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Talibans überall aktiv

Hilfsorganisationen können nicht helfen

Die Lage der Sicherheit in Afghanistan verschlechtert sich nach Angaben von Hilfsorganisationen zusehens. Obwohl gerade zusätzliche US-Truppen im Land eintreffen, ist Afghanistan gefährlicher denn je. Die internationalen Hilfsorganisationen berichten, dass unbewaffnete Kräfte der Regierung heute in über 30 Prozent der 368 Distrikte nicht mehr sicher einreisen könen und manche werden selbst von bewaffnetene Kräften gemieden. Die Zahl der Übergriffe von Aufständigen ist dramatisch gestiegen.

Waren es im Jahr 2009 noch 630 Überfälle, sind es alleine im August diesen Jahres 1.353 gewesen. Dies ließ die afghanische N.G.O Safety Office wissen, eine vom WEsten finanzierte, unabhängige Organisation, die die Sicherheitsfragen für Helferorganisationen analysiert. "Der Raum, um humanitäre Hilfe zu leiste, wird täglich kleiner", sagt ein Vertreter der Organisation, Abdul Kebar. Nach ihren Daten war es in Afghanistan seit 2001 noch nie so gefährlich wie heute. Waren die Talibans beispielsweise vor vier Jahren nur in  vier Provinzen aktiv, sind es heute in 33 von 34. "Wir wollen nichts schlecht reden, aber es wird schlechter und schlechter", sagt Nic Lee, Direktor von Afghan N.G.O. Safety Office. Hilfsorganisationen ziehen nach seiner Aussage immer mehr ihrer Leute aus dem Land zurück, weil sie zu gefährdet sind. "Die Anschläge auf Mitarbeiter der Hilfsorganisationen haben um 35 Prozent zugenommen", sagte Lee weiter.

Ein Beispiel ist die Organisation CARE. Die Mitarbeiter benutzen bereits keine großen Straßen mehr und die westlichen Mitarbeiter, die aus zehn Büros 1.000 Mitarbeiter in Afghanistan managen, können selbst aus Sicherheitsgründen nur noch fünf Provinzen aufsuchen, teilte deren Sprecherin Jennifer Rockwell mit. Gleiches hört man von Ashley Jackson von der Organisation Oxfam, einer britisch finanzierten Hilfsorganisation, die Projekte im ganzen Land hat, diese aber heute maximal mit einheimischen Auftrganehmern betreuen kann. Neun Jahre Afghanistan Krieg und es ist schlechter als je zuvor. Eine Erfolgsbilanz sieht anders aus und man muss sich langsam fragen, wenn immer mehr Nationen ihren Abzug danach ausrichten wollen, wann die Afghanen die Sicherheit selbst übernehmen können, ob diese irgendwann einfach schön geredet wird, ob man den Abzug verschiebt oder ob die heute genannten Jahreszahlen nur Opium für's Volk sind.

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    Durchgeführt hat die Erhebung der International Council on Security and Development (ICOS) in den Regionen Kandahar und Helmand, zwei Provinzen im Süden von Afghanistan, in denen besonders heftige Kämpfe toben.

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    Er verstehe Obama's Aussage so, dass der Präsident ein Signal setzen wollte, um zu verdeutlichen, dass die Truppen nicht auf ewig in Afghanistan bleiben werden, halte dies aber für den falschen Weg.

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  • Wir haben die Lage realistisch beschrieben. Wir haben uns realistische Ziele gesetzt. Wir haben diese Ziele, unsere Strategie und die dafür notwendigen Mittel mit den Afghanen und mit unseren internationalen Partnern konsequent aufeinander abgestimmt … Wir haben die politische Lösung vorangetrieben und das Reintegrations- und Aussöhnungsprogramm auf den Weg gebracht.

    Wir haben unsere eigenen Erwartungen nüchterner und auch realistischer formuliert. Good Governance bleibt ein richtiger Maßstab.

  • Es wird nicht allein daran liegen, aber ein Problem in Afghanistan ist offensichtlich auch die Verständigung. Nach Aussagen eines Dolmetscher's der US-Truppen gehen fortlaufend lebenswichtige Informationen verloren. "Lost in translation", formulierte er. Die US-Truppen arbeite, wie andere auch, mit einheimischen Dolmetschers, die aber häufig die Sprachen, für die sie eingestellt worden sind, gar nicht sprechen.

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