Am 10.11. in Charkh/Logar und Sangin/Helmand zwei US-Soldaten bei Gefechten getötet.
Am 9.11. in Nad Ali und Sangin/Helmand zwei US-Soldaten durch IED getötet.

Sir Sherard Cowper-Coles, zweimaliger brit. Botschafter in Kabul, kritisiert „irreführenden Optimismus“ der brit. AFG-Politik und insbesondere der Armee. Vor dem Auswärtigen Ausschuss des Unterhauses konstatierte der vor einem Monat ausgeschiedene Diplomat und ehemalige brit. Sonderbeauftragte für AFG und Pakistan dieselben Probleme in den USA: Zu wenige führende Politiker verstünden die Natur des Konflikts, zu viele würden an eine militärische Lösung glauben. Zivile Führer müssten die politische Kontrolle von den Militärs zurückholen, deren „can-do-approach“ das Problemverständnis verzerre. Teil des Problems sei aber auch die afg. Regierung, die unter großen Teilen der Bevölkerung weniger populär sei als die Taliban.   (Guardian 9.11.) 

Am 8.11. in Khugyani/Nangahar und Sabari/Khost zwei US-Soldaten durch IED und bei Gefecht getötet.  
Am 6./7.11. in Watahpur und Bar Kunar/Kunar drei US-Soldaten bei Feuergefechten getötet.
Am 5.11. in Nad Ali/Helmand und Ghazni zwei US-Soldaten durch IED getötet.
Am 4.11. in Sangin/Helmand und Muhammad Aghah/Logar drei US-Soldaten bei Gefechten getötet.
Am 3./5.11. in Khandar und Zhelay/Kandahar zwei US-Soldaten durch IED getötet.
Am 2./6.11. in Sangin und Nad Ali/Helmand zwei US-Soldaten bei Gefechten getötet.  
Am 1.11. in Arghandab/Kandahar zwei US-Soldaten durch Selbstmordanschlag getötet, 6 weitere schwer verletzt.
COM ISAF General Petreaus lässt ISAF(US)-Kommunikationsetat um 100 Mio. auf 290 Mio. US-$ aufstocken. (FAZ 9.11.2010)

Spezialoperationen: In drei Monaten bis 10.10.2010 3.438 Spezialoperationen, wobei 2.461 Aufständische gefangen genommen, 983 getötet worden seien. 339 Kommandeure seien gefangen oder getötet worden. Die Zahl der Spezialkräfte hat sich verdreifacht. (FAZ 2.11.2010)

Oktober
Am 30.10. in Nahr-e Sarray/Helmand ein britischer Soldat bei Gefecht getötet.
Am 28./29.30.10. in Zhelay/Kandahar drei US-Soldaten durch IED und bei Gefecht getötet. 

Lt. Washington Post ziehen US-Geheimdienste eine skeptische Bilanz der jüngsten Offensiven und Drohnenangriffe: Den Aufständischen seien kaum schwerwiegende Niederlagen beigebracht worden. Ihnen sei es immer wieder gelungen, getötete Kommandeure auszutauschen und sich zu verjüngen. (FAZ 28.10.)
Am 24.10. in Maywand/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet. In Sarobi/Paktika ein US-Soldat durch Mörser getötet.
Am 23.10. in Nahr-e Saraj/Helmand ein dänischer Soldat bei Gefecht getötet. In Waghaz/Ghazni ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 21.10. in Yahya Khel/Paktika ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 20.10. in Zhelay/Kandahar ein US-Soldat bei Gefecht getötet.
Am 19.10. in Nad Ali/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet. In Nahr-e Saraj/Helmand ein britischer Soldat durch IED getötet.
Am 17.10. in Kajaki/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Kanada verkündet Abzug seiner Kampftruppen bis in 2011: Bis 2014 bleiben soll eine Ausbildungsmission von 950 Soldaten.in Kabul. Zzt. stellt Kanada 2.900 Soldaten, die in Masse in Kandahar stationiert sind. Bisher wurden 152 kanadische Soldaten in AFG getötet. 
Am 15./16.10. in Sangin/Helmand zwei US-Soldaten durch IED getötet.
Am 14.10. in Gelan/Ghazni ein polnischer Soldat durch Mörserbeschuss getötet. In Moqor/Badghis drei US-Soldaten durch IED getötet. In In Sangin/Helmand drei US-Soldaten, in Arfistan/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 13.10. in Yahya Khel/Paktika ein US-Soldat bei Gefecht getötet. In Sangin/Helmand 4 US-Soldaten in Gefecht und durch IED getötet. In Musa Qala/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Verlängerung des ISAF-Mandats durch den UN-Sicherheitsrat mit Resolution 1943 (2010). 
Am 12.10. in Maywand/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet. 
Am 10.10. in Zhelay/Kandahar zwei US-Soldaten durch IED getötet. In Nad Ali/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 10.10. Öffnung des Grenzübergangs Torkham (Kyber-Paß) an der afg.-pak. Grenze durch PAK Regierung bekannt gegeben. In den 10 Tagen der Schließung von Torkham und verzögerter Abfertigung in Chaman Rückstau von ca. 2.000 Lkw`s, der mehrmals angegriffen wurde. Bei 5 Angriffen über 130 Lkw`s zerstört und 15 Fahrer und Wachmänner getötet.
Am 9.10. in Gulistan/Farah vier italienische Soldaten durch IED getötet. (Zzt. in AFG 3.400 ital. Soldaten und Carabinieri. Bisher starben 34.) 
Am 8.10. in Nahr-i Saraj/Helmand ein britischer Soldat durch IED getötet.  In Sangin und Musa Qala/Helmand zwei US-Soldaten durch IED getötet.

