Nach 2007 und 2009 folgten am 15./16. Februar 2011 über 500 Experten und fachkundige Besucher der Einladung der Studiengesellschaft der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR WEHRTECHNIK mbH zum dritten Forum „Unmanned Vehicles III“ in die Stadthalle Bonn, Bad Godesberg. Unter der fachlichen Leitung von Ministerialrat, Dipl.-Ing. Norbert Weber, BMVg Rü IV 4, wurden in 35 Vorträgen grundsätzliche und aktuelle Aspekte des Einsatzes unbemannter Systeme zu Lande, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum intensiv erörtert. Dabei lag der Schwerpunkt des diesjährigen Forums bei der Betrachtung der „Unmanned Aerials Systems“.
Die Nutzung von unbemannten Systemen gewinnt sowohl für den militärischen Bereich aber auch für zivile Anwendungen an Bedeutung, wobei durchaus anerkannt wurde, dass der zivile Markt mit seinen Bedürfnissen als Treiber der Entwicklung unbemannter Systeme wahrgenommen wird.
Für Operationen ist dabei von besonderer Relevanz, dass unbemannte Systeme im Einsatz das Gefährdungspotenzial verringern und zudem der Wirtschaftlichkeitsaspekt Bedeutung finden kann. Ein übergreifender Gesichtspunkt wurde von mehreren Referenten betont: Das Zusammenwirken bemannter und unbemannter Systeme: „Manned Unmanned Teaming (MUM - T)“, wie es in der Fachsprache heißt. Der Fachlich Leitende maß diesem Aspekt langfristig eine ganz besondere Bedeutung bei.
Am Nachmittag des ersten Tages wurden zwei Themenschwerpunkte parallel angeboten. Der erste Schwerpunkt beschäftigte sich mit der Abbildenden Aufklärung in der Tiefe des Raums. Die Einzelthemen SAATAG Zwischenlösung und EURO HAWK wurden unter unterschiedlichen Gesichtspunkten dargestellt und erörtert, wobei die Einsatzerfahrungen aus Afghanistan mit dem System Heron 1 ein besonderes Interesse fanden.
Im zweiten Schwerpunkt, der sich mit den Themen Schwärme, Sensorik und Kollisionsvermeidung/Hinderniserkennung unbemannter Systeme auseinandersetzte, wurde den Fragen der Luftraumintegration und dem Aspekt „ Man in the Loop“ breiter Raum eingeräumt. Auch der zweite Tag des Forum konfrontierte die Experten in den Vorträgen und Diskussionen, sowie bei den Gesprächen an den über 40 gut besuchten Ausstellungsständen, mit einer Fülle von Forschung und Technologie bezogenen und operativen Fragen des Einsatzes unbemannter Systeme. Dabei wurde erneut deutlich, dass die Beschäftigung mit diesem Thema immer wieder neue Aspekte aufzeigt und vielfältige Fragen stellt, von denen nicht alle eine schnelle Antwort finden. So konnte die Bemerkung, dass das Aufwerfen der wichtigen Fragen der Beginn zur Entwicklung der Lösung sei, schon fast etwas Tröstendes beinhalten.
Der abschließende Vortrag des Stabsabteilungsleiter III im Führungsstab der Luftwaffe, Brigadegeneral Dipl.-Kfm. Martin Schelleis mit dem Titel „ Unmanned Aircraft Systems/ Remotely Piloted Aircraft in der Luftwaffe – Perspektiven 2025 - 2040“ wagte den Blick in die Zukunft und zeigte das Potenzial, das unbemannte Systeme für die Demonstration von Luftmacht und den Einsatz von Luftstreitkräften haben, eindrucksvoll auf. Fachliche Leitung und der Veranstalter waren mit dem Verlauf des Forums hoch zufrieden. Die Diskussionsergebnisse bestärken die DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR WEHRTECHNIK e V mit ihrer Studiengesellschaft mbH darin, dieses Thema nicht aus dem Auge zu verlieren und voraussichtlich in zwei Jahren erneut dem Fachpublikum anzubieten.










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