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Streitkräfte der Europäischen Union

Spanien plagt die Entwicklung von Gefechtskosten

Einem interessanten Thema widmete sich Ende Mai der Deutschlandfunk. Die Notwendigkeit zu sparen bringt auch in Spanien neue Ideen zu Tage. Nach Jahren eines rasanten Wachstums bei den Ausgaben von knapp sechs Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro binnen acht Jahren sind die Militärausgaben Spaniens inzwischen um eine Milliarde gefallen.

Wenn Spaniens Regierung im Herbst ihren neuen Haushalt vorlegt, zweifelt auch im Verteidigungsministerium niemand an noch deutlicheren Kürzungen. So ist Spaniens Berufsarmee mit insgesamt 135.000 Uniformierten bereits vergleichsweise klein. 6.000 Soldaten weniger sollen es bis 2013 werden. Neues hochtechnologisiertes Kriegsmaterial wird immer teurer. Die Wartungskosten für einen Eurofighter liegen um 40 Prozent über denen der bisher eingesetzten amerikanischen F-18-Jets, hat unlängst die spanische Tageszeitung El País vorgerechnet. Es gebe angesichts der Kosten darum Pläne, einen Teil der bestellten Eurofighter gleich nach Erhalt an andere europäische Staaten weiterzuverkaufen. Für die spanische Beteiligung an der Entwicklung von europäischen Kriegsschiffen, dem Hubschrauber Eurocopter oder des Transportflugzeugs A-400 hat das Verteidigungsministerium Schulden in Höhe von 27 Milliarden Euro aufgenommen. Nun will man mit den Kreditgebern über eine Verlängerung der Laufzeiten verhandeln. Die gegenwärtig neun Auslandseinsätze mit 3.600 Soldaten kosten die Spanier 714 Millionen Euro.

Noch waren die Kosten in der Debatte um solche Einsätze nie ein Argument. Spanien will trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten weiter ein zuverlässiger Partner bei internationalen Missionen wie in Afghanistan, im Libanon oder vor der somalischen Küste bleiben, versichert Verteidigungsministerin Chacón: Doch spanische Verteidigungsexperten sind bei Sparvorschlägen einfallsreich: Sie fragen, warum jedes Land in Europa eigentlich eigene Panzer, Kampfjets und Transportflugzeuge haben müsse. Europas Armeen könnten durch eine stärkere Spezialisierung und bessere Zusammenarbeit bei Übungen und Einsätzen Geld sparen. Planspiele - noch.

Zum Tag der Streitkräfte in Badajoz präsentierte sich den Spaniern eine komplette Armee mit Heer, Marine und Luftwaffe. Eines Tages jedoch, so die Vorstellungen, werde jedes Land seinen eigenen spezifischen Beitrag leisten - für die Streitkräfte der Europäischen Union. Der ganze Beitrag unter:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1192987/

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