7.10.: 10. Jahrestag der US-geführten Afghanistan-Intervention. Lt. AP kamen seitdem in AFG 2004 NATO-Soldaten um`s Leben. In Arghandab/Kandahar 6 Aufständische durch NATO-Kräfte getötet.
In Kandahar Beschlagnahme eines Fahrzeuges mit 760 kg Heroin, 550 kg Haschisch, 100 kg Opium, 5 Antipersonenminen und Bombenmaterial.
Am 6.10. in Nad Ali/Helmand ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 5.10. in Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 4.10. in Zhelay und Maywand/Kandahar zwei US-Soldaten durch IED getötet. In Chora/Uruzgan ein US-Soldat durch IED getötet. In Saybadad/Wardak ein US-Soldat durch  Beschuss getötet. 
Am selben Tag bei Islamabad/Pakistan ca. 47 Tanklaster bei Unruhen attackiert und ausgebrannt.
Sperrung der pakistanischen Grenze für US-Transporte nach AFG wg. angeblicher Grenzverletzung durch ISASF-Kräfte am 30.9., erheblicher Rückstau.
Am 3.10. in Dahana-e Ghuri/Baghlan ein US-Soldat bei Beschuss getötet.
Am 2.10. in Nahr-i Sarj/Helmand ein britischer Soldat durch Selbstmordattentat getötet.
Am 1.10. in Zabul und Paktika zwei rumänische Soldaten und in Orgun/Paktika zwei US-Soldaten durch IED getötet

September
Am 30.9. In der Provinz Helmand 6 ISAF-Soldaten getötet: in Nad Ali zwei US-Soldaten durch Beschuss und IED, vier georgische Soldaten bei Gefecht mit Aufständischen.
Am 29.9. in Ghazni stellv. Provinzgouverneur, sein Sohn und vier Leibwächter durch Selbstmordattentäter mit Kfz getötet. In Zhelay/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet. In Shahidi Hassas/Uruzgan zwei US-Soldaten durch Beschuss getötet.
Am 28.9. in Sangin/Helmand ein US-Soldat durch Beschuss getötet.
Am 27.9. in Giro/Ghazni ein polnischer Soldat durch IED getötet.
Am 24./25.9. in Seybadad/Wardak zwei US-Soldaten, in Garmser/Helmand ein britischer Soldat und in Argandhab/Kandahar zwei US-Sopldaten durch IED`s getötet.
Am 23.9. in Nad Ali/Helmand ein US-Soldat bei Beschuss getötet.
Am 22.9. in Nahr-i Saraj/Helmand ein dänischer Soldat durch IED getötet.
Am 21.9. in Zabul Absturz eines US-Hubschraubers U-60 Blackhawk aus ungeklärten Gründen, 8 US-Soldaten und ein Angehöriger der ANSF getötet.
Am 20.9. in Musa Qala/Helmand ein US-Soldat bei Beschuss getötet.

Operationen: MOSTARAK (Kern in Marjah und Nad Ali in Helmand) und HAMKARI BARAYE KANDAHAR Schwerpunkte der Operationsführung des COM ISAF.
In Marjah und Nad Ali soll die eigene Bewegungsfreiheit gut sein. Die große Herausforderung ist die Stärkung besserer Regierungsführung. Bei der Kandahar-Operation sollen noch stärker gute Regierungsführung und Aufbau/Entwicklung im Vordergrund stehen. In der Phase 1 und 2 der Clearance-Operationen dehalb Vermeidung intensiver Gefechte. In der Phase 2 Aufbau eines Sicherheitsrings um Kandahar, in Phase 3 Vorgehen gegen die Talibanhochburg westlich der Stadt. Die Kräfte in Kandahar werden durch ANA-Kandaks aus dem Osten, Südwesten und Norden (1. Kandak der 1. Brigade des 209. Korps) verstärkt.
Der US-Aufwuchs ist mit der im Oktober kommenden Verlegung der 4. Infanteriebrigade der 101. Luftlandedivision abgeschlossen. Die Obergrenze der US-Kräfte liegt bei 98.000 (einschließlich OEF). 

