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SysFla/LFK NG

Flugabwehrsystem der Zukunft

Das System Flugabwehr (SysFla) kommt in diesem Jahr in eine entscheidende Phase. Die Vertragsverhandlungen mit dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) sind abgeschlossen. Für den Herbst steht die Entscheidung zur Projektierung der Basiskonfiguration (Stationär Block I) durch den Haushalts- und Verrteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages an. Im Juni präsentierten die beteiligten Unternehmen auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin erstmals den neuen Werfer und Flugkörper in Originalgröße sowie alle SysFla-Systemkomponenten im Modell.

SysFla ist das künftige Flugabwehrsystem des Deutschen Heeres, das im Auftrag des BWB von MBDA Deutschland und Rheinmetall Defence unter dem Dach der SysFla GmbH entwickelt wird. SysFla schließt die bislang vorhandene Fähigkeitslücke der Bundeswehr im Bereich Flugabwehr, die mit der Außerdienststellung der Flugabwehrsysteme ROLAND (2005) und GEPARD (2010) entstanden ist und mit der begrenzten Nutzungsdauer von STINGER (bis etwa 2018) sogar weiter wachsen wird.

SysFla bietet umfassenden Schutz gegen alle Bedrohungen aus der Luft im Nächst- und Nahbereich. Das abgedeckte Spektrum reicht von Objekten mit kleinen Zielquerschnitten bis hin zu Raketen, agilen Flugkörpern und konventionellen Bedrohungen wie Kampfflugzeuge und Rotorflügler im Höhenbereich bis 5 Kilometer und mit einer Treffentfernung bis zu 10 Kilometer. SysFla ist auf der Basis sich ergänzender Wirkmittel konzipiert.

Es umfasst die Wirkmittel Rohrwaffe NBS C-RAM/MANTIS von Rheinmetall Defence und Lenkflugkörper Neuer Generation (LFK NG) von MBDA Deutschland und Diehl BGT Defence. Die Rohrwaffe deckt den Nächstbereich (bis etwa 3 Kilometer) ab. Der Lenkflugkörper LFK NG stellt den Nahbereichsschutz bis 10 Kilometer sicher. Dem Flugkörper LFK NG kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Er ergänzt das Kanonensystem NBS C-RAM/MANTIS durch seine größere Reichweite, die eine sichere Abhalteentfernung gegen großkalibrige Raketen gewährleistet. Im Nächstbereich werden durch NBS C-RAM/MANTIS selbst stark manövrierende Ziele wie Marschflugkörper mit AHEAD-Munition effektiv abgefangen. Aufgrund seiner Modularität und breitbandigen Fähigkeiten kann der Flugkörper LFK NG darüber hinaus im urbanen Gelände aus der Deckung als auch von mobilen Plattformen, wie zum Beispiel Hubschraubern, Fahrzeugen oder Überwasserschiffen, eingesetzt werden.

SysFla ist sowohl für den Schutz stationärer als auch beweglicher Truppenteile in sämtlichen Einsatzszenaren und für alle Einsatzoptionen ausgelegt. Mit SysFla können lang anhaltende Stabilisierungsoperationen ebenso unterstützt werden wie mögliche Phasen intensiverer  Operationsführung. Aufgrund seiner Systemarchitektur besitzt SysFla zudem die Fähigkeit, im nationalen sowie multinationalen Verbund gemeinsam mit Kräften der bodengebundenen Luftverteidigung eingesetzt zu werden. SysFla ist somit eine komplementäre Ergänzung zu dem für die Bundeswehr vorgesehenen Taktischen Luftverteidigungssystem MEADS (Medium Extended Air Defense System). Dabei sind beide Systeme auf unterschiedliche Zielspektren, Einsatzszenarien und Reichweiten ausgelegt.
Mit SysFla/LFK NG erhält die Bundeswehr ein leistungsfähiges Flugabwehrsystem gegen aktuelle und absehbare Bedrohungen im Nah- und Nächstbereich. Am Beschaffungsvorhaben SysFla ist nahezu die gesamte deutsche wehrtechnische Industrie beteiligt. Das Vorhaben ist daher nicht nur aus verteidigungs- und sicherheitspolitischen sondern auch aus industriepolitischen Gründen von größter Bedeutung.

Den Text als pdf mit Foto und Kontakt gibt's hier

Lieber "Gast"!

Der Text enthält keine Versatzstücke, sondern ist durch das anhängende pdf wohl eindeutig einer Meinungsäußerung im Sinne einer Sonderveröffentlichung zuzuordnen. Auch die Schlusszeile lässt doch wohl eindeutig erkennen, dass dieser Text auf MBDA zurückgeht.

Das Einbringen eines solch klar erkennbaren Diskussionsbeitrages halte ich durchaus für zulässig.

Grüße

Achim Deckert (ad)

Bedauerlich, dass der Text doch sehr deutliche PR-Versatzstücke vonseiten der am Hungertuch nagenden deutschen wehrtechnischen Industrie enthält. Gewohnt war man bislang von dieser Internetseite eine deutlichere Trennung von Werbung und journalistischem Inhalt.

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