18.9. Parlamentswahlen: In 9 von landesweit 365 Distrikten wg. der Sicherheitslage keine Wahlzentren; 95% der zur Öffnung vorgesehenen Wahlzentren (5.510 von 5.816) auch tatsächlich geöffnet;  370.000 Wahlbeobachter, davon 90.000 Frauen. 63.000 ANA-Soldaten und 52.000 Polizisten im Einsatz.
Am Wahltag zwischen Öffnung und Schließung der Wahllokale lt. Afg. Innenministerium 305 “sicherheitsrelevante Zwischenfälle” (479 bei der Präsidentschaftswahl 2009), 66 Tote (2009 59) und über 100 Verletzte.  ISAF meldet 644 Zwischenfälle (2009 479). In der Wahlwoche 13.-19.9. erreichen die von ISAF erfassten Sicherheitsvorfälle das historische Maximum von 1.445 (Vorwoche 675, Vergleichswoche 2009 524). Davon geschehen 14 im RC Capital, 98 im Norden, 73 im Westen, 488 in Südwest, 256 im Süden und 515 im Osten.
Am 18.9. in Khas Konar/Kunar ein US-Soldat durch IED getötet. In Nad Ali/Helmand zwei britische Soldaten bei Gefecht getötet. In Almar/Faryab US-Kräfte bei Fahrzeugbergung mit Handwaffen angegriffen, ein US-Soldat getötet, einer schwer verwundet.
Am 17.9. in Bakwa/Farah ein italienischer Soldat bei Gefecht getötet. In Nawa Barak Zayi/Helmand und Zhelay/Kandahar vier US-Soldaten bei Gefechten und durch IED getötet.
Am 16.9. in Argandhab/Kandahar und Khas Uruzgan/Uruzgan zwei US-Soldaten bei Gefechten und in Zhelay/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet. 
Am 8.9. in Argandhab/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 7./8.9. in Nad Ali/Helmand zwei US-Soldaten bei Gefecht getötet. 
Am 5.9. in Nad Ali und Musa Qala/Helmand ein britischer und ein georgischer Soldat bei Gefecht getötet. In Alingar/Laghman ein US-Soldat bei Gefecht getötet.
Am 4./5.9. in Nad Ali und Naw Zad/Helmand zwei US-Soldaten bei Gefecht und durtch IED getötet.
Am 2.9. in Mehtar Lam/Laghman ein US-Soldat durch IED getötet.
Am 1.9. in Musa Qala und Nad Ali/Helmand zwei US-Soldaten bei Gefechten getötet.

August
Am 31.8. in Nad Ali/Helmand zwei US-Soldaten bei Gefecht getötet. In Pul-i Alam/Logar 4 US-Soldaten durch IED getötet, 5 Angreifer festgenommen.  
Am 30.8. in Nahr-i Saraj/Helmand ein britischer und ein estnischer Soldat bei Gefecht getötet.  In Kandahar 7 US-Soldaten bei zwei IED-Angriffen getötet.
Am 29.8. in Nahr-i Saraj, Kajaki und Garmser/Helmand 3 US-Soldaten bei Gefecht und durch IED getötet.
Am 28.8. in Bermel/Paktia, Argandhab/Kandahar und Chaparhar/Nangarhar 5 US-Soldaten durch IED und Beschuss getötet.
Am 27.8. in Sangin/Helmand und Zadran/Paktia 3 US-Soldaten durch IED getötet.  
Am 25.8. in Qal`eh-ye Now/Badghis zwei spanische Soldaten, ein Dolmetscher durch afg. Polizisten erschossen.
Am 24.8. in Tarin Kot und Deh Rawod/Uruzgan ein US-Soldat durch IED und ein australischer Soldat bei Gefecht getötet.
Am 23.8. in Kajaki/Helmand zwei US-Soldaten bei Gefecht getötet. In Tagab/Kapisa zwei französische Soldaten bei Gefecht getötet. 
Am 22.8. in Arghandab/Kandahar ein US-Soldat durch IED getötet. In Jaji/Paktia zwei US-Soldaten bei Gefecht getötet.
Am 21./22.8. in Nad Ali/Helmand zwei US-Soldaten und ein britischer Soldat durch IED und bei zwei Gefechten getötet.
Am 20./21.8. in Chora/Uruzgan zwei australische und ein US-Soldat durch Mörserbeschuss und bei Gefecht getötet.
Am 17. und 19.8. in Pech/Kunar, Bala Buluk/Farah sowie  Reg H und Nah-i Saraj/Helmand 5 US-Soldaten durch IED`s getötet.
Am 19.8. in Sangin/Helmand mehrere Staßenbauarbeiter getötet.
Im „Food Security Risk Index“ (Maplecroft) Afghanistan an erster Stelle, gefolgt von DR Congo, Burundi, Eritrea, Sudan.
Am 18.8. in Shah Joy/Zabul Border + Tribal Affairs Chief durch Unbekannte in seinem Haus erschossen. In Gardez/Paktia ein Bauarbeiter durch IED getötet. In Mizan/Zabul mehrere Aufständische gefangen genommen. In Pul-e Alam/Logar 12 Aufständische bei Suche nach einem Taliban-Kommandeur getötet. In Darch-ye Ped/Kunar 3 Aufständische getötet, mehrere gefangen genommen.
Lt. Vorsitzendem der Afg. Unabhängigen Wahlkommission müssen 938 von insgesamt 6.835 Polling Centers aus Sicherheitsgründen bei der Parlamentswahl im September geschlossen bleiben. Zu einem Polling Center gehören 2-13 Polling Stations.
UNAMA-Opfer:  zwischen Januar und 30. Juni 2010 47 Fälle von Bedrohung von UNAMA Mitarbeitern, 19 Mitarbeiter angegriffen, 63 entführt, 7 getötet.
Am 17.8. in Ghazni City um 7.30 Uhr 2 Zivilpersonen getötet, 8 verwundet, als IED auf Motorrad gegen Polizeikonvoi. In Kandahar 3 Polizisten und eine Zivilperson bei Anschlag auf Konvoi des Polizeichefs von Kandahar getötet. In Arghandab/Kandahar Taliban-Kommandeur Aqua durch „precision air strike“ getötet. Bei Musa Qala/Helmand 27 Afghanen aus Taliban-Geheimgefängnis befreit, 13 Aufständische getötet nach Weigerung, die Waffen niederzulegen. In Nawah-ye Barakzai/Helmand 2 verdächtige Aufständische gefangen genommen, darunter ein Distriktkommandeur der Taliban. In Lashkar Gah/Helmand ein Militanter getötet, mehrere gefangen genommen. In Shah Joy/Zabul, Zurmat/Paktia mehrere verdächtige Aufständische gefangen genommen. In Surkh Rod/Nangarhar bei Suche nach IED-Experten 2 Aufständische getötet, mehrere gefangen genommen. , Präsident Karzai unterzeichnet Dekret über Verbot privater Sicherheitsfirmen in 4 Monaten, ausgenommen seien Botschaften und NGO`s,  so lange ihr Sicherheitspersonal auf deren Gelände sei. Es gibt 52 private Sicherheitsfirmen mit bis zu 40.000 bewaffneten Mitarbeitern, darüber hinaus viele nicht registrierte. Der Kabuler Flughafen z.B. wird bisher von einer privaten Firma gesichert. Strittige Meldung: In Mangar/Badghis 9 Polizisten an Checkpoint entführt, in Herat bestritten. In Badghis 17 Militante durch ANSF getötet.

Foreign Policy berichtet unter der Überschrift „Cozying Up to the Taliban“ über eine zunehmende Kooperation zwischen humanitären Organisationen und den Taliban. Zitiert wird der Direktor von ANSO, dass es keine militante Kampagne gegen NGO`s gebe. Lt. Direktor von Agency Coordinating Board for Afghan Relief hätten die Taliban die Tür für die NGO`s weit geöffnet. Der AFG-Repräsentant von „Ärzte ohne Grenzen“ verhandelte in 2009 direkt mit Taliban-Kommandeuren, um nach dem Rückzug von 2004 wieder eine Präsenz im Land zu ermöglichen: Die Kommandostrukturen der Taliban seien heute kohärenter als 2004. Die Abmachung ist vertraulich. Aber MSF habe Zugang zu Taliban-kontrollierten Gebieten, so lange die Mitarbeiter klar von NATO-Truppen zu unterscheiden sind. Andere Beispiele sind die Polio-Impfkampagne von UNICEF und WHO, die sowohl mit der Regierung wie mit den Taliban kooperieren. Wo früher Geistliche die Impfungen als eine Verschwörung zur Vergiftung oder Sterilisierung muslimischer Kinder ansahen, tragen jetzt Freiwillige einen von Mullah Omar unterzeichneten Genehmigungsbrief bei sich. Rotkreuz-Mitarbeiter koordinieren fast täglich ihre Fahrten durch Aufständischen-Gebiete mit den Taliban.  Die meisten Gespräche seien informell und indirekt und nicht auf höheren Ebenen.
(www.foreignpolicy.com/articles/2010/08/17/cozying_up_to_the_taliban?) 
Am 16.8. in Dand/Kandahar 6 Polizisten nach vergifteten Iftar-Essen durch Taliban getötet. Der Koch, der das Essen vergiftet haben soll, sei mit den Taliban geflohen. In Daman/Kandahar Distriktpolizeichef durch Selbstmordattentäter getötet. In Shinand/Herat 5 Zivilpersonen (3 Frauen, 1 Kind, 1 Mann) abends auf Rückweg von einer Feier in Kfz durch IED getötet. In Logar ein Taliban-Unterstützer getötet, in Helmand, Nangarhar und Paktia jeweils mehrere verdächtige Aufständische gefangen genommen. 
Am 15.8. in Muqar/Ghazni 5 Taliban bei Razzia getötet. In Kandahar City, Marjah/Helmand, Khowst und Paktika jeweils mehrere Militante gefangen genommen. In Kandahar Truck aus Pakistan mit 17.000 kg Sprengstoff, in Kisten abgepackt, von der Polizei beschlagnahmt.
Am 14.8. in Gereshk/Helmand durch Mine 4 Polizisten getötet, 4 verwundet. In Kandahar ein australischer Soldat durch Beschuss getötet. In Khowst bei Raketenbeschuss des US-Camp Salerno eine Rakete in ein Dorf, 3 Kinder getötet. In Kandahar, Helmand, Paktika und Logar jeweils mehrere Militante gefangen genommen. 
Am 13.8. berichtet LWJ, in Badpakh/Laghman hätten Taliban und Al Qaida Angriff eines ANA-Bataillons zurückgeschlagen, 13 ANA-Soldaten und 2 Polizisten getötet, 20 Soldaten und 4 Polizisten vermisst, auch 20 Taliban getötet (Meldung unter Vorbehalt). Kämpfe seit dem 4.8., als ANSF in das Rückzugsgebiet von Taliban und Al Qaida vorstießen. Die ANSF waren ohne alliierte Unterstützung, zeitweilig Verbindung zum Hauptquartier des 201. Corps unterbrochen. Taliban erobern von ANA und Polizei Dutzende Pickups.   
Im Westteil Kabuls Schießerei zwische Hazara und Kuchi, 10 Tote.
Am 12.8. in Nahr-e Saraj und Sangin/Helmand 2 britische Soldaten getötet. In Nawah-y Barakzai/Helmand mehrere verdächtige Aufständische gefangen genommen, dasselbe in Manduzai/Khowst.
Am 11.8. in Farah City morgens Moschee durch vorzeitige Explosion von 2 Selbstmordattentätern zerstört. In Laghman in letzten 24 Stunden durch ANSF 3 Taliban-Kommandeure gefangen und 17 weitere Militante getötet. In Sayyidabad/Wardak mehrere verdächtige Aufständische getötet und viel mehr gefangen genommen. In Dzadran/Paktia mehr als 20 Militante bei einer Clear-Operation gegen das Haqqani-Netzwerk getötet. In Panjwai/Kandahar mehrere verdächtige Aufständische gefangen genommen. ISAF bestätigt, dass am 4.8. In Sherzad/Nangarhar Taliban-Schattengouverneur Malauwi Ghulam Haideri, ein Unterstützer und 12 Kämpfer bei Razzia getötet.  

Überschwemmungskatastrophe in Pakistan: bisher 1.600 Tote, davon 1.400 allein der Provinz Khyber Pakhtunkhwa; lt. UN brauchen 6 Millionen Menschen Soforthilfe, um überleben zu können. Insgesamt sind ca. 14 Mio. Menschen betroffen. (Vom Erdbeben 2005 waren 3 Mio. betroffen.) Ganze Städte müssen evakuiert werden, sind im Schlamm versunken. Breite Kritik an unfähigen Staatsorganen, insbesondere Präsident Zardari, der seine Europareise gerade erst beendete. Pakistanische Taliban fordern pakistanische Regierung auf, die Fluthilfe der USA nicht anzunehmen. Die Taliban würden das Geld bereitstellen.  

Am 10.8. in Kabul 2 Selbstmordattentäter gegen ein Gästehaus für Ausländer, am Haupttor detoniert, Attentäter und 2 Wachmänner tot. Im Shahbaz Bazaar Gebiet/Ghazni 4 Zivilpersonen, darunter 3 Frauen, durch IED getötet. In Baraki Barak/Logar 2 Kinder durch Beschuss von Militanten getötet. Shumulzai/Zabul mehr als 20 Verdächtige auf der Suche nach Al Qaida Unterstützern gefangen genommen. In Kandahar City mehrere verdächtige Taliban, darunter Kommandeur einer Selbstmordzelle, gefangen genommen. In Vazirin Khugyani/Nangarhar bei Suche nach Subkommandeuren mehrere verdächtige Taliban gefangen genommen. In Badghis unbekannte Zahl von Militanten getötet.
Am 9.8. in Laghman 13 Militante, darunter 5 foreign fighters, getötet. In Zharay/Kandahar ein Militanter getötet und mehrere gefangen genommen bei Suche nach dem Taliban-Distriktkommandeur von Arghandab. In Marjah/Helmand 2 verdächtige Taliban bei Suche nach Kommandeur gefangen. In Meta Khan/Paktika 2 verdächtige Taliban bei Suche nach Talibanführer gefangen genommen. 

American Forces News Service (AFNS): „Officials Provide Details of Afghanistan Operations“ – detaillierte Berichte des ISAF Joint Command über 36 Operationen und Sicherheitsvorfälle vom 4.-8. August. (Anm.: Deutlich mehr, als sonst allgemein bekannt wird. Detailliertere Informationspolitik angesichts der WikiLeaks-Enthüllungen?) www.globalsecurity.org/military/library/news/2010/08/mil-100809-afps02.htm
Am 8.8. in Gazara/Herat auf der Straße Flughafen – Innenstadt 6 Polizisten durch Selbstmordattentäter getötet. In Badghis schwangere Frau gefoltert, ausgepeitscht und in der Öffentlichkeit durch Schüsse in den Kopf hingerichtet; der Taliban-Kommandeur Mullah Mohammad Yusuf gab bekannt, dass die Witwe wegen Ehebruch zum Tode verurteilt worden sei. (www.tolonews.com/en/afghanistan/) In Kandahar City ein Mann durch Bombe in einer Rikscha getötet, die ein Fahrzeug mit Gefängniswärtern treffen sollte. In Khost Gefangenahme mehrerer Haqqani-Kämpfer. Im Raum Kandahar Präzisionsluftschlag gegen einen Talibanunterstützer, der Taliban mit IEDs ausgestattet und IED-Angriffe in und um Kandahar geplant, koordiniert und umgesetzt haben soll. 

Ehemalige Militante in Herat kehren zu den Aufständischen zurück: Das Institute for War and Peace Reporting zitiert einen höheren Sicherheitsbeamten, wonach von ca. 1.000 Militanten, die im letzten Jahr ihre Waffen niedergelegt hätten, ungefähr die Hälfte wieder den Kampf aufgenommen hätten. Begründung: Die Regierung hätte ihre Versprechen nicht eingehalten.
Pajhwok-Bericht zum zunehmenden Targeting Killing der Taliban in der Provinz Kandahar: Seit dem Sturz der Taliban 2001 seien in der Provinz mehr als 600 Stammesälteste, religiöse Führer, hohe Offizielle und einfache Behördenmitarbeiter, NGO-Leute getötet worden. Seit der Ankündigung einer bevorstehenden Militäroperation in Kandahar nahmen die Anschläge noch mal zu. Inzwischen haben einige Offizielle ihren Dienst quittiert und Stammesführer das Gebiet verlassen.  
Am 7.8. in Sayes Abad/Wardak 4 private Sicherheitsleute durch IED getötet. In Zharay/Kandahar einige Militante bei einer Clear-Operation getötet, Tunnelsystem und IEDs zerstört. In Zhelay/Kandahar 2 US-Soldaten durch Beschuss, einer durch IED getötet. In Nahr-e-Saraj/Helmand 4 Polizisten und eine Zivilperson durch IED getötet. Im selben Distrikt 2 dänische Soldaten durch IED getötet, in Musa Qala/Helmand ein US-Soldat durch Beschuss. In Helmand 14 Aufständische bei Operation gegen ein Waffenversteck durch CAS getötet. In Gardez/Paktia mehrere verdächtige Haqqani-Kämpfer gefangen genommen. (Seit 1. Juli fast 20 Haqqani-Führer und fast 100 Kämpfer gefangen.)
Am 6.8. in Uruzgan unbekannte Zahl von Aufständischen durch ANSF und Koalitionskräfte getötet. In Gellan/Ghazni ein polnischer Soldat durch IED getötet. 
Am 5.8. bestätigt ein offizieller Regierungsbericht, dass am 23.7. in Sangin/Helmand 39 Zivilpersonen durch eine ISAF-Rakete getötet wurden.  Newsweek berichtet, der höhere Talibanführer und frühere Guantanamo-Häftling (bis 2007) Abdul Rauf Khadim, habe einen handschriftlichen Drohbrief an Stammesälteste wegen ihrer Zusammenarbeit mit internationalen Truppen und Regierung geschrieben: „Wir haben euch zum Tode verurteilt. Ihr habt fünf Tage Zeit, afghanischen Boden zu verlassen.“ (LWJ 5.8.) Das US-Finanzministerium stellte am 3.8. zwei Kommandeure der iranischen Revolutionsgarden wegen finanzieller und materieller Unterstützung der Taliban auf seine internationale Terrorliste.
Am 4.8. überlebt in Uruzgan weiterer Berater des Präsidenten einen Bombenanschlag, dem ein Kind zum Opfer fällt. Stellv. Taliban-Kommandeur (von mehr als 100 Kämpfern) von Lashkar Gah/Helmand gefangen genommen. In Sherzad/Nangarhar 20-30 Zivilisten bei Kämpfen zwischen Taliban und ISAF getötet, so ein örtlicher Offizieller. ISAF bestätigt am Folgetag die Tötung von 15-20 Militanten und bis zu 12 Zivilpersonen im Kreuzfeuer.

ISAF veröffentlicht die aktualisierte Taktische Direktive von COM ISAF General Petraeus vom 1.8. (nicht eingestufter Teil). Er betont erneut „center of gravity in this struggle is the Afghan people. (…) we must pursue the Taliban tenaciously. But we must fight with great discipline and tactical patience. Wie must balance our pursuit of the enemy with our efforts to minimize loss of innocent civilian life, and with our obligation to protect our troops.“ Partnering sei die Operationsweise und essentieller Aspekt der COIN Strategie. „I expect every operation and patrol to be partnered.“  (www.isaf.nato.int) Parallel wird COM ISAF`s „Counterinsurgency Guidance“ in der Form eines Briefes an die Soldaten und Zivilisten von ISAF und US-Streitkräften bekannt. Hier wird die ganze politisch-militärische Breite von COIN thematisiert: „Secure and serve the population, live among the people, help confront the culture of impunity, help Afghans build accountable governance, identify corrupt officials, foster lasting solutions, be a good guest“ und „pursue the enemy relentlessly, fight hard and fight with discipline.“ Manche deutsche Kommentatoren verkürzten ihre Wahrnehmung auf den Halbsatz „get our teeth into the insurgents and don`t let go.“  (Vgl. auch New York Times 31.7.2010 zur zunehmenden Bedeutung des Targeting Killing und der Gefangennahme/Vernehmung von Aufständischen: In den letzten fünf Monaten seien mehr als 130 bedeutende Aufständische außer Gefecht gesetzt worden. Möglich sei eine Wiederauflage des Streits zwischen Fokus auf Counterterrorism vs. COIN. )
AP berichtet von einem 69-seitigen aktualisierten Code of Conduct der Taliban, der seit einer Woche im Süden verbreitet werde.  Zivilopfer sollen vermieden werden, Ziel sei, Köpfe und Herzen der Afghanen zu gewinnen. Personen, die für internationale Truppen und die Regierung arbeiten, seien Unterstützer der Ungläubigen und könnten getötet werden. (3.8.; vgl. Direktive von Mullah Omar hier unter 18.7.)       
Am 3.8. bei Angriff von 6 Taliban, 2 mit Sprengstoffweste, auf den Haupteingang von Kandahar Airfield, dem größten ISAF-Stützpunkt im Süden, alle getötet; vorher Abschuss von zwei Raketen. In Kahmard/Bamyan ein neuseeländischer Soldat durch Militante getötet. (1. gefallener neuseeländischer Soldat) In Arghandab/Zabul 5 Mitarbeiter einer Baufirma durch IED getötet.  In Laghman 20 Taliban durch ANSF getötet. In Methar Lam/Laghman ein ANA-Soldat bei Gefecht getötet, 12 verwundet, 20 von Militanten gefangen genommen.
Katastrophenhilfe für Pakistan, wo in den gigantischen Überschwemmungen seit dem 29. Juli in der – früheren - Nordwest-Grenzprovinz mehr als 1.500 Menschen um`s Leben gekommen und mehr als 600.000 Menschen von der Umwelt abgeschnitten sind. Allein im Swat-Tal mehr als 14.000 Häuser und 22 Schulen zerstört: Bisher 30.000 pakistanische Rettungskräfte und Soldaten im Einsatz, auch islamistische Wohltätigkeitsorganisationen, denen Verbindungen zu Terrororganisationen vorgeworfen werden; US-Streitkräfte in AFG wollen mit 6 Hubschraubern und 100 Soldaten Hilfe leisten; Lieferung von 400.000 Fertigmahlzeiten.  

Am 2.8. In Dand/Kandahar 6 Kinder durch Selbstmordattentäter gegen Polizeifahrzeug getötet. In Maiwand/Kandahar 2 Zivilpersonen durch IED getötet, 12 verwundet. In Jalalabad/Nangarhar Präsidentenberater für tribal affairs und 7 weitere Personen durch IED verwundet.  In Nuristan bei Angriff von ANA und Koalitionstruppen auf Taliban in den Orten Bachancha und Badnuk mehr als 30 Aufständische und 2 ANA-Soldaten getötet. In Kunar mehrere Aufständische bei der Suche nach einem Spitzenkommandeur der Taliban getötet.
Reportage „A counterinsurgency conundrum in Salam Bazaar“ von Bill Ardolino im LWJ: Plastisch wird, wie breit verwurzelt der Taliban-Einfluss im südlichen Teil des Distrikts Now Zad in der Provinz Helmand ist und wie aussichtslos hier das COIN-Unterfangen ist, Köpfe, Herzen und Unterstützung der Bevölkerung zu gewinnen.
Am 1. August in Maiwand/Kandahar 6 Zivilpersonen in Minibus durch IED getötet (darunter 2 Frauen + 2 Kinder), 9 verwundet.  In Nahr-e Saraj/Helmand bei mehrstündigem Gefecht 5 Taliban getötet, 4 gefangen genommen. In Sangin und Laskhar Gah /Helmand 2 britische Soldaten durch IED und Beschuss getötet. 

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  • ISAF-Truppen und afghanische Sicherheitskräfte haben im August weitere Führer der Taliban und des Haqqani-Netzwerkes aufgegriffen oder getötet. Bei vielen Aufständigen fanden die ISAF-Truppen improvisierte Sprengstofffallen und weiteres Material zur Vorbereitung von Selbstmordattentaten. Insgesamt wurden im August mehr als 500 Aufständige gefasst und weitere 160 getötet.

  • Britische Spezialeinheiten, so wurde es aus Armeekreisen kolportiert, arbeiten mit deutschen Schäferhunden als Fallschirmspringer, um Videoüberwachungen in Taliban Bastionen zu bringen. Bei dieser taktik, die man sich bei der US-Armme angeschaut hat, werden die Hunde von ihrem Trainer an einen Fallschirm geschnallt und über dem Zielgebiet abgeworfen. Sie haben eine Kamera auf dem Kopf, die alles, was sie sehen an die Elitetruppen sendet. Das britische Verteidigungsministerium wollte die Meldung weder kommentieren noch dementieren.

  • NATO Hubschrauber sind von Ost-Afghanistan aus Angriffe in Pakistan geflogen. Es sollen 50 Kämpfer getötet worden sei, wie offizielle Vertreter der NATO Truppen heute (27. September) erklärten, während die ISAF Truppen einen Schlag gegen Taliban Kämpfer führten, um sie aus dem Südteil von Kandahar zu vertreiben. Der Angriff  über die Grenze nach Pakistan hinweg war eine Reaktion auf einen Angriff auf einen kleinen Außenposten der afghanischen Sicherheitskräfte, unweit der pakistanischen Grenze.

  • Kam gestern Nacht, ziemlich spät. Für alle, die es nicht registriert haben: sehenswert. Einfach am Ende auf den Link zur ZDF Mediathek. Sie haben gekämpft. Sie haben getötet. Sie haben Schlimmes erlebt und gesehen. Daniel, Patrick und Stephan waren Soldaten in Afghanistan. Kameraden in einer eingeschworenen Gemeinschaft, Fallschirmjäger aus dem niedersächsischen Seedorf. 25 junge Männer, die ihren Kopf hinhielten, wenn es am Hindukusch gefährlich wurde. Am Karfreitag dieses Jahres haben sie einen Kampf verloren. Ihre Kameraden Robert, Nils und Martin sind dabei gefallen.

  • Nach dem Absturz des amerikanischen Transporthubschraubers vom Typ "Chinook" in Afghanistan gibt es neue Vermutungen.Nach mehreren Agenturen äußern sich immer mehr Vertreter westlicher Geheimdienste, dass man Hinweisen nachgehe, dass sich unter den afghanischen Soldaten an Bord ein Selbstmordattentäter befunden haben soll, der mit einer eingeschmuggelten Bombe den Hubschrauber zum Absturz gebracht.

    Bei dem Absturz kammen alle 30 amerikanischen und 7 afghanische Soldaten an Bord des Hubschraubers ums Leben.